07. April 2019 / 23:28 Uhr

Hansa Rostock: Die Serie hält

Hansa Rostock: Die Serie hält

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Hier trifft Pascal Breier zum Ausgleich für Hansa Rostock.
Hier trifft Pascal Breier zum Ausgleich für Hansa Rostock. © LUTZ BONGARTS
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Durch ein spätes Tor von Pascal Breier verhindert Hansa Rostock, das fast eine Halbzeit in Überzahl spielte, eine Niederlage und ist nun seit sieben Spielen ungeschlagen. 

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Hansas Serie hält. Beim abstiegsgefährdeten SC Fortuna Köln retteten die Rostocker durch ein spätes Jokertor von Pascal Breier ein verdientes 1:1 (0:1)-Unentschieden. Die Elf von Trainer Jens Härtel, die ab der 49. Minute nach einer Roten Karte für Ernst in Überzahl spielte, ist seit nunmehr sieben Spielen ungeschlagen. Das Führungstor für die Domstädter hatte vor 3832 Zuschauern im Südstadion Brandenburger in der neunten Minute erzielt. Wirklich freuen konnten sich die Norddeutschen am Ende nicht. „Das ist mega-ärgerlich! Ein Punkt ist zu wenig, wir hätten das Spiel gewinnen müssen“, haderte Maximilian Ahlschwede angesichts der phasenweise drückenden Überlegenheit seiner Mannschaft.

Hansa Rostock verpasst frühe Führung

Der Rechtsverteidiger, der am Freitag wegen Rückenproblemen beim Abschlusstraining gefehlt hatte, meldete sich rechtzeitig wieder fit. Die Anfangsphase hatte es gleich in sich: Nach 42 Sekunden leitete Ahlschwede die erste Großchance ein, als er mit einem Pass in die Tiefe Soukou schickte. Der Stürmer ließ den Kölner Bröker stehen, scheiterte mit seinem Flachschuss aber an Torwart Rehnen. Ein verheißungsvoller Auftakt für die Rostocker, die mit derselben Startelf loslegten wie beim 3:1-Heimsieg gegen Zwickau.

Hansa Rostock: Die Einzelkritik vom 32. Spieltag

<b>Tor: Ioannis Gelios:</b> Parierte in erster Hälfte mehrmals gut, konnte gegen Pourie nur auf Kosten einer gelben Karte klären (57.) - Note: 2. Zur Galerie
Tor: Ioannis Gelios: Parierte in erster Hälfte mehrmals gut, konnte gegen Pourie nur auf Kosten einer gelben Karte klären (57.) - Note: 2. ©
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Doch in der neunten Minute schockten die abstiegsgefährdeten Kölner die Härtel-Elf – wieder mal mit einem Standard: Nach der ersten Ecke für die Gastgeber von Andersen sprang Brandenburger höher als die schlecht postierten Hansa-Verteidiger und traf unbedrängt per Kopf zum 1:0 – Torwart Gelios war machtlos. „Wenn wir uns bei den Standards nicht schnell verbessen, wird es schwer für uns, Spiele zu gewinnen“, ärgerte sich Härtel.

Ruprecht klärt vor der Torlinie

Mit dem Vorsprung im Rücken schalteten die Kölner einen Gang runter, während Hansa versuchte, Druck aufzubauen. Doch wirklich gefährlich wurde es nur selten. Nach 23 Minuten zog Scherff immerhin mal aus der Distanz ab, doch Fortuna-Keeper Rehnen war auf dem Posten. Anschließend kam der gebürtige Kölner Tanju Öztürk im Fünfmeterraum an den Ball, konnte ihn aber nicht kontrollieren – Chance vertan (24.).

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Ansonsten war die Kölner ­Deckung in der ersten Halbzeit bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 20 Grad wenig gefordert – bis zur 39. Minute: Da sahen die gut 1000 mitgereisten Hansa-Fans einen weiteren Versuch von Scherff, der es aus der zweiten Reihe versuchte – doch seinen Schuss blockte der frühere Rostocker im Fortuna-Trikot, Steven Ruprecht, vor der Linie ab. Eine Woche nach dem 3:4 im Kellerduell in Cottbus brachte die Fortuna die Führung ­sicher in die Pause.

Oliver Hüsing stürmt mehrmals nach vorne

Wie im ersten Durchgang setzten die Rostocker auch nach der Pause das erste Ausrufezeichen. Nach Zuspiel von Soukou zielte der aufgerückte Hüsing am rechten Pfosten vorbei (48.). Dann wurde es aufregend: Ernst brachte den heranstürmenden Biankadi zu Fall – Schiedsrichter Fritsch wertete das als Notbremse und zeigte dem Kölner die Rote Karte. Den anschließenden Hilßner-Freistoß von der Strafraumgrenze entschärfte Rehnen. In Überzahl fehlte es den Ros­tocker zwar nicht am nötigen Willen und an Laufbereitschaft, dafür aber an Ideen und Präzision. Gegen die zweitschlechteste Defensive der ­Liga (bis dahin 51 Gegentore) konnten sie sich kaum zwingende Möglichkeiten herausspielen. Nach ­Hilßner-Zuspiel traf der jetzt sehr offensive Hüsing aus spitzem Winkel das Außennetz (62.). Viel mehr hatten die Gäste in dieser Phase vorne nicht zu bieten. Härtel brachte mit Breier folgerichtig einen weiteren Stürmer für Verteidiger Riedel.

Der Angreifer, der wegen Muskelproblemen drei Wochen pausiert hatte, erwies sich als Glücksgriff: Drei Minuten vor dem Abpfiff kam Breier im Strafraum an den Ball und ließ Keeper Rehner mit seinem Flachschuss keine Chance – 1:1 (87.). „Im Endeffekt müssen wir mit dem Punkt leben“, sagte Härtel. Zufrieden war er allerdings nicht.

Jetzt abstimmen: Welche Noten würdet Ihr den Hansa-Profis nach dem Spiel bei Fortuna Köln geben?

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