06. Oktober 2019 / 18:05 Uhr

Hansa Rostock: Ein Dreier dank Breier

Hansa Rostock: Ein Dreier dank Breier

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Pascal Breier jubelt. Der Hansa-Torjäger hat soeben das 2:0 erzielt.
Pascal Breier jubelt. Der Hansa-Torjäger hat soeben das 2:0 erzielt. © Lutz Bongarts
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Der Stürmer hat Hansa mit einem Doppelpack den dritten Heimsieg beschert. Für Breier waren es die Saisontore sechs und sieben. Die Rostocker schoben sich auf Platz zehn.

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Als der Schlusspfiff ertönt, lässt sich Pascal Breier auf den ­Rasen fallen – erschöpft und überglücklich. Der Hansa-Stürmer war am Sonnabend der Mann des Tages. Breier schnürte beim 2:1 (2:0) gegen den SV Meppen einen Doppelpack und bescherte dem Rostocker Fußball-Drittligisten nach zwei Unentschieden endlich wieder einen Dreier. Für die seit nunmehr sechs Runden ungeschlagenen Hanseaten war es der erste Heimsieg gegen Meppen seit dem 27. Februar 1993 (2:1).

Für Hansa-Verteidiger Nico Neidhart war es ein ganz besonderer Erfolg. Im Familienduell mit seinem Vater Christian, dem Meppener Cheftrainer, feierte er im vierten Anlauf den ersten Sieg. „Das ist ein schönes Gefühl“, meinte der Filius mit einem strahlenden Lächeln.

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Doch im Mittelpunkt stand Pascal Breier. Der 27 Jahre alte Stürmer brachte die Gastgeber vor 12 452 Zuschauern im Ostsee­stadion früh in Führung. Breier ließ sich von drei Gegenspielern nicht stoppen und traf von der Strafraumgrenze aus zum 1:0 (9.) ins linke untere Eck.

Dem Treffer war eine kuriose Szene vorausgegangen. Der frühere Hansa-Profi Willi Evseev prallte in der Rostocker Hälfte mit Schiedsrichter Tobias Schultes zusammen. Beide kamen zu Fall, so dass Nikolas Nartey, der den verletzten Korbinian Vollmann ersetzte, freie Bahn hatte und Breier in Szene setzte.

Eine Viertelstunde später war der Angreifer erneut zur Stelle. Scheinbar mühelos schob er einen Pass von Nils Butzen zum 2:0 (24.) ein. Es war Breiers siebter Saisontreffer. „Ich genieße es, dass es momentan so gut läuft“, freute sich der Mann des Tages. Breier ist seit 357 Spielminuten Hansas Alleinunterhalter in Sachen Toreschießen. Seinen Kollegen fehlt die Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor.

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Aaron Opoku besaß kurz vor dem Pausenpfiff die Riesenchance zum 3:0. Doch der 20-Jährige scheiterte ebenso freistehend an SVM-Torhüter Eric Domaschke wie Nikolas Nartey (57.) und Maximilian Ahlschwede (79.). Einen Freistoß von Nik Omladic lenkte Domaschke mit den Fingerspitzen um den Pfosten (71.).

„Wir hätten einfach das dritte Tor machen müssen, dann wäre einiges leichter gefallen“, meinte Breier treffend. Nach dem Anschlusstreffer der lange Zeit harmlosen Meppener, die drei Tage zuvor einen 3:1-Erfolg beim MSV Duisburg gefeiert hatten, wurde es in der Schlussphase noch mal eng für die bis dahin klar überlegenen Rostocker.

Pure Erleichterung beim Schlusspfiff

„Und dann fängt man an, das Ding über die Zeit zu wackeln“, meinte Jens Härtel. Beim Schlusspfiff habe er „pure Erleichterung“ empfunden, fügte der Hansa-Coach hinzu. Am Ende sei er „hochzufrieden, dass wir das Spiel gewonnen haben. Man muss ja nur mal auf die Tabelle schauen, was gewesen wäre, wenn wir unentschieden gespielt oder gar verloren hätten“.

Dank des dritten Heimsieges verbesserten sich die Hanseaten auf Rang zehn – mit fünf Zählern Rückstand auf einen Aufstiegsplatz und fünf Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone. „Wenn man ganz oben anknüpfen will, braucht man eine Serie von Siegen“, weiß Nils Butzen.

Hansas Hoffnung auf weitere Dreier heißt Breier. „Sieben Tore sind ganz okay“, meint der Stürmer. „Aber da geht noch mehr.“

Jetzt abstimmen: Welche Noten gebt Ihr den Hansa-Profis nach dem 2:1 gegen den SV Meppen?

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