31. Juli 2019 / 11:21 Uhr

Hansa Rostock: Emotionale Rückkehr von Bayern-II-Torwart Hoffmann

Hansa Rostock: Emotionale Rückkehr von Bayern-II-Torwart Hoffmann

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Enttäuscht: Bayern-Torwart Ron-Thorben Hoffmann, Alexander Nollenberger und Jannik Rochelt.
Enttäuscht: Bayern-Torwart Ron-Thorben Hoffmann, Alexander Nollenberger und Jannik Rochelt. © Foto: A. Bünning/imago
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Zehn Jahre nach seinem Abschied aus Rostock spielte Ron-Thorben Hoffmann (20) wieder in seiner Heimatstadt. Für den Torwart von Bayern München II war es ein emotionaler Fußballabend, bei dem ihm nur das Ergebnis nicht gefiel. Hansa Rostock siegte 2:1.

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Es war eine hochemotionale Rückkehr nach einem Jahrzehnt. „Ich hatte Gänsehaut, als die Fans ,Hansa Forever’ gesungen haben. Es war eine unfassbare Atmosphäre. 17 000 Zuschauer an einem Dienstagabend bei Flutlicht und Regen – für einen Fußballer gib es nichts Schöneres“, sagte Bayern-II-Torwart Ron-Thorben Hoffmann am Dienstagabend nach der 1:2-Niederlage seiner Münchner gegen Hansa. „Ich habe hier als Feldspieler angefangen. Jetzt mit den Bayern hierher zurückzukommen war ein schönes Gefühl.“

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Als Zehnjähriger hatte der gebürtige Rostocker den Hansa-Nachwuchs verlassen. Nach den Stationen Hertha BSC und RB Leipzig wechselte das Torwarttalent 2015 ins Nachwuchsleistungszentrum des FC Bayern. Im vergangenen Jahr erhielt der 1,92 Meter große Blondschopf einen Profivertrag (bis 2021) und gehörte in der vergangenen Bundesliga-Saison schon sieben Mal zum Profikader des Rekordmeisters. Auch bei der USA-Reise der Münchner war Hoffmann dabei und kam gegen Real Madrid (3:1) für Sven Ulreich nach dessen Platzverweis sogar zum Einsatz. In Bayerns Drittliga-Mannschaft liefert er sich einen „offenen Konkurrenzkampf“ um den Platz im Tor mit Christian Früchtl, der derzeit zum Kader des Rekordmeisters beim Audi Cup in München gehört. „Ich versuche, so viel wie möglich mitzunehmen, egal wo. Für mich ist es in diesem Jahr das Wichtigste, zu lernen“, sagt Hoffmann, den zehn Jahre nach seinem Abschied noch immer viel mit Rostock verbindet.

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„Ich bin sehr heimatverbunden, mache hier im Sommer immer Urlaub“, erzählt der 20-Jährige, der neben Englisch auch Französisch und Spanisch spricht. Im Ostseestadion, wo er als Kind oft auf der Tribüne stand, ist er am Dienstag zum ersten Mal aufgelaufen. Bei seiner Premiere waren jede Menge Familienangehörige im Stadion. „Mindestens 20, 30 Leute. Da ist man immer noch einen Tick motivierter“, so Hoffmann, den an diesem tollen Fußballabend nur das Ergebnis nicht gefiel.