16. Oktober 2020 / 14:53 Uhr

Hansa Rostock: Für Verhoek sind Tore nicht das Wichtigste

Hansa Rostock: Für Verhoek sind Tore nicht das Wichtigste

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Hansa-Stürmer John Verhoek (31) ist nach Verletzungsproblemen wieder topfit.
Hansa-Stürmer John Verhoek (31) ist nach Verletzungsproblemen wieder topfit. © Lutz Bongarts
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Als „Mentalitätsspieler“ will sich der Niederländer vor allem in den Dienst der Mannschaft stellen – auch am Sonnabend gegen Tabellenführer 1860 München.

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Stürzt Hansa den Tabellenführer? Wenn die Mannschaft von Trainer Jens Härtel am Sonnabend im Nord-Süd-Duell gegen 1860 München ihren dritten Saisonsieg landet, wird es am Wochenende mit hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Spitzenreiter geben, der theoretisch sogar Hansa Rostock heißen könnte. „München ist gut gestartet, wir sind auch gut gestartet – es wird ein heißes Spiel“, ist Stürmer John Verhoek vor dem Duell der beiden Traditionsvereine überzeugt.

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Zum 35. Mal stehen sich die einstigen Bundesligisten in einem Liga-Spiel gegenüber, wobei die Löwen in den letzten Jahren zu einem Lieblingsgegner der Rostocker geworden sind. Denn Niederlagen gegen 1860 haben für Hansa mittlerweile Seltenheitswert. Die bislang letzte ist fast elf Jahre her (0:3 im Januar 2010 im Zweitligaduell). Seitdem folgten fünf Rostocker Siege und ein Unentschieden. An diese positive Serie will Härtel anknüpfen und zum Start in die englische Woche vor 7500 Zuschauern im Ostseestadion den zweiten Heimsieg der Saison landen. „Wir wollen das Spiel gewinnen, aber das wollen die Münchner natürlich genauso“, sagt der Hansa-Coach.

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Antonio Di Salvo (*1979) Zur Galerie
Antonio Di Salvo (*1979) ©

Zehn Tore haben die Löwen schon auf ihrem Konto und stellen damit die gefährlichste Offensive der Liga. Wackler darf sich Hansas Defensive, die ohne Damian Roßbach (Rot-Sperre) auskommen muss, da kaum erlauben. „Die Münchner haben ihre beiden Auswärtsspiele gewonnen und kommen mit viel Selbstvertrauen her. Schau’n wir mal, was sie hier anbieten und zu was wir in der Lage sind“, sagt Härtel.

Trotz der reizvollen Tabellenkonstellation – Hansa (sieben Punkte) hat nur drei Zähler Rückstand auf den Spitzenreiter (10) – will der Coach nicht von einem Spitzenspiel sprechen. Das sei ihm angesichts von nur vier absolvierten Spielen „einfach zu viel“. Aber die Tendenz bei den Löwen „geht klar nach oben“, urteilt der Sachse und fügt mit Blick auf seinen bayerischen Kollegen anerkennend hinzu: „Seitdem Michael Köllner übernommen hat – so viele Spiele hat er da nicht verloren.“

Wenn es nach John Verhoek geht, kommt am Sonnabend eins dazu. „München ist ein guter Gegner, der mit Selbstvertrauen kommt, aber nach den letzten Spielen haben wir auch Selbstvertrauen“, erklärt der Stürmer, der beim 3:2 in Verl seinen ersten Scorerpunkt sammelte. „Klar will ich auch meine Tore machen“, sagt der Niederländer – aber das ist nicht das Wichtigste für ihn: „Ich bin ein Mentalitätsspieler, der sich in den Dienst der Mannschaft stellt. Ein Vorlage zu geben fühlt sich auch manchmal wie ein Tor an.“