26. Februar 2021 / 18:53 Uhr

Hansa Rostock gegen Viktoria Köln – wird es wieder ein Torspektakel?

Hansa Rostock gegen Viktoria Köln – wird es wieder ein Torspektakel?

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Er kehrt in die Startelf zurück: Hansa-Torjäger John Verhoek, der hier den Ball gegen Stephan Salger (1860 München) behauptet.
Er kehrt in die Startelf zurück: Hansa-Torjäger John Verhoek, der hier den Ball gegen Stephan Salger (1860 München) behauptet. © Lutz Bongarts
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Den Höhenflug im Sportpark Höhenberg fortsetzen – das ist das Ziel des FC Hansa Rostock. Das Team von Trainer Jens Härtel ist am Sonnabend bei Viktoria Köln gefordert. Im Falle eines Sieges winkt Hansa der Sprung auf Rang zwei. Torjäger John Verhoek ist nach seiner Sperre wieder dabei.

An das Hinspiel erinnert sich Jens Härtel noch besonders gern. „Das war unser bestes Saisonspiel“, schwärmt Hansas Cheftrainer noch heute vom 5:1-Schützenfest über Viktoria Köln. „Wir hatten Chancen für doppelt so viele Tore. Da lief alles bei uns“, fügt der 51 Jahre alte Fußballlehrer hinzu.

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Am Sonnabend gibt es eine Neuauflage dieses Duells, das bislang immer ein Garant für zahlreiche Treffer war. Dem 3:3 folgten zwei 5:1-Siege. Gibt es im Sportpark Höhenberg (Anpfiff 14 Uhr, Magenta Sport) erneut ein Torspektakel?

Härtel ist skeptisch. „Jeder, der denkt, dass geht genauso weiter, ist falsch gewickelt“, meint der Coach. Nach den teilweise heftigen Schneefällen und Minustemperaturen der vergangenen Wochen sind die Plätze in vielen Stadien in einem schlechten Zustand. „Es ist im Moment schwierig, ganz feinen Fußball zu spielen, weil der Ball mal verspringt“, sagt Härtel, dessen Team seit sieben Runden ungeschlagen ist.

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Ganz anders die Domstädter. Nach sieben sieglosen Spielen trennte sich der FC Viktoria Ende Januar vom früheren Hansa-Trainer Pavel Dotchev. Der neue Hoffnungsträger heißt Olaf Janßen.

Dem unglücklichen 1:2 in Ingolstadt, als die Kölner in der Nachspielzeit zwei Treffer kassierten, folgte ein 1:0-Auswärtserfolg über Bayern II.

Mit dem Trainerwechsel seien bei der Viktoria die Uhren auf null gestellt und neue Reize gesetzt worden, meint Härtel. Die Spieler, die zuvor kaum zum Zuge kamen, wittern eine neue Chance. „Das ist immer besonders gefährlich“, weiß der Hansa-Coach. „Um dort zu bestehen, werden wir alles in die Waagschale werfen müssen.“

Im Falle eines Sieges winkt den Hanseaten der Sprung auf Rang zwei – sollte Ingolstadt das zeitgleich stattfindende Topspiel in Dresden nicht gewinnen.

Für Hansa geht es Schlag auf Schlag. Bis zur Länderspielpause Ende März stehen für die Mecklenburger sechs Partien an. „Da wird schon einiges passieren“, ist Härtel überzeugt. Sollte sein Team nach den sechs Spielen noch in der Spitzengruppe mitmischen, „gehe ich fest davon aus, das wir bis zum Ende oben dabei sind“.

Voraussetzung dafür ist, dass die Rostocker gut durch die kommenden englischen Wochen kommen. Binnen elf Tagen müssen die Hansestädter viermal ran – ausnahmslos gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte. Härtel warnt: „Gerade Mannschaften, die unten drin stehen und punkten müssen, investieren alles. Sie haben das Messer zwischen den Zähnen.“

Wichtig sei, die Effektivität der zurückliegenden Wochen an den Tag zu legen und die sich bietenden Chancen eiskalt zu nutzen, fordert der Coach. Er sei guten Mutes, „weil die Mannschaft ordentlich mitzieht“.

Hoffnungsvoll stimmt auch die Rückkehr des zuletzt gelb-rot-gesperrten Torjägers John Verhoek, der im Hinspiel zweimal traf und einen Treffer vorbereitete. „Ich will jedes Spiel unbedingt gewinnen“, sagt der 31 Jahre alte Niederländer, der mit acht Toren und vier Vorlagen gefährlichster Hansa-Profi ist. Eigentlich sei er mit seiner Ausbeute ganz zufrieden, meint Verhoek, „aber es hätten mehr Tore sein können“, meint der Angreifer und nennt als Beispiel die ausgelassene Riesen-Kopfballchance im Heimspiel gegen Bayern II (2:0): „Normalerweise mache ich den mit geschlossenen Augen.“ So wie im Hinspiel.

Liveticker: Sonnabend ab 14 Uhr unter sportbuzzer.de/mv

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