01. Dezember 2019 / 13:57 Uhr

Hansa Rostock gegen Würzburg: Ein Spiel mit (dem) Feuer

Hansa Rostock gegen Würzburg: Ein Spiel mit (dem) Feuer

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Erleichtert und glücklich: Nils Butzen (l.) und Maximilian Ahlschwede freuen sich über den Sieg, der höher hätte ausfallen müssen.
Erleichtert und glücklich: Nils Butzen (l.) und Maximilian Ahlschwede freuen sich über den Sieg, der höher hätte ausfallen müssen. © Lutz Bongarts
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Nach drei Niederlagen in Folge ist Hansa ein Befreiungsschlag gelungen. Wegen der katastrophalen Chancenausbeute musste das Team bis zum Schlusspfiff bangen. Lukas Scherff feiert nach langer Verletzungspause ein gelungenes Comeback und erhält Lob vom Trainer.

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Die Erleichterung war greifbar. 11 020 vor allem mit dem Ergebnis zufriedene Fans des FC Hansa Rostock feierten am Sonnabend ihre Mannschaft mit Sprechchören und viel Beifall. Die Spieler waren glücklich darüber, dass sie den 1:0 (1:0)-Sieg gegen die Würzburger Kickers über die Zeit bringen konnten. „In der zweiten Halbzeit hatten wir klare Gelegenheiten, um den Deckel draufzumachen. Am Ende ist wichtig, dass die drei Punkte hiergeblieben sind“, war Hansa-Trainer Jens Härtel mit dem Ergebnis zufrieden.

Dass der Rostocker Siegtreffer einem Würzburger Kicker zu verdanken war, störte niemanden. Luca Pfeiffer hatte in der 45. Spielminute einen Freistoß von Hansas Nik Omladic ins eigene Tor gelenkt.

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Mit viel Feuer, Mut und Enthu­siasmus kämpften die Rostocker, um nach drei Niederlagen in Folge wieder einen Erfolg zu landen. Dass es auch ein Spiel mit dem Feuer war, lag an der eklatanten Abschlussschwäche. Mit schnellen Angriffen kombinierten sich die Hanseaten zwar mehrfach und sehenswert in den Strafraum des Gegners. Doch selbst Top-Chancen konnten Mirnes Pepic, Sven Sonnenberg sowie die eingewechselten John Verhoek und Aaron Okopu nicht im Würzburger Kasten unterzubringen. Weil die Gäste nie aufsteckten und mehrfach gefährlich wurden, musste Hansa zum Schlusspfiff bangen.

„Ich hätte drei Tore machen müssen. Ich hoffe, dass ich es in den nächsten Spielen besser machen kann“, meinte Pepic. „Es war ein hartes Stück Arbeit. Wir hätten es früher entscheiden müssen“, lautete das Fazit von Maximilian Ahlschwede, der nach dem leidenschaftlichen Auftritt „ausgelaugt, aber glücklich“ war.

Ein besonderes Spiel erlebte Hansa-Mittelfeldspieler Lukas Scherff. Nach Kreuzbandriss und fast achtmonatiger Verletzungspause stand der 23-Jährige erstmals wieder in der Startelf, die Härtel im Vergleich zum Spiel in Kaiserslautern auf sechs Positionen verändert hatte. In der runderneuten Mannschaft rechtfertigte Scherff seinen Einsatz mit einer überzeugenden Leistung. „Unbeschreiblich. Ich bin überglücklich, dass ich hier wieder auflaufen konnte“, beschrieb der Profi seine Emotionen. „Ich hatte nicht damit gerechnet, von Beginn an spielen zu dürfen. Umso glücklicher bin ich, dass ich dabeisein und mit der Mannschaft gewinnen konnte“, fügte der gebürtige Schweriner hinzu.

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Trainer Härtel war mit dem Rückkehrer zufrieden. „Die Idee war, jemanden aufzustellen, der nicht so viele negative Erinnerungen an die vergangenen drei Spiele hat“, begründete er die Entscheidung für Scherff. Der Hansa-Coach sah sich am Ende des umkämpften Spiels bestätigt: „Lukas hat das grundsolide gemacht und hätte sich noch mit einem Tor belohnen können“, urteilte der 50-Jährige.

Der überzeugende Auftritt seiner Schützlinge und die Reaktion auf die Pleiten der Wochen zuvor stimmen Hansas Trainer zuversichtlich. „Die Basics haben gestimmt. Wenn wir die immer auf den Platz bringen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass wir auch punkten“, sagte er.

Am kommenden Sonnabend (14 Uhr) ist die Mannschaft beim KFC Uerdingen zu Gast. Da das Stadion des Gegners modernisiert wird, wird das Spiel in Düsseldorf ausgetragen.

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