13. März 2019 / 16:36 Uhr

Hansa Rostock: Hilßner und Cros drängen in die Startelf

Hansa Rostock: Hilßner und Cros drängen in die Startelf

Sönke Fröbe
Debütant Guillaume Cros
Guillaume Cro: Erst der zweite Einsatz des Winter-Zugangs. Hatte Probleme mit robusten Gegenspielern - Note 4. © foto: L. Bongarts
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Bisher spielten sie bei Trainer Jens Härtel keine tragende Rolle – beim 1:0-Erfolg in Münster nutzte das Duo seine Chance.

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Beim „dreckigen Sieg“ in Münster hat Jens Härtel neben den drei Punkten eine wertvolle Erkenntnis gewonnen: Hansas Kader bietet personelle Alternativen, die Druck auf die Stammkräfte machen. Mit Siegtorschütze Marcel Hilßner und Debütant Guillaume Cros meldeten zwei Spieler aus der zweiten Reihe Ansprüche auf einen Platz in der ersten Elf an. „Ich habe dem Trainer mit dem Tor auf jeden Fall was zum Nachdenken gegeben“, befand der bisherige Edelreservist Hilßner nach dem 1:0 im Preußenstadion, das er mit seinem Kontertor in der 87. Minute unter Dach und Fach brachte. Cros meinte mit Blick auf das nächste Spiel am Montag gegen Halle: „Ich hoffe, ich werde zu Hause wieder spielen.“

Darauf wollte Härtel sich am Dienstagabend, knapp eine Woche vor dem Heimspiel gegen den Tabellendritten, natürlich noch nicht festlegen. Aber immerhin gab es ein uneingeschränktes Lob für den Franzosen – was beim anspruchsvollen Hansa-Trainer nicht jede Woche vorkommt. „Guillaume hat ein ordentliches Spiel gemacht und viele Sachen richtig gemacht. Er wurde zum ersten Mal reingeworfen und hat nicht gewackelt, das war wichtig“, sagte Härtel. Cros profitierte vom Rieble-Ausfall (fünfte Gelbe Karte) und nutzte seine Chance. „Für mich ist es perfekt gelaufen: Wir haben gewonnen und kein Tor kassiert“, meinte der Linksverteidiger. Seine Hansa-Premiere war sein erster Drittliga-Einsatz seit Ende Dezember – damals noch für Ligakonkurrent Carl Zeiss Jena, der ihn im Januar auf nach Rostock transferierte.

Bilder aus der 3. Liga: Preußen Münster - Hansa Rostock

Die Fans von Hansa Rostock zündeten vor dem Anpfiff der Partie etwas Pyrotechnik. Zur Galerie
Die Fans von Hansa Rostock zündeten vor dem Anpfiff der Partie etwas Pyrotechnik. ©
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Dort brauchte er, auch verletzungsbedingt, einen langen Anlauf. Vor seiner Premiere in Münster hatte Cros es bis dahin nur ein Mal – beim 0:2 gegen Meppen – in den 18er-Kader geschafft, blieb aber ohne Einsatz: „Ich musste geduldig sein und wenn meine Zeit kommt, die Chance nutzen.“ Und das hat er in Münster getan. „Mit dem Spiel hat er gezeigt, dass seine Verpflichtung im Winter sinnvoll war. Zusammen mit Lukas Scherff hat er die linke Seite gut zugemacht und sich damit für weitere Einsätze empfohlen“, urteilte Härtel. Jetzt geht es für Cros darum, in den Rhythmus zu kommen, körperlich sei er trotz seiner fast dreimonatigen Wettkampfpause in guter Verfassung, meinte der Franzose: „Es war okay, nur die letzten fünf Minuten waren ein bisschen schwierig.“

Auch Hilßner hat seinen Trainingsrückstand aufgeholt und sich für weitere Einsätze empfohlen. Mit einer einzigen Aktion nach seiner Einwechslung in der 46. Minute bewies der 24-Jährige, dass mit ihm nach einer für ihn bislang weitgehend verkorksten Saison noch zu rechnen ist. „Es ist ein schönes Gefühl, der Mannschaft kurz vor Schluss helfen zu können – nachdem die letzten Wochen nicht so rosig für mich aussahen“, meinte Hilßner. Auf sein zweites Saisontor hatte er lange warten müssen. Zuletzt traf er am 22. Oktober gegen Zwickau (2:2). Es war sein erster Einsatz nach seinem Kreuzbandriss – danach lief der einstige Leistungsträger der Musik nur noch hinterher.

„Nach der Winterpause war es nicht ganz so einfach für mich, aber ich war immer da, habe gut trainiert. Jetzt hoffe ich, dass der Trainer in den nächsten Wochen weiter auf mich setzt und ich dann noch mehr Tore nachlegen kann. Welcher Spieler sitzt schon gerne auf der Bank?“ , sagte Hilßner, der gerüchteweise mit Zweitligist Paderborn in Verbindung gebracht wird.

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