10. August 2019 / 10:09 Uhr

Hansa Rostock hofft auf das nächste Fest im DFB-Pokal

Hansa Rostock hofft auf das nächste Fest im DFB-Pokal

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Bereit für das Highlight-Spiel gegen den Bundesligaabsteiger VfB Stuttgart: Hansa-Sportvorstand Martin Pieckenhagen, Sprecherin Marit Scholz und Cheftrainer Jens Härtel (v.l.) Presseraum des Ostseestadions, der bereits im DFB-Look dekoriert ist.
Bereit für das Highlight-Spiel gegen den Bundesligaabsteiger VfB Stuttgart: Hansa-Sportvorstand Martin Pieckenhagen, Sprecherin Marit Scholz und Cheftrainer Jens Härtel (v.l.) Presseraum des Ostseestadions, der bereits im DFB-Look dekoriert ist. © FOTO: Sönke Fröbe
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Nach dem enttäuschendem Start in die Liga wollen die Rostocker am Montag mit einem Sieg gegen „Lieblingsgegner“ VfB Stuttgart den Stimmungsumschwung schaffen. Das Ostseestadion ist mit 24 000 Fans ausverkauft.In vier Pokal-Duellen gegen die Schwaben hieß der Sieger bisher immer Hansa Rostock. 

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Im Ostseestadion ist alles hergerichtet für den Pokalabend am Montag. Die Werbung im Innenraum der Arena ist sorgfältig abgeklebt, auch im Presseraum dominiert bereits das DFB-Grün. Als die obligatorische Fragerunde vor dem Spiel mit Cheftrainer Jens Härtel und Sportvorstand Martin Pieckenhagen am Freitag beendet war, platzierte Pressesprecherin Marit Scholz auf dem Podium schon mal das Namensschild von Tim Walter. Dass der Trainer des VfB Stuttgart hier am Montagabend sein Statement zum Spiel abgeben wird, ist sicher. Noch offen ist dagegen naturgemäß der Ausgang des Duells zwischen dem Tabellendreizehnten der dritten und dem Siebten der zweiten Liga.

„Stuttgart ist ein gefühlter Erstligist“, sagt Hansa-Trainer Jens Härtel. Wohl auch, um die Erwartungen von vorn herein ein wenig zu dämpfen, die gerade gegen diesen Gegner im Pokal besonders groß sind. Rund 24 000 Zuschauer werden am Montagabend dabei sein, wenn der FC Hansa zum fünften Mal in seiner Pokal-Historie gegen die Stuttgarter antritt. Das Ostseestadion ist ausverkauft, nur für den Gästebereich sind noch wenige Restkarten verfügbar. Die Hansa-Fans hoffen auf ein ähnliches Fußballfest wie vor fast genau einem Jahr, als der Koggenklub die damals hoch gehandelten Schwaben mit 2:0 (Tore Mirnes Pepic und Cebio Soukou) auf die weite Heimreise schickte. Es war Hansas vierter Sieg im vierten Pokalduell der beiden Klubs.

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<b>27. August 2000, SC Paderborn – FCH 1:2:</b> Mit viel Mühe setzte sich die Kogge gegen die Paderborner durch. Nach Rückstand trafen Kreso Kovacec (rechts im Bild) und Peter Wibran für Hansa. Zudem kassierten die Rostocker zwei Gelb-Rote Karten (Marcus Lantz und Steffen Baumgart). Beim SCP spielte der heute FCH-Coach Pavel Dotchev mit. Zur Galerie
27. August 2000, SC Paderborn – FCH 1:2: Mit viel Mühe setzte sich die Kogge gegen die Paderborner durch. Nach Rückstand trafen Kreso Kovacec (rechts im Bild) und Peter Wibran für Hansa. Zudem kassierten die Rostocker zwei Gelb-Rote Karten (Marcus Lantz und Steffen Baumgart). Beim SCP spielte der heute FCH-Coach Pavel Dotchev mit. ©
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Obwohl der VfB diesmal nur als Zweitligist nach Rostock kommt, erwartet Härtel eine noch schwierige Aufgabe als im vergangenen Jahr. „Definitiv“, sagt der Hansa-Trainer: „Stuttgart ist gewarnt. Es sind viele Spieler dabei, die das hier erlebt haben und es mit Sicherheit nicht noch mal erleben wollen.“ Zudem seien die Stuttgarter als Zweitligist „jetzt im Rhythmus, den sie letztes Jahr als Erstligist nicht hatten. Damals war es ihr erstes Pflichtspiel, da ist es immer noch mal ein bisschen einfacher, einen Gegner zu überraschen.“

Ersetzen muss Härtel neben den länger verletzten Opoku, Engelhardt, Scherff und Wiese wohl auch Linksverteidiger Nico Rieble, der wegen einer Knöchelverletzung derzeit nicht trainieren kann. Nach dem schwachen Spiel dürfte dies nicht der einzige Wechsel im Team bleiben. „Es kann sein, dass wir auf der einen oder anderen Position etwas verändern“, sagt Härtel, ohne sich näher in die Karten schauen zu lassen. Seine Alternativen sind überschaubar. Nur 17 Feldspieler stehen dem Trainer zur Verfügung. Das würde nicht mal ausreichen, um gegen den VfB die Bank zu füllen. Anders als im Drittligabetrieb dürfen dort im Pokalwettbewerb sogar 20 Spieler Platz nehmen.

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Von den drei potenziellen Neuzugängen, sie sich in dieser Woche bei Hansa präsentiert haben, wird Montag keiner dabei sein. Stephan Andrist, Dylan George und Kevin Weidlich, der erst zwei Fitnesstests absolvierte, hätten einen „ordentlichen Eindruck“ (Härtel) gemacht. Ob sie sich für einen Vertrag empfehlen konnten, ließ Pieckenhagen nicht durchblicken: „Wir werden uns nächste Woche zusammensetzen und darüber beratschlagen, ob uns der eine oder andere helfen kann oder eben nicht.“

Stimmt ab: Wie endet das Pokalspiel zwischen Hansa Rostock und dem VfB Stuttgart?

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