07. Januar 2021 / 20:27 Uhr

Hansa Rostock II: Kniepen wieder weg – Rietentiet für Austragung der Hinrunde

Hansa Rostock II: Kniepen wieder weg – Rietentiet für Austragung der Hinrunde

Johannes Weber
Ostsee-Zeitung
Jannis-Finn Kniepen (r.) hier im Test gegen den FSV Bentwisch, kam nur auf einen Kurz-Einsatz in der Oberliga für Hansa Rostock II.
Jannis-Finn Kniepen (r.) hier im Test gegen den FSV Bentwisch, kam nur auf einen Kurz-Einsatz in der Oberliga für Hansa Rostock II. © Ulf Lange
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Nach einem halben Jahr hat Jannis-Finn Kniepen den FC Hansa Rostock II wieder verlassen. Derweil hat sich Coach Axel Rietentiet dafür ausgesprochen, nur eine Halbserie zu spielen, sollte die Saison fortgesetzt werden.

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Bei der zweiten Mannschaft des FC Hansa Rostock hat es einen Abgang gegeben. Jannis-Finn Kniepen hat das Oberliga-Team der Ostseestädter nach nur einem halben Jahr wieder verlassen. Den Mittelfeldspieler zog es zurück zum TuSpo Petershütte in die Landesliga Braunschweig (6. Liga). Kniepen, der es nur auf einen fünfminütigen Kurz-Einsatz für den FCH in der NOFV-Oberliga Nord gebracht hat, teilte Hansa-Coach Axel Rietentiet seine Entscheidung Ende des vergangenen Jahres mit.

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Kniepen gehörte mit zum Team, das sich während der laufenden Saison nach schwierigem Start steigerte. Nach dem verkorksten Auftakt mit den beiden Niederlagen gegen die TSG Neustrelitz (1:3) und den RSV Eintracht Stahnsdorf (2:4) prophezeite Rietentiet eine schwierige Spielzeit für seine Schützlinge. Die anschließende zweiwöchige Pause mit dem Testspiel beim Kreisoberligisten SV Niepars (14:0) kam der Drittliga-Reserve ganz recht. "In den zwei Wochen konnten wir uns sammeln und uns beim Test den Frust von der Seele schießen", erzählte Rietentiet.

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Finn Berk kommt aus den Niederlanden nach Greifswald. ©

Mit dem 0:0 gegen den Torgelower FC Greif landeten die Rostocker ihren ersten Punktgewinn und damit einen Wendepunkt ein. Der FC Hansa II kam in einen Lauf und holte vier Siege am Stück. Das letzte Spiel vor der Corona-Zwangspause verloren die Ostseestädter noch mit 0:3 gegen die Sp.Vg. Blau Weiß Berlin. "Wir haben zwischenzeitlich eine gute Serie hingelegt. Über das Spiel in Berlin habe ich mich noch lange geärgert, da wird dort mit einer Mannschaft hingefahren sind, die aufgrund zahlreicher Ausfälle nicht konkurrenzfähig war", bilanzierte Rietentiet. Er hätte seine Mannschaft, anstatt auf dem aktuellen Platz zehn, lieber auf einem einstelligen Tabellenplatz gesehen.

Ob die Rostocker ihre Platzierung in dieser Saison noch verbessern dürfen, ist derzeit ungewiss. Noch ist unklar, wie und ob die unterbrochene Spielzeit fortgesetzt wird. Sollte der Ball wieder rollen, dann wäre Rietentiet dafür, nur die Hinrunde auszuspielen. Für den FC Hansa II würden nach dem Vorschlag des Coaches noch acht Spiele ausstehen. "Sollten wir eine Hinrunde bis Ende Mai ausgetragen haben, könnten die besten Vier unter sich in Play-offs noch einen Staffelsieger ausspielen, um so einen Aufsteiger zu ermitteln. In Sachen Abstiegsregelung sieht es schwierig aus, allerdings muss es irgendwann auch wieder sportliche Absteiger geben", meint Rietentiet.

Der 51-Jährige ist sich bewusst, dass sein Team bei einer Fortsetzung der Saison noch einmal in den Abstiegsstrudel geraten könnte. Personell sieht Rietentiet seine Mannschaft aber gut aufgestellt.

Das liegt auch an der Rückkehr von Julian Hahnel. Der Angreifer war im Sommer 2020 aus Rostock zum Ligakonkurrenten Greifswalder FC gewechselt. Nach nur drei Monaten beendete Hahnel sein Engagement beim GFC. Er trainierte schon im Oktober wieder beim FC Hansa II mit und ist seit dem Jahreswechsel offiziell spielberechtigt.