07. Februar 2020 / 17:11 Uhr

Ex-Hanseat Jänicke: Im Viertelfinale bloß nicht die Bayern

Ex-Hanseat Jänicke: Im Viertelfinale bloß nicht die Bayern

Flemming Goldbecher
Ostsee-Zeitung
Für den FC Hansa absolvierte Tobias Jänicke wettbewerbsübergreifend 171 Spiele.
Für den FC Hansa absolvierte Tobias Jänicke wettbewerbsübergreifend 171 Spiele. © Frank Söllner
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Der Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals mit dem 1. FC Saarbrücken war für Tobias Jänicke einer der Höhepunkte seiner Karriere. Nun sieht der ehemalige Spieler von Hansa Rostock sogar ein Fünkchen Hoffnung auf eine weitere Pokalsensation.

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Der Sieg gegen den Karlsruher SC war für den früheren Hansa-Spieler Tobias Jänicke ein ganz besonderer. Durch das 5:3 im Elfmeterschießen gegen den Zweitligisten steht der gebürtige Neubrandenburger mit dem 1. FC Saarbrücken im Viertelfinale des DFB-Pokals. In der hart umkämpften Partie war auch nach der Verlängerung kein Tor gefallen.

Dass die Mannschaft aus der Regionalliga Südwest letztlich das Glück auf ihrer Seite hatte, begründet Jänicke auch mit dem unbedingten Siegeswillen des Teams. „Wir haben alles reingeworfen, was wir hatten. Aber wir hätten das Spiel auch gern früher entschieden.“

Glückwünsche aus der Heimat

Für den 30-Jährigen, der insgesamt 171 Spiele für den FC Hansa Rostock bestritten hat, war das Weiterkommen einer der Höhepunkte seiner fußballerischen Laufbahn. „Es hat schon etwas Geiles“, sagt Jänicke. „Solche Momente erlebt man nicht so oft.“

Auch diese Spieler sind mal für den FC Hansa Rostock aufgelaufen

Stürmer Malick Bolivard, auf Martinique geborener Franzose, brachte es von 2009 bis 2011 auf 13 Einsätze. Zur Galerie
Stürmer Malick Bolivard, auf Martinique geborener Franzose, brachte es von 2009 bis 2011 auf 13 Einsätze. ©
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Entsprechend begeistert seien auch die Reaktionen aus der mecklenburgischen Heimat ausgefallen. „Ich habe viele Glückwünsche von alten Weggefährten und Bekannten erhalten“, erzählt Jänicke, der bereits in der Jugend für den FC Hansa spielte und von dort den Sprung zu den Profis schaffte.

Beim 1. FC Saarbrücken zählt er zum Stammpersonal. Im Pokal gelang ihm in dieser Saison ein Treffer, in der Liga bisher drei, bei sieben Vorlagen. Im Spiel gegen den KSC wurde er nach 115 Minuten ausgewechselt. Mit seiner eigenen Leistung war er nicht ganz zufrieden: „Ich hätte gerne ein paar mehr Aktionen nach vorne gehabt.“

Ein Fünkchen Hoffnung

Gut möglich, dass er seinen Offensivdrang künftig ein wenig mehr ausleben kann. Denn mit Lukas Kwasniok steht seit Anfang des Jahres ein neuer Trainer an der Seitenlinie, der „viel frischen Wind und eine neue Fußballidee ins Team gebracht hat“, sagt Jänicke. „Das kommt meinem Stil mehr entgegen.“ Unter Kwasnioks Vorgänger Dirk Lottner, der 2014 für vier Spiele beim FC Hansa auf der Trainerbank saß, habe er eine defensivere Rolle einnehmen müssen.

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Für das Pokal-Viertelfinale am 3. und 4. März habe er nur einen Wunsch: „Bloß nicht die Bayern.“ Der deutsche Rekordmeister sei der einzige Gegner, gegen den man definitiv keine Chance hätte. „Für uns besteht in der nächsten Runde ohnehin nur ein Fünkchen Hoffnung“, glaubt Jänicke. „Aber ich will weiterkommen. Da wäre eine Mannschaft besser, die sich in der Krise befindet.“

Ziel Dritte Liga

Der Gegner der Saarbrücker wird am Sonntag in der ARD-Sportschau (18 Uhr) ausgelost. Neben den Bayern kommen noch Union Berlin, Bayer Leverkusen, Werder Bremen, Schalke 04, Fortuna Düsseldorf und Eintracht Frankfurt infrage.

Bei aller Träumerei von der nächsten Pokalsensation liegt das Hauptaugenmerk aber auf der Liga. Aktuell steht der 1. FC Saarbrücken mit 49 Punkten an der Tabellenspitze der Regionalliga Südwest. Auf Rang zwei lauert Elversberg (45). „Unsere Marschroute geht klar Richtung dritte Liga“, meint Jänicke. Ein Wiedersehen mit dem FC Hansa im Ostseestadion wäre dann sehr wahrscheinlich.

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