10. September 2019 / 17:04 Uhr

Hansa Rostock: Kapitän Riedel in der Warteschleife

Hansa Rostock: Kapitän Riedel in der Warteschleife

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Hansa-Kapitän Julian Riedel (r.) beim Training mit Athletik-Coach Björn Bornhold
Hansa-Kapitän Julian Riedel (r.) beim Training mit Athletik-Coach Björn Bornhold © foto: Lutz Bongarts
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Weiter Probleme mit dem Knie: Verteidiger Julian Riedel fehlt der Härtel-Elf auch am Sonntag im Auswärtsspiel gegen Tabellenführer Braunschweig

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Sein Comeback auf dem Rasen wird für Julian Riedel zur Geduldsprobe. Der verletzte Hansa-Kapitän fehlt seiner Mannschaft auch am Sonntag (14 Uhr) im Auswärtsspiel gegen Tabellenführer Eintracht Braunschweig. „Ich werde mir das Spiel im Fernsehen anschauen und die Zeit zum Trainieren und Regenerieren nutzen“, sagt der Verteidiger, der seit dreieinhalb Wochen durch eine Knieverletzung außer Gefecht gesetzt ist.

Zugezogen hat Riedel sich die Verletzung bei einem Pressschlag in der ersten Halbzeit des Heimspiels gegen Großaspach (0:1). „Ich habe es sogar leicht knacken gehört“, erzählt der Leverkusener. Weitergespielt hat er trotzdem, das Adrenalin im Blut unterdrückte den Schmerz. „Nach dem Spiel habe ich dann schnell gemerkt, dass da was nicht in Ordnung ist.“ Ein kleiner Innenbandanriss im rechten Knie macht dem Rostocker Kapitän das Fußballspielen seitdem unmöglich. „Am Anfang habe ich gedacht, dass das alles ein bisschen schneller geht“, sagt Riedel. Ging es aber nicht. Vor den Spielen habe er es „immer mal wieder probiert, aber das war eher kontraproduktiv“, räumt Riedel ein: „Sobald ich Druck auf das Knie bekomme, ist Feierabend. Jeder Schlag, jede Bewegung reizt das Knie wieder aufs Neue.“

Dies waren die offiziellen Hansa-Kapitäne seit Sommer 2000:

Peter Wibran: Der schwedische Publikumsliebling leitet seit 1. Januar 2016 die Nachwuchsakademie des schwedischen Zweitligisten Östers IF. Zur Galerie
Peter Wibran: Der schwedische Publikumsliebling leitet seit 1. Januar 2016 die Nachwuchsakademie des schwedischen Zweitligisten Östers IF. ©
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Deshalb trainiert Hansas dienstältester Profi (seit Juli 2017 im Verein) auch in dieser Woche individuell, es ist mittlerweile die vierte. „Bei so einer Verletzung ist es schwer zu prognostizieren, wie lange sie dauert. Es können zwei bis drei Wochen sein, aber auch vier oder sechs“, erklärt der 28-Jährige, dessen Genesung dank des behutsamen Einzeltrainings Fortschritte macht. „Es geht langsam voran. Ich hoffe, dass ich Ende der Woche wieder ein bisschen was mit dem Ball machen und nächste Woche wieder ins Mannschaftstraining einsteigen kann.“

Für das Spiel beim Tabellenführer in Braunschweig ist Riedel zuversichtlich: „In solchen Spielen kannst du mehr gewinnen als verlieren.“ Zumal sich Hansa in den beiden Partien gegen Münster (1:0) und Ingolstadt (2:2) stabilisiert hat und hinten zum ersten Mal die Null stand. „Das gibt natürlich Auftrieb. Wenn wir auch in Braunschweig was mitnehmen können, kann man sicher von einer Trendwende sprechen“, sagt der Verteidiger.

Eine Woche später steht das Heimspiel gegen Zwickau auf dem Programm – dann vielleicht wieder mit Julian Riedel, der bislang 75 Drittliga-Partien für Hansa absolviert hat und dabei immer in der Startelf stand. Dass das nach überstandener Verletzung wieder so sein wird – daran hat er keinen Zweifel. „Es freut mich wenn, die Jungs es gut machen, dafür haben wir einen konkurrenzfähigen Kader“, sagt der beidfüßige Verteidiger. „Aber ich habe den Anspruch, einen Platz in der Mannschaft zu bekommen, wenn ich wieder hundertprozentig fit bin. Und wenn das nicht der Fall ist, werde ich ihn mir wieder zurückerobern – darüber mache ich mir keine Sorgen.“

Bis dahin braucht der Hansa-Kapitän in der Warteschleife aber noch etwas Geduld.

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