04. Mai 2018 / 00:00 Uhr

Hansa: Kooperationen sollen ausgebaut werden

Hansa: Kooperationen sollen ausgebaut werden

Tommy Bastian
Ostsee-Zeitung
Vergleiche zwischen Nachwuchsleistungszentren – hier: Veit Stange (r.) vom FC Hansa gegen einen Spieler des VfL Wolfsburg – soll es in Zukunft häufiger schon im Kinderbereich geben.
Vergleiche zwischen Nachwuchsleistungszentren – hier: Veit Stange (r.) vom FC Hansa gegen einen Spieler des VfL Wolfsburg – soll es in Zukunft häufiger schon im Kinderbereich geben. © Foto: J. Weber
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Hansa Rostock plant eigene Spielrunde im Kinderbereich / Bei Funino sollen die Aktiven besser gefördert werden.

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Der FC Hansa Rostock will die Zusammenarbeit mit Vereinen in Mecklenburg-Vorpommern ausbauen – ganz besonders im sogenannten Grundlagen- und Aufbaubereich, also bei den jüngsten Kindern (ab etwa 4 Jahre) bis hin zu den D-Junioren (11 bis 13 Jahre). In den vergangenen Wochen hat Stefan Karow, der neue Leiter von Hansas Nachwuchsakademie, Kontakte zu vielen aktuellen und möglicherweise neuen Kooperationspartnern geknüpft. „Am Samstag vor dem letzten Saison-Heimspiel unserer Profis gegen den Halleschen FC laden wir zu einer Informationsveranstaltung mit anschließendem Besuch im Ostseestadion ein“, sagt der 43-Jährige. Karow und seine Mitstreiter wollen das Projekt Funino vorstellen.

Funino? Stefan Karow erklärt: „Wir wollen weg von den bisherigen Wettkampfspielformen im sechs gegen sechs oder sieben gegen sieben und den Kindern mehr Ballaktionen sowie eine bessere Förderung ermöglichen.“ Im Funino wird drei gegen drei auf einem verkleinerten Feld und auf vier Eishockeytore ohne Torwart gespielt. Mehrere Felder können nebeneinander aufgebaut werden und deshalb mehr Spieler zum Einsatz kommen. Wenn sich ausreichend Vereine finden, die sich an der Spielform beteiligen, dann könnten die Rostocker einige ihrer Kleinfeldteams womöglich aus dem Spielbetrieb des Kreisfußballverbandes Warnow zurückziehen. Darüber hinaus soll es Leistungsvergleiche mit Mannschaften aus anderen Nachwuchsleistungszentren geben, zum Beispiel in Berlin und Hamburg.

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„So können sich die Jungs mit starker Konkurrenz messen und wir arbeiten effektiver. Denn für ein Punktspiel, das zweimal 20 Minuten andauert, nach Stralsund oder so zu reisen, lohnt sich nicht wirklich. Die Funino-Turniere können einen ganzen Tag lang andauern, so dass sich die Anreise lohnt, auch wenn sie vielleicht weiter ist“, meint Stefan Karow.

Fest steht: Alle Kinder- und Jugendmannschaften bleiben beim FC Hansa. Eine Auslagerung von Teams wird es nicht geben. Die FCH-Trainer suchen sogar nach Verstärkung. Deshalb haben sie kurzfristig Talente-Tage einberufen, die am Montag und Dienstag jeweils ab 16 Uhr auf dem Kunstrasenplatz vor der ehemaligen Geschäftsstelle durchgeführt werden. 40 Kinder wurden angemeldet, damit sind beide Veranstaltungen ausgebucht.