05. August 2018 / 19:26 Uhr

Hansa Rostock: Kurz freuen, dann nachlegen

Hansa Rostock: Kurz freuen, dann nachlegen

Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Hansa-Rechtsverteidiger Vladimir Rankovic setzte im Spiel nach vorn Akzente und legte Cebio Soukou das 2:0 auf.
Hansa-Rechtsverteidiger Vladimir Rankovic setzte im Spiel nach vorn Akzente und legte Cebio Soukou das 2:0 auf. © LUTZ BONGARTS
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Nach dem starken Auftritt gegen Braunschweig richtet Hansa den Blick nach vorn: Am Mittwoch kommt Wehen Wiesbaden.

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Rostock. Als Cebio Soukou am Freitagabend nach dem Sieg gegen Braunschweig als einer der Letzten vom Innenraum des Ostseestadions in die Katakomben kam, hätte man auf seinem Gesicht nicht ablesen können, wie das wenige Minuten zuvor beendete Spiel ausgegangen war. „Darauf kann man auf jeden Fall aufbauen“, sagte Hansas Doppeltorschütze nüchtern und freute sich allenfalls nach innen über seine beiden Treffer und den verdienten 2:0 (2:0)-Erfolg gegen den Zweitliga-Absteiger.

Kurz genießen und freuen und dann gleich wieder auf die nächste Aufgabe fokussieren, war das Credo von Soukou und Co. nach dem ersten Saisonsieg, der 17.400 Zuschauer im Ostseestadion begeisterte. „Am Mittwoch geht es wieder gegen einen sehr starken Gegner weiter, da müssen wir eine ähnliche Leistung bringen“, sagte Stefan Wannenwetsch mit Blick auf das Heimspiel gegen Wehen Wiesbaden. Kapitän Julian Riedel fügte hinzu: „Ich hoffe, dass dann 20.000 Zuschauer kommen und wir gleich nachlegen können.“

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Ioannis Gelios: Zögerlich und ungenau im Spielaufbau. Gut gehalten gegen Morys (58.). Machtlos beim Gegentor. Note: 3,5 ©
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Gegen eine starke Braunschweiger Mannschaft zeigten die Rostocker eine Leistung, die ihnen nach dem 0:3-Fehlstart in Cottbus fünf Tage zuvor wohl kaum einer zugetraut hatte. „Bei allem Respekt vor Braunschweig, aber wir haben noch ein zwei Tore zu wenig geschossen“, meinte Riedel. Pavel Dotchev formulierte es noch etwas deutlicher. „Wenn wir 4:0 oder 5:1 gewonnen hätten, wäre das auch verdient gewesen“, urteilte der Trainer, der mit seinen beiden Umstellungen – Rückkehrer Kai Bülow und Nico Rieble kamen für Joshua Nadeau und Mirnes Pepic in die erste Elf – „alles richtig gemacht“ hat, wie er selbst konstatierte. „Ich wollte auch nicht zu viel verändern, aber es war notwendig und es ist heute alles gutgegangen.“

Nach druckvollem Beginn der Braunschweiger war es Soukou, der den Weg zum ersten Rostocker Sieg ebnete. In der 14. und 20. Minute profitierte der Neuzugang aus Aue von der guten Zuarbeit von Merveille Biankadi und Vladimir Rankovic. „Ich freue mich sehr für ,Cebi’, in Cottbus ist er gar nicht ins Spiel gekommen. „Dieses Mal hat er gezeigt, welche Qualität er hat. Er ist ein überragender Spieler“, sagte Dotchev.

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Hansa hat aus der Auftaktpleite die richtigen Schlüsse gezogen. „Wir wussten, an welchen Schrauben wir zu drehen hatten. Und wir wussten dass es gegen Braunschweig eklig wird, haben uns darauf eingestellt und einen verdienten Sieg eingefahren“, erklärte Soukou. Dotchev war hochzufrieden damit, wie sein Team den Matchplan umgesetzt hat. „Es hat keinen Ausfall gegeben. Die Jungs haben das hervorragend gemacht und kaum Chancen zugelassen“, stellte Dotchev zufrieden fest: „Wir haben gegen eine Spitzenmannschaft gespielt, umso mehr freue ich mich über den Sieg.“

Während Wannenwetsch Hansa in den Zweikämpfen „unmenschlich stark“, fand, entdeckte Biankadi noch ein Haar in der Suppe, das die Freude über den Sieg aber nicht trübte: „Wenn es etwas zu kritisieren gibt, dann dass wir den Sack nicht früher zugemacht haben.“ Doppeltorschütze Soukou räumte immerhin „ein Stück weit Erleichterung“ ein. Natürlich mit Pokerface.

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