17. Juni 2021 / 19:21 Uhr

Hansa Rostock: Mission Klassenerhalt läuft an

Hansa Rostock: Mission Klassenerhalt läuft an

Christian Lüsch/Sönke Fröbe
Ostsee-Zeitung
Hansa Rostock ist wieder im Training.
Hansa Rostock ist wieder im Training. © (c) Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
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Der neue Stürmer Streli Mamba kommt erst am Montag. Luca Horn wird nach Zwickau ausgeliehen.

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Kapitän Markus Kolke, Nico Neidhart und Pascal Breier waren am Donnerstag um 10.15 Uhr die ersten Spieler, die den Trainingsplatz betraten. Nach dreieinhalb Wochen Urlaub ist beim Zweitligaaufsteiger Hansa Rostock die Mission Klassenerhalt angelaufen. „Dass es nicht einfach wird, ist uns bewusst. Wir wollen uns festbeißen, festspielen und genügend Punkte holen. Wir wollen Vollgas geben und zeigen, dass es möglich ist, die Klasse zu halten“, gab Trainer Jens Härtel die Marschroute aus.

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Knapp 100 Zaungäste hatten sich eingefunden, um die erste Einheit der Rostocker in der gut fünfwöchigen Saisonvorbereitung zu verfolgen. Bei 26 Grad im Schatten ließ Härtel es, wohl auch mit Blick auf das sommerliche Wetter, langsam angehen. „Für alle Urlauber ist es gut. Für die Jungs, die trainieren müssen, ist es schwierig, wenn es so warm ist“, meinte der Trainer. „Aber die Jungs fangen nicht völlig bei null an.“

Insgesamt 21 Spieler, davon drei Torhüter, drehten zunächst Laufrunden, machten dann Pass-, Schuss- und Kopfballübungen. Mit dabei: zwei der bisher drei externen Neuzugänge – Hanno Behrens (1. FC Nürnberg) und Thomas Meißner (Puskas AFC), dazu kommt Theo Martens aus dem eigenen Nachwuchs. Stürmer Streli Mamba (Kairat Almaty), der gestern 27 Jahre alt wurde, fehlte noch. „Die Entscheidung ist relativ kurzfristig gefallen. Er muss in Kasachstan noch einige Dinge klären und umziehen. Dort ist noch voller Spielbetrieb, er stößt am Montag zur Mannschaft“, erklärte Martin Pieckenhagen.

In Bildern: Der Trainingsauftakt des FC Hansa Rostock am Donnerstagvormittag

Ein Schluck aus der Pulle wurde bei Temperaturen an die 30 Grad gebraucht: Hier hat Jan Löhmannsröben Durst. Zur Galerie
Ein Schluck aus der Pulle wurde bei Temperaturen an die 30 Grad gebraucht: Hier hat Jan Löhmannsröben Durst. ©

Hansas Sportvorstand hat noch einiges zu tun, um einen wettbewerbsfähigen Kader für die am 23. Juli startende 2. Liga auf die Beine zu stellen. Insgesamt sechs bis neun neue Spieler will der ehemalige Torwart an die Küste holen. Mit Luca Horn verkündete Hansa gestern Abgang Nummer acht, weitere werden wohl noch folgen. Der vor einem Dreivierteljahr von Wolfsburg II verpflichtete Außenbahnspieler wird für ein Jahr an Drittligist FSV Zwickau verliehen. Eine ähnliche Lösung soll mit Aaron Herzog gefunden werden. Der Vertrag des 23-jährigen Offensivspielers endet am 30. Juni. Er solle aber weiter gebunden und dann verliehen werden, teilte Pieckenhagen mit.

Dass der Kader den Ansprüchen noch nicht genügt, weiß keiner besser als Jens Härtel. „Nik Omladic, John Verhoek, Björn Rother und Julian Riedel haben alle schon 2. Liga gespielt. Erfahrung ist ein wichtiger Punkt – und eine gewisse Dynamik, um unser Spiel variabler anzulegen als vergangene Saison. Da sind wir auf der Suche“, sagte der Coach, der beim Auftakt noch auf Maurice Litka verzichten musste. Der Flügelspieler befindet sich nach seinem Kreuzbandriss im Aufbautraining.

Auch Klubchef Robert Marien verfolgte den Trainingsaufgalopp. Er hat die Hoffnung, dass die Saison mit vielen Zuschauern im Ostseestadion starten kann. Aktuell hat Hansa 10 000 „normale“ und 1500 VIP-Dauerkarten verkauft. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir eine zweite Phase des Verkaufs von Dauerkarten beginnen können.“ Dazu sei er in Gesprächen. „Die Fans werden eine große Rolle spielen. Ohne Fans keine Euphorie.“

Nach 75 schweißtreibenden Minuten beendete Härtel die erste Einheit der neuen Saison. Für die Spieler ging es nach einem gemeinsamen Mittagessen um 13 Uhr weiter zu einem PR-Termin beim neuen Hauptsponsor Apex Group in Laage. Am Nachmittag bat der Cheftrainer seine ausgeruhten Profis zur zweiten Einheit.

Ab dem 5. Juli absolviert Hansa in der Nähe von Berlin ein sechstägiges Trainingslager. „Danach haben wir noch zwei knappe Wochen Vorbereitung. Wir suchen noch einen guten Gegner für unser Abschlussspiel der Vorbereitung.“ Bisher sind fünf Partien gegen unterklassige Teams vereinbart. Erster Gegner ist am 23. Juni der MSV Pampow.