13. August 2018 / 17:34 Uhr

Hansa nach Niederlage in Unterhaching: „Kann Team keinen Vorwurf machen"

Hansa nach Niederlage in Unterhaching: „Kann Team keinen Vorwurf machen"

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Richtete nach Abpfiff aufbauende Wort ans Team: Hansa-Trainer Pavel Dotchev.
Richtete nach Abpfiff aufbauende Wort ans Team: Hansa-Trainer Pavel Dotchev. © LUTZ BONGARTS
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Die Rostocker bestimmen das Spiel und verlieren. Scherffs Fehler begünstigt die Auswärtsniederlage. Der Trainer spendet den Profis Trost und macht Mut.

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Unterhaching. Pavel Dotchev ließ die Fernsehteams am Sonnabend länger als gewöhnlich warten. Nach der 1:2 (0:1)-Niederlage gegen die Spielvereinigung Unterhaching ging der Trainer des FC Hansa Rostock zunächst von Spieler zu Spieler, klopfte jedem auf die Schulter, sprach aufmunternde Worte. „In solchen Momenten bin ich als Psychologe gefragt“, sagte der 52-Jährige, der sich in die Gefühlswelt seiner Schützlinge hineinversetzte.

Es tut weh, wenn die engagiertere Mannschaft, die mit den besseren Torchancen, die fittere mit dem größeren Kämpferherz als Verlierer vom Platz geht. „Die Mannschaft hat ein gutes Spiel gemacht. Der Wille war da. Die Jungs wollten unbedingt was mitnehmen. Ich kann ihnen keinen Vorwurf machen“, meinte Pavel Dotchev.

Einen Vorwurf musste er dann aber doch loswerden: „Unterhaching hat gewonnen, weil sie sehr effizient waren. Die haben zwei Chancen und machen zwei Tore“, sagte der Deutsch-Bulgare und konstatierte Naivität. Bevor die Gastgeber trafen, hatte Hansas Linksverteidiger Lukas Scherff unglücklich agiert. Beim Führungstreffer der Bayern konzentrierte er sich auf die Flugbahn des Balles, und verlor dabei Gegenspieler Stephan Hain aus den Augen, der per Kopfball traf (30. Minute). „Da muss er aufmerksamer sein“, forderte Dotchev, dessen Team zuvor die Kontrolle über das Spiel abgegeben hatte und bis zur Pause nicht zurückgewinnen konnte.

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Der FCH-Trainer reagierte, brachte Marco Königs – und der erweckte neuen Kampfgeist. Dass es zunächst nicht zum Ausgleich kam, lag an Hachings Torhüter Königshofer, der Königs Schuss abwehrte (55.). Auch bei Breiers wuchtigem Kopfball war er zur Stelle (65.) – der Ausgleich wäre längst verdient gewesen. Während Hansa weiter erfolglos anrannte, schlug die Spielvereinigung eiskalt zu: Marseiler schüttelte Scherff ab und hämmerte die Kugel aus knapp 20 Metern zum 2:0 ins Tor (74.).

Die Rostocker kämpften verbissen: Königs Schuss ging an den Innenpfosten, ehe Königshofer den Ball von der Linie kratzte und einem Mitspieler an die Hand warf – der Elfmeterpfiff blieb aus.

Erst in der 87. Minute verkürzte der eingewechselte Del Angelo Williams mit einem wuchtigen Schuss von der Strafraumgrenze. Die Freude des 25-Jährigen über sein Hansa-Debüt und seinen ersten Treffer hielt sich in Grenzen. Nach der 800 Kilometer langen Anreise und den vielen Gelegenheiten leer ausgegangen zu sein, ärgerte ihn. „Alles umsonst“, meinte der Torschütze.

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Dotchev haderte. Darüber, dass der Anschlusstreffer zu spät gefallen sei und der Schiedsrichter das Spiel und Hansas wildes Anrennen zu früh abgepfiffen hatte. Dann begann er mit der psychologischen Aufbauarbeit: „Wir sind auf einem sehr guten Weg. Ich möchte keinen sehen, der jetzt den Kopf hängen lässt. An den Dingen, die noch fehlen, werden wir arbeiten.“

Nach der Englischen Woche gönnt der Coach seinem Team zwei freie Tage. Am Dienstag beginnt die Vorbereitung auf den Pokalhit am Sonnabend gegen den VfB Stuttgart. Die Vorfreude auf das Duell mit dem Bundesligisten ist riesig. „Das wird ein Kracher. Das muss man genießen“, sagt Kapitän Julian Riedel.

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