14. April 2019 / 20:22 Uhr

Hansa Rostock: Nun heißt das Ziel Wiedergutmachung

Hansa Rostock: Nun heißt das Ziel Wiedergutmachung

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Erste Auswertung auf dem Platz: Hansa-Trainer Jens Härtel war mit dem Auftritt seiner Mannschaft unzufrieden.
Erste Auswertung auf dem Platz: Hansa-Trainer Jens Härtel war mit dem Auftritt seiner Mannschaft unzufrieden. © LUTZ BONGARTS
Anzeige

Die Serie von Hansa Rostock ist gerissen. Nach sieben ungeschlagenen Spielen in Folge enttäuschen die Rostocker gegen den Tabellenvorletzten auf ganzer Linie. 

Anzeige
Anzeige

Rostock. Die erste Standpauke gab es für die Hansa-Profis gleich auf dem Spielfeld. Jens Härtel versammelte seine Truppe nach dem Schlusspfiff auf dem Rasen des Ostseestadions. Der Coach war nach dem 1:2 (1:1) gegen den Abstiegskandidaten FC Carl Zeiss Jena restlos bedient. Die Spieler hörten sich die Kritik mit gesenkten Köpfen an

Hansa-Coach Härtel: Schlechteste zweite Halbzeit, seit ich hier bin

„Es war die schlechteste zweite Halbzeit, die wir gespielt haben, seitdem ich hier bin. Wir haben vermissen lassen, was in dieser Liga wichtig ist“, machte der Hansa-Trainer seinem Unmut auf der Pressekonferenz Luft.

Hansa Rostock: Die Einzelkritik vom 33. Spieltag

<b>Tor: Ioannis Gelios:</b> Parierte in erster Hälfte mehrmals gut, konnte gegen Pourie nur auf Kosten einer gelben Karte klären (57.) - Note: 2. Zur Galerie
Tor: Ioannis Gelios: Parierte in erster Hälfte mehrmals gut, konnte gegen Pourie nur auf Kosten einer gelben Karte klären (57.) - Note: 2. ©
Anzeige
LESENSWERT

Äußerlich wirkte Härtel gefasst. Doch im Inneren des 49-Jährigen dürfte es gebrodelt haben. Mit der zweiten Heimpleite unter seiner Regie endete nicht nur eine Serie von sieben Partien ohne Nieder­lage. Hansa verspielte (wohl) die letzte Chance, Rang vier und damit die ­direkte Qualifikation für den DFB-Pokal der kommenden Saison zu schaffen. Somit müssen sich die Rostocker einmal mehr über den Landespokal für den lukrativen Cupwettbewerb qualifizieren.

Hansa Rostock nur im ersten Abschnitt spielbestimmend

Am Mittwoch gastieren die Rostocker im Halbfinale in einer Neuauflage des Vorjahresfinales beim Verbandsligisten FC Mecklenburg Schwerin (19 Uhr). Im Erfolgsfall wartet am 25. Mai in Neustrelitz im Endspiel Oberligist Torgelower FC Greif auf den Drittligisten. „Wir wollen auch dieses Jahr den Landespokal gewinnen", sagt Pascal ­Breier. Und noch ein Ziel dürften sich die Hanseaten auf die Fahnen schreiben: Wiedergutmachung. Hansa blieb gegen den Tabellenvorletzten Jena vieles schuldig. Und so zog der Großteil der 16 087 Zuschauer am Sonnabend nach Spielschluss frustriert von dannen. „Das war einfach viel zu wenig“, räumte Breier ein.

Mehr zum FC Hansa Rostock

Der Stürmer war nur drei Minuten nach dem frühen Rückstand durch Maximilian Wolfram (6.) zur Stelle und traf mit einem Flachschuss zum 1:1. Doch freuen konnte sich der 27-Jährige über seinen siebten Saisontreffer nicht. „Wenn man so gegen ein Kellerkind verliert, ärgert man sich mehr über die Niederlage“, meinte der Schütze.

Hansa war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft und setzte die Thüringer unter Druck. Merveille Biankadi scheiterte mit einem Schlenzer an Gäste-Torhüter Jo Coppens (16.). Tanju Öztürk (35.) bekam den Ball aus Nahdistanz nicht unter Kontrolle.

Die übrigen Bemühungen verliefen im Sand. Die Hanseaten probierten es mit Hacke, Spitze, eins, zwei, drei – und ließen die letzte Konsequenz vermissen. Härtel ärgerte sich zu recht über die „Schlampigkeit in den letzten Aktionen“.

Große Kulisse gegen 1. FC Kaiserslautern erwartet

Doch es wurde noch schlimmer. Nach der Pause war bei den Mecklenburgern von konstruktivem Spielaufbau nichts mehr zu sehen. Blindlings rannten sie ins Verderben. Die letzte Chance auf einen Dreier vergab Lukas Scherff (71.). Fünf Minuten später schlugen die Gäste zum zweiten Mal zu. Ausgerechnet der frühere Hansa-Profi Manfred Starke schloss einen Konter eiskalt zum 2:1 ab. „Da waren wir zu naiv. Wir haben die Absicherung vergessen und sind immer wieder in Konter gelaufen“, meinte Pascal Breier treffend.

In der Stunde der Enttäuschung schaute der Stürmer nach vorn. Breier freut sich auf die Partie am Sonntag beim 1. FC Kaiserslautern. Rund 30 000 Zuschauer werden zum Duell der ehemaligen Bundesligisten auf dem Betzenberg erwartet. „Das wird eine richtig gute Atmosphäre“, meint Breier. „Das Wichtigste ist, dass die Leistung stimmt.“ Falls ja, könnte es der Auftakt einer neuen Erfolgsserie werden.

Hansa: Gelios – Hüsing, Bischoff, Riedel – Ahlschwede, T. Öztürk, M. Pepic, Cros (46. Scherff, 79. Wannenwetsch) – Soukou, Breier (63. Hilßner), Biankadi.
Jena: Coppens – Schau, Grösch, Volkmer, Gerlach, Fl. Brügmann – Starke (88. Eismann), Kübler, Eckardt – Wolfram (90.+1 Fassnacht), P. Tietz (61. Fe. Brügmann).
Tore: 0:1 Wolfram (6.), 1:1 Breier (10.), 1:2 Starke (77.).
Schiedsrichter: Brütting (Effeltrich).
Zuschauer: 16 087.

Jetzt abstimmen: Welche Noten würdet Ihr den Hansa-Profis nach dem Heimspiel gegen Jena geben?

Mehr anzeigen

ANZEIGE: Hoodie und T-Shirt mit deinem Vereinsnamen! Der Deal of the week im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN
Anzeige
Sport aus Mecklenburg Vorpommern
Sport aus aller Welt