23. März 2020 / 17:27 Uhr

Hansa Rostock spricht mit Profis über Kurzarbeitergeld

Hansa Rostock spricht mit Profis über Kurzarbeitergeld

Christian Lüsch
Ostsee-Zeitung
Robert Marien, Klubchef des FC Hansa Rostock
Robert Marien, Klubchef des FC Hansa Rostock © Lutz Bongarts
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Der Drittliga-Klub wird in den kommenden Tagen mit jedem Spieler einzeln verhandeln und im Anschluss Kurzarbeitergeld beim Arbeitsamt beantragen, teilte Klubchef Robert Marien mit. Eine rasche Rückkehr zum Alltag erwartet er nicht.

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Hansa-Klubchef Robert Marien erwartet die Drittliga-Profis des Vereins in den kommenden Tagen zurück im Rostocker Ostseestadion. Allerdings nicht zur Wiederaufnahme des Trainings, sondern um Einzelgespräche zu führen.

„Es geht um die Vereinbarungen zur Kurzarbeit, die wir mit jedem einzelnen Spieker individuell absprechen möchten“, erklärte der Vorstandsvorsitzende. Wie diese Vereinbarungen konkret ausgestaltet werden sollen, wollte Marien mit Verweis auf den Datenschutz nicht näher erläutern.

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Die Rostocker Klubführung hatte Profis und Betreuerteam am Dienstag vergangener Woche in den Urlaub geschickt. Marien rechnet „frühestens Mitte April“ mit einer Rückkehr in den Trainingsbetrieb. Stattdessen müsse er nun die Anträge auf Kurzarbeitergeld für die Profis beim Arbeitsamt einreichen.

Für einen Großteil der Mitarbeiter der Geschäftsstelle war dies bereits zu Beginn der vergangenen Woche geschehen.

So lange haben die Hansa-Spieler noch Vertrag:

<b>Tor - Markus Kolke:</b> Hat noch Vertrag bis zum <b>30. Juni 2022.</b> Zur Galerie
Tor - Markus Kolke: Hat noch Vertrag bis zum 30. Juni 2022. ©

Die jüngsten Aussagen einiger Virologen zur möglichen Dauer der Pause im Spielbetrieb der deutschen Ligen wollte Marien nicht kommentieren. „Das alles sind reine Spekulationen, die keine Klarheit bringen und uns deshalb nicht weiterhelfen“, meinte er. „Allerdings wundere ich mich, wofür sich einige Experten momentan Zeit nehmen“, fügte er hinzu.

Der Berliner Virologe Christian Drosten hatte am Wochenende erklärt, er glaube „überhaupt nicht daran, dass wir in irgendeiner absehbaren Zeit wieder Fußballstadien voll machen. Das ist überflüssig.“ Und weiter: „Das wird es bis nächstes Jahr um diese Zeit nicht geben. Auf Dinge, die schön sind, aber nicht systemrelevant, wird man lange verzichten.“

Zuvor hatte auch der Virologe Alexander Kekulé den Sportfans wenig Hoffnung auf einen Sommer mit Olympischen Spielen oder Fußballspielen vor vollen Rängen gemacht. „Ich halte das für ausgeschlossen“, sagte der Hallenser.

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