02. April 2022 / 14:11 Uhr

Hansa Rostock gegen St. Pauli: Wie sich die Polizei auf das Hochrisikospiel vorbereitet

Hansa Rostock gegen St. Pauli: Wie sich die Polizei auf das Hochrisikospiel vorbereitet

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Rund um das Duell zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli ist die Polizei im Dauereinsatz - auch in der Stadt (rechts).
Rund um das Duell zwischen Hansa Rostock und dem FC St. Pauli ist die Polizei im Dauereinsatz - auch in der Stadt (rechts). © IMAGO/Philipp Szyza/BildFunkMV (Montage)
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Es ist eines der brisantesten Spiele der Saison: Hansa Rostock gegen den FC St. Pauli. Weil die Fans sich nicht mögen, gibt es regelmäßig Ausschreitungen. Die Polizei ist alarmiert und hat Vorkehrungen getroffen.

In Rostock herrscht vor dem Spiel des FC Hansa gegen den Spitzenreiter der 2. Bundesliga Höchstspannung. Sportlich ist das Duell gegen den FC St. Pauli äußerst reizvoll. Wenn die Hamburger kommen, sind aber auch Polizei und Sicherheitskräfte alarmiert. Beim Hochrisikospiel am Samstagabend (20.30 Uhr/Sky und Sport1) sind aus verschiedenen Bundesländern mehrere Hundertschaften an Beamten im Einsatz. Bei früheren Begegnungen hatte es wiederholt Ausschreitungen gegeben.

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Die Mannschaften kommen miteinander klar, die Fans nicht. Man pflegt eine unproduktive Feindschaft, die gar schon vererbt wird. "Wir erwarten ganz deutlich, dass die Auseinandersetzung gesucht wird", warnt der Rostocker Polizeichef Achim Segebarth. Die Ansetzung im Dunkel des Abends statt zur üblichen Mittagszeit hat bei den Verantwortlichen ohnehin Kopfschütteln hervorgerufen. Hundertschaften an Polizei, Wasserwerfer, Straßensperrungen, Hundestaffeln, Pufferzonen - der Einsatz von Mensch und Material zwecks Sicherheit der friedlichen Beobachter ist enorm. Die Kosten für den Steuerzahler sind beträchtlich.

Und aus sportlicher Sicht? Beide Mannschaften gehen mit viel Selbstvertrauen in die Partie: Die Hamburger sind seit vier Partien ungeschlagen und haben drei dieser Spiele gewonnen. Hansa Rostock hat die jüngsten drei Spiele für sich entschieden. St.-Pauli-Trainer Timo Schultz erwartet "einen heißen Tanz". Das Ostseestadion ist mit knapp 25.000 Zuschauern ausverkauft. Zwar bietet die Arena 29.000 Plätze, zwischen den gegnerischen Fanblöcken werden aber sogenannte Pufferzonen eingerichtet. Der FC St. Pauli möchte mit einem Sieg einen weiteren Schritt in Richtung Bundesliga-Aufstieg machen.

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Während die Hamburger um den Aufstieg kämpfen, wollen die Rostocker dem Klassenverbleib einen Schritt näher kommen. Sie sind derzeit ebenfalls in guter Form. "Wir brauchen noch ein paar Zähler. Das ist unsere Motivation", sagte Trainer Jens Härtel. Sein Gegenüber Schultz hat bei aller sportlichen Rivalität einen Wunsch: "Ich hoffe, dass alles drumherum friedlich bleibt."