24. März 2019 / 18:00 Uhr

Hansa Rostock zeigt in Karlsruhe zwei Gesichter

Hansa Rostock zeigt in Karlsruhe zwei Gesichter

Kai Rehberg
Ostsee-Zeitung
Mirnes Pepic (Hansa) im Duell mit dem Karlsruher Marco Thiede (r.)
Mirnes Pepic (Hansa) im Duell mit dem Karlsruher Marco Thiede (r.) © Lutz Bongarts
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Mit einem 1:1 beim Tabellenzweiten Karlsruher SC zog sich die dezimierte Mannschaft von Hansa Rostock (sieben Ausfälle) am Sonnabend achtbar aus der Affäre. Die Rostocker sind nun seit fünf Spielen ungeschlagen. Bei den Badenern zeigten die Gäste eine schwache erste und deutlich bessere zweite Hälfte. 

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Mit einem 1:1 (0:1) beim Tabellenzweiten Karlsruher SC zog sich die dezimierte Hansa-Mannschaft (sieben Ausfälle) am Sonnabend achtbar aus der Affäre. Die Rostocker sind nun seit fünf Spielen ungeschlagen. In der Tabelle geht für sie nach oben wie unten ernsthaft nichts mehr. Die Partie mit einer schwachen ersten und deutlich besseren zweiten Hälfte lieferte eine Reihe von Erkenntnissen – erwartbaren wie überraschenden.

Befürchtete Klatsche für „Verlegenheitself“ blieb aus

Die hanseaten zeigten zwei Gesichter. Mit dem 0:1 zur Pause waren sie noch gut bedient. „Wir sind von einer Verlegenheit in die andere geraten“, musste Cheftrainer Jens Härtel feststellen. Kapitän Oliver Hüsing meinte: „Das war wirklich gar nichts. Wir waren nicht griffig, haben viele leichte Fehler gemacht.“ Erst mehrere taktische Umstellung in der Pause (u.a. Umstellung von Vierer- auf Dreier-Abwehrkette mit Bischoff statt Rieble in der Mitte, Biankadi für Hilßner in die Spitze) brachte den Gästen Sicherheit. „Mit einer anderen Mentalität plus den Umstellungen war es richtig gut“, fand Hüsing. „Der Ausgleich war hochverdient. Wir waren dem 2:1 näher als Karlsruhe.“

Hansa Rostock: Die Einzelkritik vom 30. Spieltag

<b>Tor: Ioannis Gelios:</b> Parierte in erster Hälfte mehrmals gut, konnte gegen Pourie nur auf Kosten einer gelben Karte klären (57.) - Note: 2. Zur Galerie
Tor: Ioannis Gelios: Parierte in erster Hälfte mehrmals gut, konnte gegen Pourie nur auf Kosten einer gelben Karte klären (57.) - Note: 2. ©
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Erneut Rückstand wettgemacht

Zum siebten Mal in dieser Saison hat Hansa einen Rückstand aufgeholt - zuletzt fünf Tage zuvor gegen Halle (1:1). „Das ist in dieser Liga sehr schwer, dafür kann man der Mannschaft nur ein Lob aussprechen“, sagte Oliver Hüsing. Abwehrkollege Maximilian Ahlschwede konkretisierte: „Die Mentalität stimmt. Es zeigt, dass wir uns reinhauen, dass wir bis zum Schluss alles geben.“ Aber man müsse den nächsten Schritt machen, cleverer und abgezockter werden. „Wir wollen nicht größenwahnsinnig werden. Aber dass man beim Tabellenzweiten gewinnen kann, haben die letzten Ergebnisse bewiesen.“ Eine Woche zuvor hatte der KSC daheim gegen Schlusslicht Aalen 0:3 verloren.

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Hilßner in der Spitze wirkungslos

(Stürmer-)Not macht erfinderisch. Doch das Experiment, Flügelflitzer Marcel Hilßner in die vorderste Reihe zu stellen, ging schief. „Es hat hat nicht so funktioniert wie die Idee, die dahinterstand. Wir sind nicht in die Räume im Zentrum und in Ballbesitz gekommen, wie wir es wollten“, gestrand Härtel, der Hilßner zur Pause erlöste. Im nächsten Spiel gegen Zwickau sind Cebio Soukou und Pascal Breier wohl wieder dabei.

Bischoff springt in die Bresche

Mit Amaury Bischoff in der Dreierkette griff Trainer Härtel nach der Pause auf ein Modell zurück, das er bereits nach der Winterpause ausprobierte. Der Routinier war dafür ein guter Griff. Stefan Wannenwetsch meinte sogar: „Amaury hat ein Riesenspiel gemacht.“ Mit seiner scharf getretenen Ecke auf „Verlängerer“ Tanju Öztürk bereitete Bischoff den Ausgleich durch Lukas Scherff vor. „Die Variante war einstudiert., da musste ich nur noch den Kopf hinhalten. Ich war erstaunt, dass ich so frei an den Ball gekommen bin“, verriet Scherff nach seinem dritten Saisontreffer.

Standards bleiben Baustelle

Wie schon gegen Halle kassierte Hansa erneut ein Standard-Gegentor. „Das war in allen Spielen so, die wir nicht gewonnen haben. Wir arbeiten Woche für Woche daran, stellen auch immer mal was um. Aber bis jetzt hat es noch nicht gefruchtet“, meinte Härtel. Diesmal hatte der Coach extra noch vor den kopfballstarken KSC-Abwehrrecken Pisot und Gordon gewarnt. Aber die Zuordnung (Rieble) stimmte nicht. Was ihn aber positiv stimmte: „Freut uns natürlich, dass wir diesmal zurückschlagen konnten - mit einem Standard.“

Jetzt abstimmen: Welche Noten würdet Ihr den Hansa-Profis nach dem 1:1 in Karlsruhe geben?

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