27. Dezember 2018 / 17:03 Uhr

Hansa Schwanewede verpasst eigenen Turniersieg knapp

Hansa Schwanewede verpasst eigenen Turniersieg knapp

Karsten Hollmann
Weser-Kurier
Christian Kosak
Früherer Schwaneweder gegen aktuellen: In dieser Szene kommt Hansa-Akteur Alexander Zippel (rechts) gegen Blumenthals Paul Barton einen Tick zu spät. Doch am Ende kassierte der frühere FC-Kicker mit den Nordbremern eine hohe Schlappe gegen die Gastgeber. © Christian Kosak
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Im Finale muss sich der Osterholzer Kreisligist dem Bremerhavener Kreisligisten ESC Geestemünde III mit 4:5 geschlagen geben

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Am Ende sind es doch nur sechs Mannschaften gewesen. Nachdem der noch kurzfristig eingeladene SV Grohn dem FC Hansa Schwanewede rechtzeitig abgesagt hatte, musste der TSV Fischerhude-Quelkhorn erst wenige Stunden vor dem Beginn des Hallen-Fußballturniers in der Schwaneweder Halle an der Heideschule gestrichen werden.

„Ich habe um 10.30 Uhr eine Nachricht mit der Information erhalten, dass bei Fischerhude fünf Spieler mit einer Grippe ausfallen“, teilte Schwanewedes Spartenleiter und Turnier-Organisator Sascha Petri mit. Dieser musste seinen Spielplan deshalb noch einmal komplett neu erstellen. „Darüber war ich natürlich hoch erfreut“, nahm es Petri mit Galgenhumor. Turniersieger wurde etwas überraschend ein Neuling. Der Bremerhavener Kreisligist ESC Geestemünde III besiegte in einem dramatischen Finale das erste Team des Gastgebers.

Dabei sahen die Schützlinge von Trainer Andreas Dirks nach Toren von Daniel Gaese, Nick Stellmann und Felix Hoppe bereits wie der sichere Sieger aus. Doch nachdem die Bremerhavener das 1:3 markiert hatten, kassierte Felix Hoppe zwei Minuten vor dem Spielende eine Zeitstrafe wegen Meckerns von Referee Volker Scheper (TuSG Ritterhude). Die Überzahl nutzte Ugur-Cem Altin noch zu zwei späten Toren zum 3:3-Ausgleich. Im Siebenmeterschießen behielt der Klassenprimus der Kreisliga Bremerhaven dann mit 5:4 die Oberhand über die Hausherren.

Ugur-Cem Altin ergatterte am Ende auch mit sieben Treffern die Torjägerkanone des Weihnachtsturniers. Den zweiten Platz teilten sich hier Schwanewedes Daniel Gaese und Nick Stellmann mit jeweils fünf Toren. Zum besten Torwart wählten die Mannschaften Jannis Zinke vom SV Aschwarden. Dieser vereinte immerhin drei der sechs abgegebenen Stimmen auf sich. Drei andere Schlussleute erhielten nur eine einzige Stimme. Auch die Torsteher der beiden Schwaneweder Mannschaften, Yannik Sachau und Julian Grön, mussten sich Zinke beugen.

Die insgesamt sechs Formationen ermittelten zunächst im Modus jeder gegen jeden vier Halbfinalisten. Der FC Hansa Schwanewede trennte sich in seinem Eröffnungsspiel mit einem torlosen Unentschieden von seinem härtesten Konkurrenten im Kampf um den Titelgewinn in der Kreisliga Osterholz, SV Aschwarden. Es folgten ein 5:1-Sieg über die TuSG Ritterhude II sowie 2:1-Erfolge über das zweite Team des Vereins sowie über den ESC Geestemünde III. Zum Abschluss fegten die Schwaneweder den Blumenthaler SV II mit 8:0 aus der Halle. Auch der frühere Schwaneweder Paul Barton vermochte die deutliche Schlappe der Nordbremer nicht zu verhindern. „Die Blumenthaler waren zu diesem Zeitpunkt aber auch bereits so gut wie ausgeschieden“, gab Sascha Petri zu bedenken.

Als Erster der Vorrunde traf der Tabellenführer der Kreisliga Osterholz auf den Vierten, FC Hansa Schwanewede II. Hier behauptete sich der von Torsten Nater betreute Vorjahressieger mit 3:0. Im anderen Halbfinale zog der SV Aschwarden nach einer 1:0-Führung noch mit 1:2 den Kürzeren gegen den ESC Geestemünde III. Neben Volker Scheper trat auch noch Michael Müller vom SV Löhnhorst als Schiedsrichter in Erscheinung. „Die Beiden haben ihre Sache auch gut gemacht“, lobte Petri die zwei Unparteiischen, die insgesamt sieben Zeitstrafen aussprechen mussten. „Es war ansonsten aber ein sehr faires Turnier, bei dem sich niemand verletzt hat“, betonte Petri. Dieser begrüßte auch erneut den Bundesliga-Profi des SC Freiburg, Lucas Höler, in der Halle. Der Sohn von Schwanewedes Schriftführer Ralf Höler stand auch für das eine oder andere Foto zur Verfügung.

„Dafür, dass nun nur sechs Mannschaften teilgenommen haben, war der Zuschauerzuspruch okay“, urteilte Sascha Petri. Weil dieser stets einen Zeitrahmen von etwa vier Stunden für das Turnier vorsieht, wurde die Spielzeit wegen mehr Partien aufgrund des neuen Modus kurzerhand auf elf Minuten reduziert. Im nächsten Jahr sollen aber zumindest wieder acht Formationen in Schwanewede starten. Dafür werde Sascha Petri im Vorfeld noch mehr Einladungen als zuletzt verschicken. „Und dann hoffe ich auf möglichst viele Zusagen“, sagte Petri. Auch eine Verlegung auf einen anderen Termin sei denkbar. „Darüber werde ich mir in ein paar Tagen mal Gedanken machen“, verriet der Abteilungsleiter.