06. Januar 2019 / 18:04 Uhr

Hansa Wittstock eröffnet Jubiläumsjahr und träumt von Hansa Rostock

Hansa Wittstock eröffnet Jubiläumsjahr und träumt von Hansa Rostock

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Hansa-Trainer Jörg Lutter (m.) war mit den beiden Turniertagen trotz kurzfristiger Absagen hochzufrieden.
Hansa-Trainer Jörg Lutter (m.) war mit den beiden Turniertagen trotz kurzfristiger Absagen hochzufrieden. © Marius Böttcher
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Hallenfußball: Derby-Cup und Pokal des Bürgermeisters erweisen sich als Zuschauermagneten.

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Weder die Vereinsverantwortlichen noch die Spieler und schon gar nicht die Zuschauer ließen sich am Freitag und am Sonnabend die Laune in der Wittstocker Stadthalle verderben. Der gastgebende FK Hansa lud traditionell am ersten Januarwochenende zum Budenzauber in die Dossestadt. „Das waren zwei ganz tolle Tage, auch wenn nicht alles nach Plan lief“, resümierte Hansa-Trainer Jörg Lutter. An beiden Tagen hatten die Organisatoren mit kurzfristigen Absagen zu kämpfen, bewahrten aber jeweils kühlen Kopf und brachten den Budenzauber reibungslos über die Bühne.

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Der Derby-Cup läutete das Wochenende unter dem Hallendach am Freitagabend ein. Anstatt geplanter zehn Mannschaften erschienen nur neun, in einer Fünfer- und einer Vierer-Vorrundengruppe wurden die zwei Halbfinalisten ermittelt. „Die regionale Komponente ist wirklich super, es ging auch ordentlich zur Sache, so wie es der Name der Veranstaltung verrät“, schmunzelte Lutter. In der A-Staffel dominierte die Landesliga-Truppe des Gastgebers und zog mit vier Siegen verlustpunktfrei als Erster in die Vorschlussrunde ein. Aufgrund des besseren Torverhältnisses zog Kreisklassen-Vertreter FSV Heiligengrabe mit sechs Zählern nach und verwies den MTV Freyenstein, den Meyenburger SV Wacker und den SV Sukow – ein Partnerverein der Hanseaten aus Mecklenburg-Vorpommern – auf die weiteren Plätze.

Im Überblick: Diese Hallenturniere finden im Winter 2018/19 in Brandenburg statt.

Im Überblick: Diese Hallenturniere finden im Winter 2018/19 in Brandenburg statt. Zur Galerie
Im Überblick: Diese Hallenturniere finden im Winter 2018/19 in Brandenburg statt. ©

In Gruppe B sorgte die zweite Mannschaft des FK Hansa, ebenfalls gespickt mit Landesliga-Kickern, schnell für klare Verhältnisse. Unbekümmert spielte auch der BSV Zaatzke auf und ließ Stahl Wittstock und Maulbeerwalde hinter sich. „Das Niveau war ab dem Halbfinale wirklich ordentlich. Auch die Stimmung passte, Stahl und Zaatzke haben einen großen Anhang mitgebracht“, freute sich Lutter über 250 Zuschauer.

Während sich die zweite Garde des Gastgebers mit 8:1 gegen Heiligengrabe durchsetzte, machten es die Zaatzker dem Favoriten beim knappen 0:1 lange schwer. Für den engagierten Auftritt belohnte sich der BSV aber im Spiel um Platz drei mit einem 4:3-Sieg gegen Heiligengrabe. Das vereinsinterne Endspiel ging mit 3:1 an Hansa I, Torschützenkönig wurde Tom Techen, welcher sich gegen Teamkollege Tommy Hordan im Stechen durchsetzte, mit acht Treffern.


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Keine 24 Stunden später rollte in der Stadthalle erneut das Leder – mit weniger Teams als im Vorfeld gedacht. „Es ist sehr schade, dass einige Mannschaften, auch aus höheren Ligen, dieses tolle Turnier nicht wahrgenommen haben“, so Lutter, der von denen, die vor Ort waren, nur positives Feedback erhielt. Letztlich kamen neben dem Gastgeber nur noch fünf weitere Teilnehmer – Oberliga-Vertreter Altlüdersdorf, Brandenburgligist MSV Neuruppin, Landesligist Einheit Perleberg, eine OPR-Auswahl sowie ein Mixteam aus dem Altkreis Wittstock – zusammen. „Wir haben das Beste draus gemacht, die Qualität war höher als am Vorabend und die Resonanz dennoch positiv“, tummelten laut Lutter erneut etwa 250 Fans in die Stadthalle.

Sportlich wurde schnell deutlich, dass sich die beiden ranghöchsten Teams aus Altlüdersdorf und Neuruppin um den Sieg streiten. Das direkte Duell endete 3:3-Remis, weil aber der MSV ansonsten seine weiße Weste behielt, die Lila-Weißen jedoch einmal patzten (2:2 gegen Perleberg), jubelte am Ende der Vizeherbstmeister der Brandenburgliga. Den Bronzerang sicherte sich Perleberg vor den etwas enttäuschten Gastgebern. „Das sportliche Abschneiden war zweitrangig. Der Start in unser Jubiläumsjahr ist absolut gelungen“, erklärte Lutter, der für den Sommer noch einen klangvollen Namen ins Stadion des Friedens holen will: „Vielleicht können wir noch ein Bonbon rauskitzeln und Hansa Rostock für ein Testspiel gewinnen. Der Kontakt ist da, wir arbeiten dran.“