07. Oktober 2018 / 21:22 Uhr

Hansa zeigt Trotzreaktion und siegt als Einheit

Hansa zeigt Trotzreaktion und siegt als Einheit

Tommy Bastian
Ostsee-Zeitung
Bejubeln den 1:0-Heimsieg: Stefan Wannenwetsch, Nico Rieble, Oliver Hüsing und Julian Riedel (v.l.). 
Bejubeln den 1:0-Heimsieg: Stefan Wannenwetsch, Nico Rieble, Oliver Hüsing und Julian Riedel (v.l.).  © LUTZ BONGARTS
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Rückkehrer Oliver Hüsing sorgt beim 1:0 gegen den KSC für Stabilität.

Rostock. Als der ersehnte Schlusspfiff endlich ertönte, atmeten Klubchef Robert Marien und Finanzvorstand Christian Hüneburg kräftig durch. Trainer Pavel Dotchev und Sportvorstand Markus Thiele umarmten sich am Spielfeldrand. Bei der anschließenden Abklatsch- Runde mit seinen Schützlingen auf dem Rasen kämpfte Dotchev gegen die Tränen – es waren Tränen der Erleichterung. Der 1:0-Erfolg von Hansa Rostock am Freitag gegen den Karlsruher SC tat allen gut. „Dieser Sieg war für uns alle wichtig – für den Verein, die Fans, die Spieler und vielleicht auch für mich“, sagte der 53-jährige Coach später mit brüchiger Stimme.

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Nach drei Partien ohne Sieg war Pavel Dotchev in die Kritik geraten. Der Deutsch-Bulgare und Thiele hatten mit unglücklichen Aussagen selbst zur aufkommenden Unruhe beigetragen. Doch am Freitag im Ostseestadion präsentierte sich der Koggenklub als eine Einheit. Marco Königs meinte: „Wir arbeiten super, und die Mannschaft ist superglücklich mit dem Trainer. Das wollte ich ihm noch einmal zeigen.“ Der Stürmer rannte nach dem Treffer zum 1:0, bei dem KSC-Verteidiger Damian Roßbach seinen Querpass ins eigene Tor abfälschte, raus zu Dotchev und umarmte ihn demonstrativ.

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Ioannis Gelios: Zögerlich und ungenau im Spielaufbau. Gut gehalten gegen Morys (58.). Machtlos beim Gegentor. Note: 3,5 Zur Galerie
Ioannis Gelios: Zögerlich und ungenau im Spielaufbau. Gut gehalten gegen Morys (58.). Machtlos beim Gegentor. Note: 3,5 ©

Rückkehrer Oliver Hüsing, der als Abwehrchef die erhoffte Stabilität in Hansas Defensive brachte, betonte: „Der Sieg ist enorm wichtig, weil schon Druck da war. Wir sind nicht zufrieden damit, wo wir stehen.“ Der 25-Jährige überzeugte bei seinem Comeback nach 108 Tagen Pause wegen seiner Knieverletzung mit einer starken Leistung, räumte kompromisslos ab und gab der ganzen Mannschaft Stabilität. „Ich bin überglücklich. Ungefähr so hatte ich mir in den harten Rehatagen das Comeback vorgestellt: Flutlicht an, nasser Rasen, eine super Mannschaftsleistung, ohne Gegentor geblieben und gewonnen. Besser geht’s für einen Verteidiger nicht“, sagte der Kapitän.

Auch die 13.000 Zuschauer im Ostseestadion trugen ihren Teil zum vierten Saisonsieg des FCH bei, meinte Pavel Dotchev. „Die Fans haben gutes Gespür gehabt und die Mannschaft unterstützt, obwohl es fußballerisch nicht das Gelbe vom Ei war“, sagte er. Sein Team habe gut verteidigt. „Entscheidend waren Kampfgeist und der unbedingte Wille. Beides war zu sehen“, betonte der Coach. In der zweiten Halbzeit habe sich Hansa fußballerisch gesteigert und deshalb am Ende verdient gegen eine Spitzenmannschaft gewonnen.

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Oliver Hüsing hat das Spiel viel Lust auf mehr gemacht. Er richtete den Blick schnell wieder nach vorn. „Wir wollen in den kommenden Wochen daran arbeiten, dass wir als Team gefestigter werden“, sagte der Defensivspezialist. Anderthalb Wochen haben die Rostocker Zeit bis zum Nachholspiel beim Halleschen FC. Vorher steht am Samstag (14 Uhr) erst einmal die 3. Landespokal-Runde bei Sturmvogel Lubmin (8. Liga) an.

Rostock: Gelios - Ofosu-Ayeh, Hüsing, Riedel, Rieble - Wannenwetsch, Bülow – Breier, Soukou (80. Hildebrandt), Biankadi (90.+2 Hilßner) - Königs (88. Evseev).
Karlsruhe: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Choi (74. M. Röser), Wanitzek, Stiefler (82. Saliou Sané), Lorenz - Pourie, A. Fink.
Tor: 1:0 Königs (51.).
Schiedsrichter: Bokop (Vechta).
Zuschauer: 13000.

Jetzt abstimmen: Welche Noten würdet Ihr den Hansa-Profis nach dem Karlsruhe-Spiel geben?

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