07. Juli 2018 / 05:30 Uhr

Hansa-Zugang Merveille Biankadi: Neustart nach Fußball-Pause

Hansa-Zugang Merveille Biankadi: Neustart nach Fußball-Pause

Kai Rehberg
Ostsee-Zeitung
Merveille Biankadi bei der Begrüßung der Neuzugänge des FC Hansa Rostock.
Merveille Biankadi kam von Drittliga-Absteiger Rot-Weiß Erfurt nach Rostock. © LUTZ BONGARTS
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Der beim FC Bayern ausgebildete Profi hat eine harte Zeit in Erfurt hinter sich. Er sagt: Die Liga wird sehr eng.

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Rostock. Für Merveille Biankadi ist der Wechsel zu Hansa ein echter Neustart – sportlich wie mental. Die turbulente Rückserie der vergangenen Saison beim insolventen Drittliga-Absteiger Rot-Weiß Erfurt hat den Mittelfeldspieler ziemlich mitgenommen. „Zuletzt waren alle froh, als das letzte Spiel abgepfiffen war. Denn da konnte jeder für sich einen Cut machen“, erzählt der 23-Jährige und verrät: „Ich habe drei Wochen gebraucht, bis ich wieder an Fußball denken konnte, ich konnte es nicht mal im Fernsehen laufen lassen. Aber spätestens mit dem Trainingsstart im Juni bei Hansa war die Lust dann wieder da.“

Schon Mitte März hatte FCH-Sportchef Markus Thiele Kontakt zu Biankadis Berater aufgenommen. Im April war der Sohn kongolesischer Eltern das erste Mal in Rostock. Über Freunde und Kollegen holte er Meinungen ein: „Die Rückmeldungen waren durchweg positiv.“ Und so wurde er Hansas erste Neuverpflichtung.

Sportchef Thiele bezeichnet ihn als „ehrgeizigen und vor allem sehr zweikampfstarken Spieler“, der „eine ausgezeichnete Ausbildung genossen“ habe. Mit neun Jahren begann der gebürtige Münchner im Nachwuchs des FC Bayern, „um da durchzustarten“, wie er erzählt. Schmunzelnd fügt er hinzu: „Mit 15, 16 merkt man dann aber, dass die erste Mannschaft doch nicht so schlecht ist.“ Nur die allerwenigsten würden es bei Deutschlands Top-Adresse zu den Profis schaffen. „Deswegen habe ich den Umweg über Augsburg, Elversberg und Erfurt genommen. Ich bin damit zufrieden, wie es gelaufen ist.“ Aus seiner Bayern-Zeit kennt er übrigens Hansa-Rechtsverteidiger Vladimir Rankovic; beide waren auf derselben Schule.

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Durch die Saison in Erfurt bringt Biankadi immerhin schon Drittliga-Erfahrung mit. „In dieser Liga muss man durchsetzungsfähig sein. Wir dürfen nicht so lange Durststrecken haben, müssen konstant punkten. In den Top-Spielen da sein und gegen die ,Kleinen’ nichts liegen lassen – darauf kommt’s an“, ist seine Devise für die neue Saison. Um aufzusteigen, reichen nach seiner Ansicht 70 Punkte: „Es wird eine sehr enge, ausgeglichene Liga. Keine Mannschaft wird mit 15 Punkten Vorsprung vorneweg marschieren.“

In den wenigen Erholungspausen seit dem Trainingsstart vor drei Wochen war er auch schon ein paarmal am Strand – zuletzt beim Beachsoccer-Spaßkick am Mittwoch in Warnemünde gegen die Rostocker Robben. „Da kann man sich im Sommer nicht beschweren. Das ist hier schon eine sehr hohe Lebensqualität“, sagt Biankadi: „Den Spruch: ,Wir arbeiten da, wo andere Urlaub machen’, kann man verstehen.“ Er selbst sei eigentlich kein Beach-Typ, meint der Bayer, der gern „in Cafés chillt. Aber jetzt bin ich hier, und da kann aus mir vielleicht ja einer werden.“

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Tor: Ioannis Gelios (Neuzugang - kommt vom FC Augsburg, Torhüter), ab Sommer 2018 im Verein Zur Galerie
Tor: Ioannis Gelios (Neuzugang - kommt vom FC Augsburg, Torhüter), ab Sommer 2018 im Verein ©
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