09. Mai 2020 / 00:03 Uhr

Hansi Flick adelt Jupp Heynckes zum 75. Geburtstag: "Mit Abstand der beste Trainer, den ich hatte"

Hansi Flick adelt Jupp Heynckes zum 75. Geburtstag: "Mit Abstand der beste Trainer, den ich hatte"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Für Hansi Flick ist Jupp Heynckes der beste Trainer, den er in seiner eigenen Karriere erlebte.
Für Hansi Flick ist Jupp Heynckes der beste Trainer, den er in seiner eigenen Karriere erlebte. © imago images/Montage
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Zum 75. Geburtstag von Trainer-Legende Jupp Heynckes erinnert sich der aktuelle Bayern-Coach Hansi Flick an die gemeinsame Zeit beim Rekordmeister. Der Co-Trainer der Weltmeister-Mannschaft von 2014 schreibt dem Ex-Münchner sogar einen kleinen Anteil am späteren WM-Titel zu.

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Jupp Heynckes hat den FC Bayern München geprägt wie kaum ein zweiter Trainer. Drei Mal trainierte der frühere Weltklasse-Stürmer, der am Samstag seinen 75. Geburtstag feiert, den deutschen Rekordmeister, führte die Münchner unter anderem zum bisher letzten Champions-League-Titel der Vereinsgeschichte. Sein Einfluss wurde gerade erst wieder sichtbar: Heynckes gilt als großer Fürsprecher von Hansi Flick, der seit wenigen Wochen offiziell der neue Cheftrainer beim FCB ist.

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Flick war in den 1980er Jahren selbst als Spieler unter Heynckes bei den Bayern aktiv - und adelt seinen Förderer zum 75. "Er war für mich mit Abstand der beste Trainer, den ich in meiner Profikarriere hatte", sagte Flick gegenüber Sport1. "Er war mit seiner Art und Weise schon damals besonders. Sein Umgang mit den Spielern hat mir immer imponiert."

Flick nennt prägende Heynckes-Erfahrung

Der 55-Jährige weiß aus eigener Erfahrung, wie Heynckes arbeitet. Er erinnert sich an eine besondere Anekdote. "Ich kann mich noch gut an eine Situation erinnern, als ich in einer Trainingseinheit loslegen wollte und er vor Beginn zu mir gesagt hat: 'Du hast heute trainingsfrei und bleibst drin.' Ich habe dann gesagt: 'Trainer, ich will aber trainieren.' Seine Antwort: 'Nein. Ich bin zufrieden mit dir, heute lässt du dich behandeln, morgen ist frei und dann sehen wir uns wieder'." Zunächst habe er nicht verstanden, warum Heynckes ihn nicht trainieren lassen wolle. "Aber dann habe ich reflektiert und mir wurde klar, dass seine Sätze eine Wertschätzung waren und er mit mir zufrieden ist", sagte Flick.



Die Wertschätzung zwischen den beiden Männern ist groß - Heynckes hatte sich in den vergangenen Monaten immer wieder für Flick stark gemacht, nachdem der einstige Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft nach der Trennung von Niko Kovac zunächst als Interimstrainer eingesprungen war. Dass die Münchner Bosse sich am Ende für eine langfristige Zusammenarbeit mit Flick entschieden, verwunderte so nicht.

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Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge erkennt Gemeinsamkeiten zwischen den beiden Trainern. "Hansi ist ähnlich wie Jupp, was die Art und Weise betrifft, wie er die Mannschaft führt. Er hat ein unglaublich enges Verhältnis zu den Spielern, er ist empathisch, die Spieler glauben an ihn. Und er fordert die Mannschaft auch taktisch", sagte Rummenigge am Freitag der Münchner Abendzeitung. Flick pflichtet ihm bei, sagt: "Ich denke schon, dass sich Jupp Heynckes und ich in unserer Herangehensweise als Trainer sehr ähnlich sind."

Flick: Heynckes' Triple 2013 war "Basis" für späteren WM-Titel

Ob Flick auch ähnliche Erfolge feiern kann wie Heynckes bleibt abzuwarten. Immerhin gewann der Ältere mit den Münchnern vor sieben Jahren zum bisher letzten Mal die Champions League und machte damit in der Saison 2012/13 nach der herben Enttäuschung des verlorenen "Finale dahoam" das Triple perfekt.

"Der Gewinn des Triples vom FC Bayern in der Saison 2012/13 war meiner Meinung nach die Basis dafür, dass wir 2014 Weltmeister geworden sind", sagte Flick. "Die Generation mit Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Thomas Müller, Manuel Neuer, Jérôme Boateng und Toni Kroos hat das Triple erreicht und dadurch viel Selbstvertrauen für das Weltmeister-Jahr gesammelt." Der Sieg von Wembley sei "eine unfassbare Leistung" gewesen.