26. September 2020 / 13:06 Uhr

Bayern-Trainer Flick warnt vor Hoffenheim-Torjäger Kramaric - Transfers? "Wird immer enger"

Bayern-Trainer Flick warnt vor Hoffenheim-Torjäger Kramaric - Transfers? "Wird immer enger"

Christian Müller
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Trainer Hansi Flick hat vor dem Spiel gegen Hoffenheim unter anderem vor Stürmer Andrej Kramaric gewarnt.
Bayern-Trainer Hansi Flick hat vor dem Spiel gegen Hoffenheim unter anderem vor Stürmer Andrej Kramaric gewarnt. © Getty Images/imago images/Jan Huebner (Montage)
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Vor dem Gastspiel bei der TSG Hoffenheim hat Trainer Hansi Flick vom FC Bayern München den neuen TSG-Coach Sebastian Hoeneß gelobt und Torjäger Andrej Kramaric als "einen der besten Stürmer der Bundesliga" bezeichnet. Auch über mögliche Transfers sprach Flick.

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Vor dem Auswärtsspiel bei der TSG 1899 Hoffenheim an diesem Sonntag (15.30 Uhr, Sky) hat sich Hansi Flick, Trainer des FC Bayern München, respektvoll über den neuen 1899-Coach Sebastian Hoeneß und Hoffenheims Torjäger Andrej Kramaric geäußert. "Bei unserer U23 hat Sebastian Hoeneß einen herausragenden Job gemacht, deshalb kam die Anfrage aus Hoffenheim. Ein junger Trainer, der sehr modernen Fußball spielen lassen mag", sagte Flick über Hoeneß, den Neffen von FCB-Ehrenpräsident Uli Hoeneß. Kramaric, der in den beiden letzten Bundesliga-Spielen sieben Tore erzielte, hält Flick indes für "einen der besten Stürmer der Bundesliga", wie der Bayern-Trainer auf SPORTBUZZER-Nachfrage betonte. "Er ist ein Spieler auf den man aufpassen muss, weil er im letzten Drittel und in der Box enorm viele Qualitäten hat, der aber durch sein Dribbling und Finten auch in der Lage ist, jemanden auszuspielen." Gleichwohl müssten die Münchener auf das gesamte TSG-Team aufpassen.

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In der Pressekonferenz am Samstag sprach Flick außerdem über...

...eine mögliche Rückkehr von Flügelstürmer Kingsley Coman, der zuletzt in häuslicher Quarantäne war: "Wenn sein Corona-Test vom Freitag negativ ist, kann er am Samstag mittrainieren. Er hat jetzt 14 Tage Cybertraining gemacht. Von daher müssen wir schauen, wie er sich fühlt, ob er sich imstande sieht, zu spielen. Das wäre für uns natürlich eine gute Option."

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...die Rolle von Supercup-Matchwinner Javi Martinez, dem Wechselabsichten nachgesagt werden: "So lange er bei uns im Team ist, werde ich mit ihm planen. Ich habe am Donnerstagabend bewiesen, dass das genau so stimmt. Javi hat für den Verein unheimlich viel geleistet. Er hat jetzt zum zweiten Mal vier Titel geholt. Oftmals war er geplagt von Verletzungen. Wenn er die Fitness hatte, konnte man sich auf ihn immer zu hundert Prozent verlassen. Die Art und Weise, wie er gegen Sevilla ins Spiel gegangen ist, hat seine Mentalität gezeigt. Im entscheidenden Moment war er zum Kopfball da. Wenn er im Kader ist, hat er es verdient, berücksichtigt zu werden.

Flick schlägt Transfer-Alarm: "Nur noch eine knappe Woche"

...mögliche Transfers und eine vermeintliche "Wunschliste" an Sportvorstand Hasan Salihamidzic: "Wir sind im Austausch und wissen natürlich, dass es immer enger wird. Es ist jetzt nur noch eine knappe Woche, um eventuell Veränderungen vorzunehmen. Wir sind dran, Hasan und sein Team machen die Arbeit im Hintergrund. Es tut uns gut, wenn wir den Ball flach halten."

...mögliche Anpassungen des Spielstils, die Mittelfeldspieler Leon Goretzka angedeutet hatte: "Es gibt immer Situationen im Spiel mit Ball, in denen wir uns verbessern müssen. Auch gegen Sevilla haben wir es uns in einigen Szenen selbst schwer gemacht, weil wir dem Gegner die Möglichkeit gegeben haben, uns zu pressen und unter Druck zu setzen. Wenn wir den Ball haben, läuft der Ball. Wenn der Gegner den Ball hat, müssen wir laufen. Je weniger der Gegner den Ball hat, desto weniger müssen wir laufen. Das ist unser Ziel: Ballbesitz haben, daraus Torchancen zu kreieren. Wir wollen nicht von links nach rechts spielen, sondern den Ball in der Zone zirkulieren lassen, wo der Gegner verwundbar ist. Das ist meistens in der gegnerischen Hälfte.

Neuer oder Lewandowski Europas Fußballer des Jahres?

...die Besonderheiten des FC Sevilla, der den Bayern im UEFA-Supercup am Donnerstag Probleme bereitet hatte, im Vergleich zu den Bundesliga-Gegnern: "Wie es in Spanien üblich ist, gibt es überwiegend Mannschaften, die das Spiel mit Ball bevorzugen. Das ist ihr Schwerpunkt. Wenn sie den Ball haben, haben sie durchaus gute Lösungen. Darum war es für uns ein Spiel, aus dem wir lernen können und müssen. Wie man uns schlagen kann, sollen sich die gegnerischen Trainer gerne selbst überlegen. Ich will da keine Tipps geben, was Sevilla gegen uns besonders gut gemacht hat."

...die Chancen von Manuel Neuer und Robert Lewandowski bei der Wahl zu Europas Fußballer des Jahres: "Beide haben die Qualität, diese Wahl zu gewinnen. Sie haben vier Titel mit einer Mannschaft eingespielt, die auf Top-Niveau agiert hat. Beide waren in der vergangenen Saison herausragende Könner auf ihren Positionen. Jeder der beiden wird akzeptieren, wenn der andere gewinnt, weil er auch stolz sein kann, dass er dazu beigetragen hat, dass wir – wenn es so kommt – den europäischen Fußballer des Jahres stellen."