20. April 2021 / 10:22 Uhr

Matthäus befürchtet Flick-Zerwürfnis mit dem FCB: "Hansi hat jetzt ein Problem mit den Bayern-Bossen"

Matthäus befürchtet Flick-Zerwürfnis mit dem FCB: "Hansi hat jetzt ein Problem mit den Bayern-Bossen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Werden die Bayern-Bosse Hansi Flick das Leben nach seinem öffentlich vorgetragenen Wunsch nach einer Vertragsauflösung schwer machen? Diese Frage hat Lothar Matthäus in seiner Sky-Kolumne erörtert.
Werden die Bayern-Bosse Hansi Flick das Leben nach seinem öffentlich vorgetragenen Wunsch nach einer Vertragsauflösung schwer machen? Diese Frage hat Lothar Matthäus in seiner Sky-Kolumne erörtert. © IMAGO / HJS / Fotostand (Montage)
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Sky-Experte Lothar Matthäus hat in seiner wöchentlichen Kolumne die möglichen Folgen von Hansi Flicks Wunsch nach einer Vertragsauflösung beim FC Bayern analysiert - und dem Noch-Trainer des Rekordmeisters einen Rat mit auf den Weg gegeben.

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Hansi Flick hat nach dem 3:2-Sieg des FC Bayern gegen den VfL Wolfsburg am vergangenen Samstag vor laufender Sky-Kamera erklärt, seinen bis 2023 gültigen Vertrag als Coach des Rekordmeisters auflösen lassen zu wollen. Doch welche Konsequenzen hat diese öffentlich vorgetragene Erklärung des Erfolgstrainers nun auf das Verhältnis zwischen ihm und seinem Noch-Arbeitgeber. Lothar Matthäus hat die Lage um Flick und Bayern in seiner wöchentlichen Sky-Kolumne analysiert.

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Kurzfristige Folgen - sprich: eine sofortige Trennung von dem 56-Jährigen - erwartet der Rekordnationalspieler nicht: "Ich bin davon überzeugt, dass sie ihn die Saison zu Ende machen lassen und nicht rauswerfen." Mittel- und langfristig befürchtet Matthäus allerdings, dass das Verhältnis zwischen den beiden Parteien aufgrund von Flicks Alleingang nachhaltig Schaden nehmen könnte. "Hansi hat jetzt ein Problem mit den Bayern-Bossen, und das darf er nicht unterschätzen", erklärt der Sky-Experte.

Matthäus: "Wenn Rummenigge und Hoeneß eines nicht mögen, dann ..."

Aus Sicht von Matthäus könnte es Folgen haben, dass Flick "vor laufender Sky-Kamera alle wissen hat lassen, was eigentlich gemeinsam mit dem Verein verkündet werden sollte". Wenn Rummenigge und Hoeneß eines nicht mögen, dann laut des 60-Jährigen "das Gefühl, öffentlich überrascht oder gar vorgeführt zu werden". Daher lautet der eindringliche Rat des Ex-Bayern-Profis in Richtung Flick: "Er sollte jetzt kein Öl mehr ins Feuer gießen und schauen, dass in den nächsten Tagen etwas Ruhe einkehrt und Gras über die Sache wächst. Er muss nun wirklich vorsichtig sein, um nicht noch mehr Schaden anzurichten."

Für Matthäus steht fest, dass ihm die Verantwortlichen das auch in Zukunft nicht vergessen werden - und genau hier liegt möglicherweise das Problem. Denn sollte Flick tatsächlich als Bundestrainer in die Fußstapfen von Joachim Löw treten (wovon Matthäus klar ausgeht), könnte sich die zukünftige Zusammenarbeit zwischen dem DFB und dem FC Bayern als noch schwieriger erweisen. Der FCB-Kenner weiß: "Wenn die Bayern-Bosse wollen, können sie ihm die Zukunft schwerer machen, als ihm lieb ist."

Grundsätzlich könnte Matthäus beide Seiten verstehen. "Hansi wollte und konnte einfach nicht mehr. Die Zusammenarbeit mit Hasan Salihamidzic ist an einem Punkt angekommen, an dem es einfach nicht mehr ging", so der Rekordnationalspieler. Hinzu komme die vielleicht einmalige Chance für Flick, Bundestrainer zu werden.