13. August 2022 / 10:00 Uhr

Job im Männer-Fußball? Hansi Flick traut Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg "jede Aufgabe zu"

Job im Männer-Fußball? Hansi Flick traut Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg "jede Aufgabe zu"

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Hansi Flick (eingeklinkt) traut seiner Kollegin Martina Voss-Tecklenburg auch einen Job im Männer-Fußball zu.
Bundestrainer Hansi Flick (eingeklinkt) traut seiner Kollegin Martina Voss-Tecklenburg auch einen Job im Männer-Fußball zu. © IMAGO/Nico Herbertz, Matthias Koch (Montage)
Anzeige

Vor allem mit Blick auf Bundestrainerin Martin Voss-Tecklenburg plädiert Hansi Flick dafür, gedankliche Geschlechter-Grenzen bei der Besetzung von Trainer-Posten aufzugeben. Der DFB-Coach ist von seiner Kollegin vollends überzeugt und erklärt im RND-Interview, dass er ihr sogar seinen eigenen Job zutrauen würde.

Nach Ansicht des derzeitigen Amtsinhabers Hansi Flick könnte Frauen-Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg ohne Probleme auch die Männer-Nationalmannschaft trainieren. "Martina und ich haben die gleiche Trainerausbildung. Ich mag ihre Art, ich mag, wie sie Fußball sieht, sie ist eine absolute Fachfrau. Ich traue ihr jede Aufgabe zu. Wenn ich an den November 2019 denke: Mir haben auch nicht alle zugetraut, dass ich den FC Bayern München trainieren könnte", sagte der DFB-Coach in einem Interview mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND+), zu dem auch der SPORTBUZZER gehört.

Anzeige

Flick und Voss-Tecklenburg, die die deutsche Frauen-Auswahl bei der Europameisterschaft im vergangen Monat in England auf den zweiten Platz führte, betonen stets, sich immer wieder auszutauschen. Eine derart enge Kooperation zwischen den Cheftrainern der Frauen- und Männer-Nationalmannschaft gab es beim DFB zuvor nicht. "Wir haben einen sehr guten Draht zum Trainerteam der Frauen, hatten auch schon gemeinsame Workshops. Martina Voss-Tecklenburg und ihr Team haben Ansätze, die für uns interessant sind und umgekehrt auch. Man tauscht sich auf Augenhöhe aus, jeder nimmt für sich was mit – darum geht es", so Flick.

Als besten Beleg für eine gut funktionierende geschlechterübergreifende Zusammenarbeit führte Flick zudem den einstigen Frauen-Bundestrainer Horst Hrubesch an. Dieser hatte das Team 2018 auf Interimsbasis betreut. "Mit Horst Hrubesch war ja schon mal ein Mann verantwortlich für die Frauen-Nationalmannschaft. Er hat bewiesen, dass dies hervorragend funktioniert. Warum auch nicht? Und warum nicht auch umgekehrt?", sagte Flick.