27. September 2020 / 19:14 Uhr

Hansi Flick relativiert Bayern-Niederlage gegen Hoffenheim: "Haben Vertrauen in unsere Stärke"

Hansi Flick relativiert Bayern-Niederlage gegen Hoffenheim: "Haben Vertrauen in unsere Stärke"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Müde? Hansi Flick glaubt nicht, dass es die vielen Spiele eine Rolle bei der Niederlage gespielt hätten.
Müde? Hansi Flick glaubt nicht, dass es die vielen Spiele eine Rolle bei der Niederlage gespielt hätten. © Christian Kaspar-Bartke/Getty Images
Anzeige

Nach der hohen 1:4-Niederlage des FC Bayern gegen die TSG Hoffenheim hat Trainer Hansi Flick mit Kritik an seiner Mannschaft gespart. Er wolle das Ergebnis nicht überbewerten und glaubt an Neuzugänge.

Es ist ein ungewohntes Gefühl für Hansi Flick: Erstmals musste er nach 32 Pflichtspielen wieder über eine Niederlage seiner Mannschaft sprechen, nachdem der FC Bayern mit 1:4 deutlich bei der TSG Hoffenheim verloren hat. Doch überbewerten wollte er die Pleite am zweiten Spieltag nicht, sagte er: "Wir haben das Vertrauen in unsere Stärke immer noch. Es war klar, dass es irgendwann mal eine Niederlage geben würde."

Anzeige

Vor allem nach den wenigen Ruhephasen für seine Spieler in den vergangenen Wochen. "Ich schiebe das nicht alles auf die Müdigkeit. Wir haben zwar das Spiel in der ersten Hälfte bestimmt, aber konnten uns nicht so viele Chancen herausspielen", sagte Flick. "Die Mannschaft hat gefightet und das reingebracht, was noch in ihr streckt." Nur gut 60 Stunden nach dem Sieg im UEFA-Supercup über den FC Sevilla musste der Quadruple-Sieger wieder ran in Hoffenheim - und diese Belastung merkte man den Spielern an. An Qualität habe es nicht gelegen. "Ich kann meiner Mannschaft, was Einsatz und Wille angeht, nichts vorwerfen. Wir waren nicht so konsequent wie sonst, aber haken dieses Spiel jetzt ab", so der Bayern-Trainer.

Mehr vom SPORTBUZZER

Denn schon am Mittwoch geht es weiter für ihn und seine Mannschaft. Dann empfängt der Rekordmeister Borussia Dortmund zum Duell um den deutschen Supercup. Der FC Bayern könnte dann bereits den fünften Titel des Jahres 2020 holen. "Der Fokus geht jetzt nur auf Mittwoch", sagte Flick. "Ziel am Mittwoch gegen Dortmund wird sein, dass wir das Spiel gewinnen wollen – wie in jedem Spiel." Speziell an seinen fünften Titel denke er aber nicht.

Für einige ist dieses Spiel zudem vielleicht nur eine weitere Belastung in einer ohnehin schweren Saison für den Rekordmeister. Bis Ende des Jahres spielt der FC Bayern alle drei, vier Tage und bekommt kaum noch eine Pause. Manuel Neuer will das aber nicht gelten lassen. "Wir suchen nicht nach Ausreden und das erwartet uns einfach in diesem Jahr. Wir wissen, was uns erwartet und können nicht darüber reden, dass wir kaputt sind", sagte er.

Dennoch scheinen die nächsten Wochen wohl nur zu überstehen sein, wenn Sportvorstand Hasan Salihamidzic auf dem Transfermarkt noch einmal nachlegt. Darin hat Flick laut eigenen Aussagen vom Sonntag aber vollstes Vertrauen. Schon vor dem Spiel sagte Salihamidzic: "Wir lassen uns viele Optionen offen und sind im ständigen Austausch mit dem Trainerteam und schauen, was möglich ist. Es ist für viele Klubs nicht einfach wegen der Coronasituation."