10. Oktober 2021 / 13:39 Uhr

Nach VAR-Wirbel: Bundestrainer Hansi Flick verteidigt Timo Werner - "Nicht fair"

Nach VAR-Wirbel: Bundestrainer Hansi Flick verteidigt Timo Werner - "Nicht fair"

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bundestrainer Hansi Flick (links) hat ein Plädoyer für Nationalstürmer Timo Werner gehalten.
Bundestrainer Hansi Flick (links) hat ein Plädoyer für Nationalstürmer Timo Werner gehalten. © IMAGO/Maik Hölter/Team 2/Norbert Schmidt (Montage)
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Bundestrainer Hansi Flick hat Nationalstürmer Timo Werner nach dem Wirbel um einen an Werner verschuldeten zurückgenommenen Elfmeter im WM-Qualifikationsspiel gegen Rumänien verteidigt. "Ich finde es nicht fair. Von uns hat er die die volle Unterstützung", sagte Flick vor der Partie am Montag in Nordmazedonien.

Vor dem für Montag (20.45 Uhr, RTL) angesetzten WM-Qualifikationsspiel in Nordmazedonien hat Bundestrainer Hansi Flick seinen in die Kritik geratenen Angreifer Timo Werner auf Nachfrage des SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), vehement verteidigt. "Was aktuell passiert, kann ich nicht ändern. Es ist ja Meinungsfreiheit", kommentierte Flick die Debatte um den Profi des FC Chelsea: "Ich kann nur sagen, dass Timo seine Aufgaben bei uns sehr gut erfüllt." Der DFB-Coach wünschte sich einen anderen Umgang mit dem Ex-Leipziger. "Ich finde es nicht fair. Von uns hat er die die volle Unterstützung. Es wäre schön, wenn all unsere Nationalspieler von allen unterstützt würden", betonte Flick.

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Flick zeigte sich mit dem Einsatz Werners beim 2:1 gegen Rumänien sehr zufrieden. "Es ging darum, gegen eine stabile Defensive immer wieder Räume zu schaffen und in die Tiefe zu gehen. Das hat er sehr gut gemacht", meinte der Bundestrainer. Flügelstürmer Serge Gnabry ergänzte: "Als Mannschaft stehen wir alle hinter Timo. Teilweise hat ihm vielleicht etwas das Glück gefehlt. Er gibt Gas, hängt sich rein, das ist immer das Wichtigste."

Die Diskussionen um eine mögliche Schwalbe Werners beim auf Intervention des Videoassistenten (VAR) zurückgenommenen Foulelfmeter für die deutsche Elf hielt Flick für überzogen. "Wir reden von einem Elfmeter, der gefühlt fünf Minuten untersucht wurde. Dann kann das keine Fehlentscheidung sein. Wenn man in diesem Tempo unterwegs ist, dann reicht die kleinste Berührung, dass man aus dem Tritt kommt", kommentierte Flick die Szene, in der Werner im rumänischen Strafraum zu Boden gegangen war.

Einsatz von Rüdiger offenbar nicht gefährdet

In personeller Hinsicht machte sich Flick vor der Partie in Nordmazedonien keine Sorgen. Auch der Ausfall von Antonio Rüdiger im Abschlusstraining wegen Rückenproblemen ist offenbar kein Problem. "Wir haben alle Spieler mit an Bord. Ich gehe auch davon aus, dass jeder Einzelne einsatzfähig ist", so Flick: "Bei Toni Rüdiger war es eine Vorsichtsmaßnahme. Das Abschlusstraining war ohnehin eher der Regeneration geschuldet. Darum war es okay, dass er im Hotel war." Auch Torwart und Kapitän Manuel Neuer hat die Verletzung, die seinen Einsatz gegen Rumänien verhinderte, offenbar auskuriert. "Manu hat voll trainiert und keine Probleme. Ich bin sicher, dass es am Montag geht."

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Ob er in Nordmazedonien anders als gegen Rumänien Thomas Müller anstelle von Marco Reus in die Startelf beordern wird - oder möglicherweise gar sowohl den Bayern-Star als auch den BVB-Kapitän -, ließ der Bundestrainer offen. "Wir wissen, dass sowohl Marco als auch Thomas für uns wichtige Spieler sein können. Wie das am Montag aussehen wird, da haben wir noch etwas Zeit. Wir werden eine Mannschaft hinstellen, die in der Lage sein wird, Nordmazedonien zu schlagen", so der 56-Jährige.

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