09. Mai 2021 / 12:18 Uhr

Hansi Flick holt seinen siebten Bayern-Titel: So lief die Karriere des alten und neuen Meistertrainers

Hansi Flick holt seinen siebten Bayern-Titel: So lief die Karriere des alten und neuen Meistertrainers

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hansi Flick legt nach der Saison sein Amt als Cheftrainer des FC Bayern nieder.
Hansi Flick legt nach der Saison sein Amt als Cheftrainer des FC Bayern nieder. © IMAGO/Sven Simon/Pressefoto Baumann (Montage)
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Der FC Bayern hat zum 31. Mal die Meisterschaft eingefahren. Zum zweiten Mal führte Hansi Flick den Rekordchampion in der Bundesliga zum Titel. Es ist sein siebter Bayern-Titel in rund anderthalb Jahren - und auch der letzte. Der SPORTBUZZER wirft einen Blick auf die Karriere des Meistercoaches.

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Hansi Flick und der FC Bayern München - obwohl der alte und neue Meistertrainer den Münchnern am Saisonende den Rücken kehrt, bleibt diese Beziehung als eine der erfolgreichsten in der deutschen Fußball-Geschichte in bleibender Erinnerung. Sieben Titel holte Flick in etwas mehr als anderthalb Jahren mit den Münchnern - am Samstag kam die 31. deutsche Meisterschaft der Klubhistorie hinzu, nachdem Flick in seinem ersten Bayern-Jahr nicht nur das Triple aus Meisterschale, DFB-Pokal, und Champions League sowie - in der Verlängerung der Spielzeit - auch DFL- und UEFA-Supercup sowie Klub-WM einheimsen konnte.

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Dass der ehemalige Co-Trainer der deutschen Nationalmannschaft geradezu unerhört erfolgreich sein würde, war bei seinem Kaltstart im November 2019 nicht abzusehen. Der 56-Jährige hatte jahrelang keinen Klub als Cheftrainer betreut, war als Verantwortlicher nie bei einem so großen Verein aktiv. Der SPORTBUZZER wirft einen Blick zurück auf die wechselhafte Fußball-Karriere von Hansi Flick, der den FCB im Sommer als einer der erfolgreichsten deutschen Trainer der Geschichte verlassen wird.

Hansi Flick: Die Bilder seiner Karriere

Hansi Flick hat mit dem FC Bayern München in anderthalb Saisons sieben Titel gewonnen und wird nun neuer Bundestrainer. Der frühere Co-Trainer von DFB-Coach Joachim Löw hat eine bewegte Karriere im Profifußball hinter sich. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt die Laufbahn Flicks in Bildern. Zur Galerie
Hansi Flick hat mit dem FC Bayern München in anderthalb Saisons sieben Titel gewonnen und wird nun neuer Bundestrainer. Der frühere Co-Trainer von DFB-Coach Joachim Löw hat eine bewegte Karriere im Profifußball hinter sich. Der SPORTBUZZER zeigt die Laufbahn Flicks in Bildern. ©

Die aktuelle Saison war für den 56-Jährigen ungleich schwieriger. Zwar bleibt er der nach Punkten erfolgreichste Trainer in der Geschichte der Münchner, auf seine weiße Titel-Weste mischen sich jedoch Grautöne: Bereits im Januar steht in Runde zwei das Aus im DFB-Pokal gegen Zweitligist Holstein Kiel (5:6 nach Elfmeterschießen), im April scheiden die Bayern auch in der Champions League aus – ausgerechnet bei der Wiederauflage des Vorjahresfinals gegen Paris Saint-Germain.



Dennoch kann Flick in sportlicher Hinsicht ein positives Fazit seines zweiten Bayern-Jahres ziehen. Mit einem dünnen Kader und etlichen „Nebenkriegsschauplätzen“ (der pickepackevolle Spielplan, die Ungewissheit um die auslaufenden Verträge von Leistungsträgern wie David Alaba und Jerome Boateng und die Querelen mit Sportvorstand Hasan Salihamidzic) war von Vornerein klar, dass eine Verteidigung aller Vorjahrestitel ein kaum realistisches Ziel war. Am Ende steht das Mindestziel, die Meisterschaft – die in einer überzeugenden Art und Weise errungen wurde.

Bayern zeigten im zweiten Flick-Jahr Mia-san-Mia-Qualitäten

Denn die Bayern zeigten eine Qualität, die dem „Mia san Mia“-Gedanken entspricht: Sie waren immer da, wenn sie es unbedingt mussten. Sei es in der Hinrunde, als sie nacheinander die bis dahin unbesiegten Wolfsburger und Leverkusener jeweils mit 2:1 in die Schranken verwiesen. Sei es beim 5:2 in der Hinserie gegen Mainz, als sie nach 0:2-Rückstand gewaltig aufdrehten. Sei es gegen Leipzig, als sie beim 1:0 vor allem kämpferisch zu überzeugen wussten.

Überschattet wurden die Erfolge vor allem vom Dauer-Zoff mit Salihamidzic. Diese waren wohl zumindest ein Grund, warum der Erfolgstrainer dem Rekordmeister am Ende der Saison den Rücken kehrt. Ihn ersetzt Julian Nagelsmann, der mit RB Leipzig Zweiter wird. Eine Trennung im Guten, die es zwischen Flick und dem FCB nun geben wird, war beiden Parteien nach den gemeinsamen Erfolgen zu wünschen.