19. Mai 2019 / 15:52 Uhr

Hardenberg Burgturnier: Finja Bormann gewinnt die Goldene Peitsche

Hardenberg Burgturnier: Finja Bormann gewinnt die Goldene Peitsche

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Hardenberg Burgturnier 2019, 20.05.2019, Nörten-Hardenberg. Großer Preis um die Goldene Peitsche, Siegerin Finja Bormann (A crazy son of Lavina). Foto: Swen Pförtner
Grenzenloser Jubel: Finja Bormann gewinnt auf A Crazy Son Of Lavina den Großen Preis um die Goldene Peitsche beim Hardenberg Burgturnier. © Swen Pförtner
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Der Jubel war grenzenlos: Die erst 23 Jahre alte Finja Bormann hat mit einem wahren Parforceritt den Großen Preis um die Goldene Peitsche beim Hardenberg Burgturnier gewonnen. Vorjahressieger Markus Beerbaum leistete sich am drittletzten Hindernis einen Fehler und verpasste das Stechen.

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Es geht ein Raunen durch die Arena am Hardenberg – und dann folgt ungehemmter Jubel: Die 23-jährige Finja Bormann hat am Sonntag mit ihrem vom Vater selbstgezogenen Pferd A crazy son of Lavina den Großen Preis um die Goldene Peitsche beim Hardenberg Burgturnier gewonnen – und die Herzen der Zuschauer erobert.

Siegerinterview mit Finja Bormann

Sie kommt aus Harsum-Hüddessum bei Hildesheim und arbeitet seit etwa einem Jahr als Bereiterin in Königslutter. Viele kennen Finja Bormann noch von früher von regionalen Turnieren – mittlerweile ist sie definitiv im großen Reitsport angekommen und hat viele Fans. Nach dem Ritt wird sie nach Autogrammen gefragt, junge Mädchen wollen Fotos mit ihr machen.

Auch für Finja Bormann ist ein großer Traum in Erfüllung gegangen: „Ich war noch nie null in einem 1,60-Meter-Springen, ich habe nicht mal gewagt, von einem Sieg zu träumen“, sagt sie. Schon ihr Großvater, ihr Vater und ihr Bruder seien auf dem Hardenberg geritten, mit ihrem ersten Start vor der Burgkulisse im vergangenen Jahr sei bereits ein Traum in Erfüllung gegangen, nun ein weiterer, ganz, ganz großer.

Die schönsten Bilder vom Kampf um die Goldene Peitsche

Finja Bormann heißt die glückliche Gewinnerin beim Großen Preis um die Goldene Peitsche beim Hardenberg Burgturnier. Zur Galerie
Finja Bormann heißt die glückliche Gewinnerin beim Großen Preis um die Goldene Peitsche beim Hardenberg Burgturnier. © Swen Pförtner
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Mit vier anderen Teilnehmern hatte es Finja Bormann ins Stechen um die Goldene Peitsche geschafft, darunter Tobias Meyer, der am Sonnabendabend schon die Gothaer Trophy gewonnen hatte und nun hinter Bormann auf Platz zwei landete, sowie der Schweizer Werner Muff, der bereits für sein Land bei Olympia geritten ist.

Im Großen Preis ritt er mit einem Pferd, das er noch gar nicht so lange besitzt, und zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: „Das Pferd geht konstant jedes Springen Null.“ Der erfahrene Reiter, der auf Platz drei landete, gönnt der Amazone den Sieg: „Sie hat alles richtig gemacht, ist volles Risiko gegangen, das musste sie auch“, sagt er.

Auf dem Weg zum letzten Sprung, ein langer Weg, hatte die 23-jährige Reiterin ihr Pferd komplett gehen lassen, war im rasanten Tempo auf den Sprung zugerast. „Dieses Pferd ist der Wahnsinn“, sagt sie danach. „Ich habe schon zu meinem Papa gesagt, dass dieses Pferd wirklich alles für mich möglich macht. Er wusste glaube ich in dem Tempo selbst nicht genau wohin, aber er kämpft einfach und springt ab, wenn ich den Impuls gebe.“

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Dass der Parcours es in sich hatte, zeigte sich auch daran, dass nur fünf von fast 50 Reitern ihn fehlerfrei absolvierten – viele scheiterten an einem Sprung mit weißer Wellenplanke, den die Pferde wohl schlecht taxieren konnten, oder an dem Oxer vor der bekannten Hardenberg-Mauer.

Auch Markus Beerbaum musste einen Abwurf und einen Zeitfehler in Kauf nehmen, sodass der Traum, die Peitsche nach dem Vorjahressieg mit nach Hause zu nehmen, platzte. Und Finja Bormann nun im nächsten Jahr die Chance darauf hat: „Ich bin auf jeden Fall im nächsten Jahr dabei und freue mich schon riesig darauf“, sagt sie.

Ihr A Crazy Son of Lavina ist genauso ein Publikumsliebling wie die Reiterin selbst: „Er ist eigentlich total ruhig, aber wenn ich in die Arena komme, kann er nicht mehr ruhig bleiben, das Publikum pusht ihn total“, sagt sie – und dankt den Zuschauern für ihre Unterstützung. Und auch Papa Bormann ist sichtlich stolz auf seine Tochter.

Auch bei dem Zweitplatzierten beim Großen Preis, Tobias Meyer, war es zwischen ihm und seinem Pferd wohl Liebe auf den ersten Blick – er verriet, dass er das Pferd erst seit Mittwoch im Stall hat und reitet. „Ich habe mir ganz viele Videos angeguckt, wie der vorherige Reiter ihn geritten ist“, sagt er über den Wallach Gain Line. „Ich habe das Gefühl, als wenn wir uns schon lange kennen.“

Von Hannah Scheiwe

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