16. Mai 2021 / 18:33 Uhr

Harte Hrubesch-Kritik an Profis nach verpasstem HSV-Aufstieg: "Hatten es auch nicht verdient"

Harte Hrubesch-Kritik an Profis nach verpasstem HSV-Aufstieg: "Hatten es auch nicht verdient"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
 Lange Gesichter beim Hamburger SV: Erneut hat es mit dem Aufstieg in die Bundesliga nicht geklappt. Interimstrainer Horst Hrubesch findet klare Worte.
Lange Gesichter beim Hamburger SV: Erneut hat es mit dem Aufstieg in die Bundesliga nicht geklappt. Interimstrainer Horst Hrubesch findet klare Worte. © IMAGO/Nordphoto/dpa/Montage
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Der Hamburger SV muss auch eine vierte Saison in der 2. Liga verbringen. Durch eine Niederlage beim VfL Osnabrück sind die letzten Aufstiegs-Träume der Hanseaten geplatzt. Interimstrainer Horst Hrubesch übte nach Abpfiff harte Kritik.

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Erst tröstete er noch seine Spieler nach der nächsten großen Enttäuschung für das ehemalige Bundesliga-Schwergewicht Hamburger SV - dann machte Horst Hrubesch seinem Ärger am Sky-Mikrofon Luft. Der Interimstrainer des HSV war mit der Leistung seiner Spieler nicht zufrieden. Diese hatten kurz zuvor mit einer 2:3-Pleite beim Abstiegskandidaten VfL Osnabrück ihre letzte Chance auf den Relegationsplatz drei verspielt. "Natürlich tut es weh. Aber eins müssen wir ganz klar sagen: Wir hatten es auch nicht verdient", sagte Hamburgs Fußball-Legende. Der HSV muss nun eine vierte Saison in der Zweitklassigkeit verkraften.

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Der Nachfolger des erst Anfang des Monats entlassenen Daniel Thioune übte harte Kritik: "Das reicht so nicht", sagte Hrubesch. "Wir machen Türen auf und kriegen Gegentore, wo du dich wirklich hinterfragen musst", ergänzte er und warf seinem Team fehlende Mentalität vor: "Ich hatte nicht das Gefühl, dass wir dieses Spiel so wollten, wie es sein muss." Dabei sei sein Team eigentlich "in der Lage, Fußball zu spielen", wie der HSV beim 5:2-Sieg gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Montag bewiesen habe.

HSV-Sportvorstand Boldt kritisiert: "Zu viele Punkte liegen lassen"

Christian Santos (34. Minute), Maurice Multhaup (61.) und Marc Heider (84.) erzielten die Tore für die Gastgeber an der Bremer Brücke. Robin Meißner (37.) und Tim Leibold (82.) glichen zwischenzeitlich für den HSV aus. Die Rothosen liegen vor dem 34. Spieltag nun auf Rang fünf der Tabelle und haben sechs Punkte Rückstand auf den Aufstiegsrelegationsrang. Die Hamburger wollten nach dem Ausgleich auf Sieg spielen, Heider machte das Vorhaben mit dem letzten Treffer des Nachmittags jedoch zunichte. "Wir haben gegen die Mannschaften von unten zu viele Punkte liegen lassen", stellte Sportvorstand Jonas Boldt am bitteren Ende trefflich fest.

Sein Urteil war nicht ganz so hart. "Die Enttäuschung ist groß. Wir haben uns natürlich viel mehr vorgenommen", sagte Boldt. "Es war ein bisschen sinnbildlich für die ganze Saison." Der 39-Jährige kündigte direkt an: "Wir werden definitiv Luft holen und einen neuen Anlauf nehmen." Mit namhaften Bundesliga-Absteigern wie Schalke 04 und vielleicht sogar Werder Bremen und dem 1. FC Köln könnte der angepeilte Aufstieg auch in der kommenden Saison ein echter Kraftakt werden. "Es ist ein steiniger Weg, den wollen wir gehen. Und ich werde wieder vorangehen", so Boldt optimistisch.