23. März 2021 / 17:30 Uhr

Harte Kritik von Coach Haber und drei Verletzte: SC DHfK Leipzig fährt geschwächt nach Kiel

Harte Kritik von Coach Haber und drei Verletzte: SC DHfK Leipzig fährt geschwächt nach Kiel

Tilman Kortenhaus
Leipziger Volkszeitung
SC DHfK Leipzig Trainer André Haber
DHfK-Coach André Haber ist mit der derzeitigen Leistung seines Teams unzufrieden. © Christian Modla
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Bei den Handballern vom SC DHfK Leipzig rumort es zur Zeit gewaltig. Trainer André Haber erwartet, dass alle Spieler am Mittwoch beim THW Kiel mehr Verantwortung auf dem Spielfeld übernehmen. Durch die zunehmenden personellen Engpässe stehen die Leipziger allerdings vor einem schwierigen Spiel.

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Leipzig. Abseits von möglichen Modellprojekten, drohenden Spielabsagen und einer verwirrenden Corona-Schutzverordnung müssen sich die Handballer vom SC DHfK Leipzig in diesen Tagen auch mit einigen sportlichen Problemen beschäftigen. In der Offensive stolperte das Team von André Haber in den vergangenen Wochen regelmäßig über das eigene Unvermögen und mit den Ausfällen von Martin Larsen (Knie), Marko Mamic (Fuß) und Gregor Remke (Kopf) wirkt die Niederlage beim THW Kiel am Mittwoch um 18.30 Uhr bereits programmiert.

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Während Larsens langfristige Knieverletzung die linke Flanke schwächt, sorgen die Ausfälle von Mamic und Remke im rechten Rückraum für massive Probleme, denn nach Remkes schmerzhaftem Zusammenprall im Training fehlen nun beide etatmäßigen Profis auf der Position. Als Ersatz wird beim Rekordmeister der A-Jugendliche Jakob-Jannis Leun aushelfen müssen. Der ist für seine 17 Jahre zwar topfit, wird aber gegen die überragenden THW-Stars wohl wenig ausrichten können.

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zum Spiel

<b>Philipp Weber (SC DHfK Leipzig):</b> Marko spielt eine wichtige Rolle bei uns – gerade in der Abwehr. Das ist so kurzfristig nur schwer zu kompensieren. Dennoch soll das nicht als Ausreden gelten, wir hätten es besser lösen können heute. Wir haben wieder zu viele einfache Fehler gemacht. Zur Galerie
Philipp Weber (SC DHfK Leipzig): "Marko spielt eine wichtige Rolle bei uns – gerade in der Abwehr. Das ist so kurzfristig nur schwer zu kompensieren. Dennoch soll das nicht als Ausreden gelten, wir hätten es besser lösen können heute. Wir haben wieder zu viele einfache Fehler gemacht." ©

„Das Spiel gegen die Rhein-Neckar Löwen hat gnadenlos unsere Probleme aufgezeigt. Wir verwerfen viele zu viele Bälle , es fehlt ein stückweit die Aggressivität und es passieren zu viele Undiszipliniertheiten“, beschreibt DHfK-Manager Karsten Günther ein paar der Baustellen. Ein möglicher Grund für die vielen Schwachstellen: „Man merkt, dass der Umbruch etwas mit der Truppe macht. Jeder lässt aktuell zu viel liegen.“ Die letzten Prozentpunkte würden aktuell bei fast allen Spielern fehlen.

Das sieht auch Coach Haber so, der kritisiert: „Ich erwarte vor allem mehr Verantwortung für das Spielgerät. Es ist teilweise zu einfach, zu billig was wir da anbieten.“ Hier müsse das Team weiterhin an sich arbeiten und in Zukunft wieder besser abliefern. „Gequatscht haben wir in den letzten Tagen genug, jetzt müssen wir Taten folgen lassen“, wird Günther deutlich. Kein leichter Auftrag, erst recht nicht in Kiel.