16. Oktober 2020 / 17:30 Uhr

Harte Nuss in Auerbach: BSG Chemie Leipzig will auch im Vogtland punkten

Harte Nuss in Auerbach: BSG Chemie Leipzig will auch im Vogtland punkten

Jens Fuge
Leipziger Volkszeitung
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Alexander Bury (hier im letzten Heimspiel gegen die Vogtländer vor fast einem Jahr) und die BSG Chemie Leipzig wollen beim VfB Auerbach drei weitere Punkte holen. © Christian Donner
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Unangenehm ist es für Fußballer im Vogtland immer. Nicht wegen der Leute und der Natur dort, sondern auf Grund der Fußballer des VfB Auerbach. Die BSG Chemie Leipzig darf am Samstag dort gastieren.

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Leipzig. Wer hat Angst vorm bösen Wolf? Im Fußballer-Slang heißt das: Wer fährt gern nach Auerbach? Die BSG Chemie tritt am Sonnabend (13.30 Uhr) beim Ligakonkurrenten an. Die kantigen Vogtländer gelten als kompromisslos, griffig und humorlos. Zumindest auf dem Platz.

Elf gelbe Karten in den bisherigen neun Spielen sind Ligaschnitt, Chemie kommt da schon auf „stolze“ 20. Also nur Fußballer-Latein? Fakt ist: Es gab Zeiten, da tat sich Grün-Weiß schwer. 2007 gab es sogar mal eine 1:5-Klatsche, der heutige Mannschaftsleiter Daniel Heinze wirkte einige Minuten mit. Die Leutzscher wissen aber inzwischen, wie man die harte Nuss knacken kann. Zuletzt gab es einen 2:0-Heimsieg (siehe Bildergalerie), zuvor den bedeutsamen 1:0-Sieg im Pokalhalbfinale 2018.

DURCHKLICKEN: Die Bilder zum Heimspiel der BSG gegen Auerbach 2019

Heimsieg! Die BSG Chemie Leipzig gewinnt im heimischen Stadion die Partie gegen Auerbach mit 2:0. Zur Galerie
Heimsieg! Die BSG Chemie Leipzig gewinnt im heimischen Stadion die Partie gegen Auerbach mit 2:0. ©

Einer, der – auf den Tag genau, am 17. Oktober 2010 - schon einmal Geschichte gegen den gleichen Gegner schrieb, ist Benny Schmidt. Eingewechselt in der 78. Minute, gelang dem damals 20-jährigen nur eine Minute darauf ein sensationeller Kopfballtreffer vom Strafraumeck (!) zum 1:0-Sieg. Ebenfalls denkwürdig: Torhüter Felix Weiß hielt damals gleich zwei Strafstöße der Gäste.

„Haben auch dort eine Chance“

Schmidt, der wie kaum ein anderer mit der grün-weißen DNA verbunden ist: „Das ist immer ein unangenehmer Gegner. Ein Spiel auf Augenhöhe, die sind ein direkter Mitstreiter um den Klassenerhalt.“ Ausdrücklich warnt er vor den hinlänglich bekannten Stärken des Gegners: „Auch wenn es jeder auf dem Zettel hat: Bei Eingaben müssen wir auf den langen Pfosten achten. Jeder weiß, wer dort wartet…“ Gemeint ist die Auerbacher „Lebensversicherung“, Torjäger Zimmermann. Der Stürmer hat in neun Spielen schon wieder unglaubliche zehn Tore erzielt. 17 Treffer hat Auerbach insgesamt erzielt, dafür bereits zwanzig Tore kassiert. Chemie kommt auf eine ähnliche Offensivausbeute (15 Tore), hat aber hinten deutliche bessere Werte vorzuweisen (9 Gegentreffer).

„Wenn wir konzentriert und fokussiert bleiben, haben wir auch dort eine Chance“, ist sich Benny Schmidt sicher. Fehlen werden bei der BSG definitiv Wendt, Kessler, Krahl, Wajer, Pannier, Fragezeichen stehen hinter Petracek und Karau.