31. Juli 2020 / 16:59 Uhr

Acht Monate Sperre und 300 Euro Strafe für Trainer Max Glawe

Acht Monate Sperre und 300 Euro Strafe für Trainer Max Glawe

Oliver Schwandt
Märkische Allgemeine Zeitung
Max Glawe
Der Trainer von Blau-Weiss Schenkendorf wird für sein Verhalten hart sanktioniert.
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Kreisoberliga Dahme/Fläming: Nach einer versuchten Tätlichkeit und einer Beleidigung gegenüber Schiedsrichter Marco Arndt wurde Blau-Weiß Schenkendorf-Coach Max Glawe hart bestraft.

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Fußball-Kreisoberliga-Aufsteiger SC Blau-Weiß Schenkendorf muss für acht Monate, genauer gesagt bis zum 12. Februar 2021, auf seinen neuen Trainer Max Glawe verzichten, der vor der Saison von der SG Schulzendorf zu Blau-Weiß gewechselt war. Diese Strafe gegen Glawe sprach das Sportgericht des Fußballkreises Dahme/Fläming unter Leitung des Vorsitzenden Peter Backhaus aus, die folgendermaßen begründet wurde: „Max Glawe wird für acht Monate gesperrt und zu einer Geldstrafe von 300 Euro verurteilt, da er nach dem Kreisoberligaspiel der SG Schulzendorf gegen den Ruhlsdorfer BC am 8. März 2019 (2:3) eine versuchte Tätlichkeit und eine Beleidigung gegenüber Schiedsrichter Marco Arndt begangen hat.“

Max Glawe (Schenkendorf): "Mit dem Schubsen fingen Spieler aus Ruhlsdorf an"

Diese Aussage kann Glawe überhaupt nicht nachvollziehen. „Ich kann mich nicht daran erinnern, eine Tätlichkeit oder eine Beleidigung gegenüber Schiedsrichter Marco Arndt begangen zu haben. Er selbst sagte bei der Verhandlung aus, wir standen auch Schulter an Schulter. Herr Arndt ist etwa 198 cm groß, ich 174 cm. Da frage ich mich doch wirklich, wie ich bei so einem Größenunterschied ihn mit meiner seine Schulter erreichen sollte.“

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Glawe erläuterte auch, wie es überhaupt zu der Auseinandersetzung kam, die zur Sportgerichtsverhandlung führte. „Arndt zeigte eine Nachspielzeit von vier Minuten an. Mein Team war im Angriff und hatte sogar noch die Möglichkeit, den Ausgleichstreffer zu erzielen. Während des Angriffes pfiff Arndt nach 3:30 Minuten Nachspielzeit die Partie ab“, erinnert sich Glawe, „nach dem Match fragte ich ihn auf einer sachlichen Art und Weise, ohne eine einzige Beleidigung oder eines Schubsens, den Referee, warum er das Spiel zu früh beendet hatte. Es äußerte sich nicht und zeigte mir, da ich schon mit Gelb vorverwarnt war, die Gelb-Rote Karte. Erinnern kann ich mich dann noch an einige Spieler aus Ruhlsdorf, die mit dem Schubsen anfingen und mich belagerten. Es fiel auch das Wort ,Hurensohn’, aber nicht aus meinem Mund.“

Ein direktes Schubsen oder Stoßen konnte das Sportgericht bei der Verhandlung in Mellensee jedoch nicht zweifelsfrei nachweisen. Darüber ist Glawe richtig sauer, da unter anderem die Augenzeugin der Begegnung, Franziska Neumann, bei der Verhandlung bestätigte, dass der ehemalige SGS-Trainer Marco Arndt überhaupt nicht berührt hatte. „Meine beiden Zeugen wurden sehr unprofessionell behandelt“, ärgert sich Glawe.

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Die Härte des Urteils begründete Backhaus auch damit, weil Glawe ein Wiederholungstäter ist. „In der selben Saison hatte er bereits nach dem Spiel SV Schönefeld gegen die SG Schulzendorf eine Strafanordnung durch den Staffelleiter bekommen, wegen ähnlicher Handlungen gegen einen Unparteiischen wie beim Vorfall nach dem Match gegen Ruhlsdorf.“

Zusätzlich bekam Glawe noch eine weitere Strafe von 100 Euro aufgebrummt, die Backhaus so erläuterte: „Im Zuge der Verhandlung zeigte sich Glawe recht uneinsichtig und es war bei ihm überhaupt kein Zeichen von Reue zu erkennen. Zudem zeigte er gegenüber dem Sportgericht ein ungebührliches Verhalten, das die zusätzliche Strafe durch einen Extrabeschluss nach sich führte. Unter anderem kam er schon vor der eigentlichen Urteilsverkündigung den Anweisungen des Vorsitzenden nicht nach, so dass er ermahnt werden musste. Während der Urteilsverkündigung verließ Glawe vorzeitig den Saal.“