13. Mai 2019 / 18:37 Uhr

Hartmann kann sein Comeback bei Dynamo Dresden nicht genießen

Hartmann kann sein Comeback bei Dynamo Dresden nicht genießen

Jochen Leimert
Dresdner Neueste Nachrichten
Marco Hartmann bedankt sich in Kiel bei den mitgereisten Fans, doch das fiel ihm angesichts der 0:3-Klatsche schwer.
Marco Hartmann bedankt sich in Kiel bei den mitgereisten Fans, doch das fiel ihm angesichts der 0:3-Klatsche schwer. © Mike Worbs
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Der SGD-Kapitän kommt nach langer Verletzungspause in Kiel wieder mal zum Einsatz, aber die Partie endet mit einer großen Ernüchterung.

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Kiel. Sein dreieinhalb Monate währender Ausfall begann am 30. Januar nicht nur mit einem Teilsehnenriss im rechten Oberschenkel, sondern auch mit einer bitteren 3:4-Heimniederlage gegen die Arminia aus Bielefeld. Bei seinem ersehnten Comeback am vergangenen Sonntag in Kiel war Marco Hartmann auch nicht rundum glücklich, denn der Dynamo-Kapitän verließ den Rasen nach einem 31 Minuten währenden Kurzeinsatz mit einer 0:3-Niederlage. Seine Rückkehr auf den Platz konnte er nicht wirklich genießen, dabei hatte der Arbeitstag beim Betreten der Kabine im Holstein-Stadion mit einem Lächeln begonnen: „Ich war sehr dankbar, als ich mein Trikot gesehen habe und reindurfte, um ein bisschen Fußball zu spielen. Das Gefühl bei der Anreise war wie neu. Aber natürlich waren der Spielverlauf und das Ergebnis schon enttäuschend.“

Bilder von der Zweitliga-Partie zwischen Holstein Kiel und Dynamo Dresden

Kiels Trainer Tim Walter gestikuliert vor der Fantribüne. Zur Galerie
Kiels Trainer Tim Walter gestikuliert vor der Fantribüne. ©
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Mit seiner Einwechslung hatte der 31-Jährige nicht wirklich gerechnet, „obwohl ich in der Woche im Training Gas gegeben habe“. Schließlich hatte Trainer Cristian Fiel erst am Freitag in der Pressekonferenz vor der Kiel-Reise betont, dass er den Eichsfelder nicht zu früh wieder aufs Feld schicken wolle. Dynamo habe Hartmann in der Vergangenheit oft zu wenig Zeit gegeben, um Verletzungen wirklich auszukurieren und dann topfit zurückzukehren. Druck auf Fiel habe er aber nicht ausgeübt, betonte der dienstälteste Dynamo-Profi. Er habe sich aber auch nicht gesträubt, sondern sehr gefreut. Ihn ärgerte es nur, dass er der neben sich stehenden Mannschaft nicht wie erhofft helfen konnte, die Partie herumzureißen: „Ich hätte natürlich gern einen anderen Einfluss auf das Spiel gehabt.“

DURCHKLICKEN: Die Dynamo-Elf in der Einzelkritik

Patrick Wiegers – In seinem zweiten Saisoneinsatz erwischte der Bayer einen gebrauchten Tag, denn welcher Torwart will schon dreimal den Ball aus dem Netz holen. Erstmals ernsthaft gefordert wurde der 29-Jährige in der 15. Minute, als er einen Freistoß von Alexander Mühling wegfausten musste. Dann hielt er gegen Masaya Okugawa, konnte aber beim 0:1 von Jae Sung Lee nichts machen. Bei den anderen Gegentoren konnte er auch wenig ausrichten. Note: 3,5 Zur Galerie
Patrick Wiegers – In seinem zweiten Saisoneinsatz erwischte der Bayer einen gebrauchten Tag, denn welcher Torwart will schon dreimal den Ball aus dem Netz holen. Erstmals ernsthaft gefordert wurde der 29-Jährige in der 15. Minute, als er einen Freistoß von Alexander Mühling wegfausten musste. Dann hielt er gegen Masaya Okugawa, konnte aber beim 0:1 von Jae Sung Lee nichts machen. Bei den anderen Gegentoren konnte er auch wenig ausrichten. Note: 3,5 ©

Bei Dynamo Dresden hakt es an allesn Ecken und Enden

Offen gab Hartmann zu, dass seine Truppe in dieser Saison nicht mit den im oberen Tabellendrittel stehenden Kielern mithalten konnte: „Man muss einfach sagen: Holstein Kiel performt auf einem anderen Level als wir in diesem Jahr. Wenn ich sehe, was die für Abläufe haben, was die für eine Selbstsicherheit haben, welche Ruhe am Ball. Ich will nicht sagen, dass wir die wesentlich schlechteren Spieler haben – keinesfalls! Uns fehlt aber das, was sie stark gemacht hat. Bei uns hakt es an allen Ecken und Enden.“ Kiel habe ein gutes Konzept gezeigt, den Ball gut laufen lassen. „Wenn du da nicht ganz, ganz eklig über 90 Minuten bist und wirklich Fehler erzwingst, dann kommst du nicht in das Spiel rein“, so seine bittere Erkenntnis.

DURCHKLICKEN: Die Stimmen zum Spiel in Kiel

Cristian Fiel, Cheftrainer SG Dynamo Dresden: 
Erstmal Glückwunsch nach Kiel zum Sieg! Wir hatten uns viel vorgenommen - auch wenn sich das jetzt so kurz nach dem Spiel komisch anhört, aber es war so. Wir wussten auch, was auf uns zukommt. Wir wollten aggressiv gegen den Ball spielen, nicht zu früh anlaufen, weil wir wissen, wie Kiel spielt und wie gut sie die Räume nutzen. Nur musst du dann natürlich auch auf den Ball kommen und das haben wir überhaupt nicht gemacht. Nach der Führung spielt Kiel einfach den Ball, den sie können, und wir kommen überhaupt nicht nach vorn, werden kaum bis gar nicht gefährlich. Dann verlierst du dieses Spiel 3:0.  Zur Galerie
Cristian Fiel, Cheftrainer SG Dynamo Dresden: Erstmal Glückwunsch nach Kiel zum Sieg! Wir hatten uns viel vorgenommen - auch wenn sich das jetzt so kurz nach dem Spiel komisch anhört, aber es war so. Wir wussten auch, was auf uns zukommt. Wir wollten aggressiv gegen den Ball spielen, nicht zu früh anlaufen, weil wir wissen, wie Kiel spielt und wie gut sie die Räume nutzen. Nur musst du dann natürlich auch auf den Ball kommen und das haben wir überhaupt nicht gemacht. Nach der Führung spielt Kiel einfach den Ball, den sie können, und wir kommen überhaupt nicht nach vorn, werden kaum bis gar nicht gefährlich. Dann verlierst du dieses Spiel 3:0.  ©

Wenn er könnte, würde er das letzte Saisonspiel am Sonntag gegen Paderborn aber nicht einfach sausen lassen und in den Urlaub abdüsen. Der Auftritt in Kiel wäre kein würdiger Abschluss: „Mit so einem Spiel willst du nicht aus der Saison gehen. Zu Hause muss einfach wieder mehr Power auf den Platz.“

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