10. Juli 2022 / 13:39 Uhr

"Ein Bouna Sarr war damals stärker": Wegbegleiter erklären die Entwicklung von Bayern-Star Sadio Mané

"Ein Bouna Sarr war damals stärker": Wegbegleiter erklären die Entwicklung von Bayern-Star Sadio Mané

Alexis Menuge 
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Neuzugang Sadio Mané (Mitte) hat auf seinem Weg zum Weltstar viele Förderer und Freunde gesammelt: Bouna Sarr (l.), Pierre Bouby (2.v.l.) Patrick Hesse (r.) und Dominique Bijotat (unten rechts) sprechen über den neuen Bayern-Star.
Bayern-Neuzugang Sadio Mané (Mitte) hat auf seinem Weg zum Weltstar viele Förderer und Freunde gesammelt: Bouna Sarr (l.), Pierre Bouby (2.v.l.) Patrick Hesse (r.) und Dominique Bijotat (unten rechts) sprechen über den neuen Bayern-Star. © IMAGO/Lackovic/PanoramiC (Montage)
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Topstürmer Sadio Mané ist beim FC Bayern München mit dem Trainingseinstieg endgültig angekommen. Der 30-Jährige ist der neue Superstar der Bundesliga. Der SPORTBUZZER hat mit ehemaligen Wegbegleitern des Senegalesen gesprochen. 

Neuzugang Sadio Mané hat zum Start des Wochenendes sein erstes Training mit dem Team des FC Bayern München absolviert - sein Weg zum internationalen Topstar begann seinerzeit nur eine Autostunde von der deutschen Grenze entfernt.

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Als der damals 19-Jährige in der Saison 2011/2012 Profi wurde, trug er das Trikot des FC Metz, der in der zweiten französischen Liga spielte. In Lothringen zeigte der Stürmer sofort sein Talent, und manche Mitspieler konnten damals nicht ahnen, welche Karriere der in Bambali geborene Torjäger noch hinlegen würde. "Damals, als er nach Metz kam, war Sadio wahnsinnig schüchtern“, erinnert sich sein früherer Mitspieler Pierre Bouby, heute Experte bei L’Équipe TV, gegenüber dem SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

"Auf dem Platz zeigte Mané aber sofort, was er will und dass er nicht nur zum Spaß bei uns war. Er hatte Großes vor. Er hatte bereits die Gabe, sich in Eins-zu-eins-Situationen ziemlich locker durchzusetzen. Er war zwar dribbelstark, flink und sehr abgebrüht vor dem gegnerischen Tor. Aber wenn ich ehrlich bin, hätte ich vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten, dass er so weit kommt und heute zu den besten Spielern der Welt gehört“, führt Bouby weiter aus.

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Bayern-Teamkollege Sarr über Mané: "Er ist höchst professionell, will nichts dem Zufall überlassen"

Im Stade Saint-Symphorien von Metz hieß einer von Manés weiteren Kollegen übrigens Bouna Sarr. Der heutige Rechtsverteidiger des deutschen Rekordmeisters, der seit gut einem Jahr zusammen mit Mané auch in der senegalesischen Nationalmannschaft spielt, kann sich an einen jungen Mann erinnern, der damals bereits als "Wunderstürmer" galt. "Sofort habe ich sein enormes Potenzial gesehen. Insofern bin ich alles andere als überrascht, dass er dieses Niveau erreichen konnte", sagt Sarr: "Diese Gier, die man bei ihm in jedem Spiel mit dem FC Liverpool sehen konnte, war schon immer in ihm drin. Er ist höchst professionell, er will nichts dem Zufall überlassen, und er ist auch detailbesessen. Bei ihm gilt der Spruch: Je älter, desto besser.“

Manés eigentlicher Entdecker ist Patrick Hesse, der 2011 als Co-Trainer beim FC Metz wirkte. Der Franzose hat noch viele Anekdoten aus der damaligen Zeit mit Mané parat: "Er war stets fleißig, er wollte sich immer verbessern und aus seinen Fehlern lernen. Spielerisch war damals bereits festzustellen, dass er beim ersten Ballkontakt der Beste ist. Er war sauschnell, aber noch zu ungestüm im Abschluss. Er hat zu viel nachgedacht. Er liebt das Spiel, und die Arbeit bereitet ihm Freude.“

Trainer Dominique Bijotat, der in den 1980er-Jahren achtmal das Trikot der Équipe Tricolore trug, war schließlich derjenige, der Mané zum Profi machte. "Sadio war sehr talentiert, aber ein Bouna Sarr war damals stärker, weil er mit beiden Füßen kicken konnte, während Sadio nur mit dem Rechten zu überzeugen wusste. Nichtsdestotrotz war vorauszusehen, dass Mané sehr weit kommen würde.“