21. August 2019 / 07:40 Uhr

"Hatte schon schwierige Zeiten": 96-Neuzugang Jannes Horn im SPORTBUZZER-Interview (Teil 1)

"Hatte schon schwierige Zeiten": 96-Neuzugang Jannes Horn im SPORTBUZZER-Interview (Teil 1)

Dirk Tietenberg
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
96-Neuzugang Jannes Horn im SPORTBUZZER-Interview.
96-Neuzugang Jannes Horn im SPORTBUZZER-Interview. © Florian Petrow
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Vergangene Woche hat Hannover 96 Jannes Horn vom 1. FC Köln verpflichtet, am Samstag in Wiesbaden stand der Neuzugang erstmals für die "Roten" auf dem Platz. Im ersten Teil des SPORTBUZZER-Interviews spricht der gebürtige Braunschweiger über seine ersten Eindrücke vom neuen Team, seine Familie und den Glauben.

Jannes Horn, wie waren Ihre ersten Eindrücke?

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Super. Ich kannte ja Cedric Teuchert und Waldemar Anton von den U-Nationalmannschaften, außerdem Sebi Jung aus Wolfsburg. Die drei haben es mir leicht gemacht. Die Mannschaft ist top, und vielleicht kommt ja auch noch jemand wie jetzt zuletzt der Emil Hansson.

Haben Sie nach dem Sieg in Wiesbaden noch für die Mannschaft ein Einstandslied singen müssen?

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Nein. Meine Freundin Alessia hat mich im Hotel besucht. Wir waren noch etwas essen. Das mit dem Singen wird bestimmt noch kommen.

Welches Lied würden Sie singen?

Atemlos. Ich bin gespannt, wann das kommt.

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Sommer 2019: Dennis Aogo (vereinslos -> Hannover 96) Zur Galerie
Sommer 2019: Dennis Aogo (vereinslos -> Hannover 96) ©

Sie kommen aus Braunschweig. Wie erklären Sie Ihrer Familie und Ihren Freunden, dass Sie jetzt für 96 spielen?

Mein Bruder Florian ist Physiotherapeut bei Eintracht, ich bei 96. Ich habe aber nie für den BTSV gespielt. Deswegen nehme ich das mit Humor. Da muss sicherlich keiner Angst haben, dass ich Halbgas gebe, nur weil ich in Braunschweig geboren bin. Es gibt Sprüche, aber alles halb so wild, meine Freunde stehen ja jetzt nicht bei der Eintracht im Fanblock.

Sie sind sehr gläubig. Wie viel bedeutet Ihnen das?

Ich würde lieber häufiger in die Kirche gehen. Etwa einmal im Monat bin ich dort. Vorm Schlafen bete ich. Ohne mein Gebet könnte ich gar nicht einschlafen. Mit 14 war das noch nicht ganz so, da habe ich meinen Konfirmationsunterricht abgebrochen. Das kam erst so vor vier oder fünf Jahren.

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Sie sind für 7,5 Millionen von Wolfsburg nach Köln gewechselt, Leipzig wollte Sie für 10 Millionen. Sie waren auf dem Sprung zum Star. Zuletzt mussten Sie in Köln bei der U21 trainieren. Hat Ihnen der Glaube in der Phase geholfen?

Ja. Ich ziehe aus dem Glauben Kraft, das ist so bei mir. Ich hatte schon schwierige Zeiten, obwohl ich erst 22 bin. Ich hatte noch kein ruhiges Jahr. Der Aufstieg in Köln war aber toll.

Der Abstieg in der Hierarchie war krass. Wie kam es?

Ich hatte starke Konkurrenten. Von Jonas Hector konnte ich mir aber viel abschauen, genau wie von Marcel Schäfer in Wolfsburg. In zwei Jahren habe ich 34 Spiele gemacht, das ist schon okay. Du hast mal ein schlechtes Spiel drin – und dann musst du stark ein.


Welches Spiel war das?

Der Knackpunkt war das Spiel gegen Sandhausen. Ich war vorher zehn Tage krank. Der Trainer hat gefragt, ob ich spielen kann, und als junger Spieler sagst du dann nicht nein, obwohl ich nur einmal mit der Mannschaft trainiert hatte. Das war dann kein gutes Spiel von mir. Und damit musst du dann umgehen.