06. Juni 2019 / 17:21 Uhr

"Hatten einen Knödel in der Hose": TSV Goltern verliert erstes Relegationsspiel

"Hatten einen Knödel in der Hose": TSV Goltern verliert erstes Relegationsspiel

Tobias Kurz
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Golterns Trainer Gustl Kuhn gibt Anweisungen.
Golterns Trainer Gustl Kuhn gibt Anweisungen. © deisterpics/Stefan Zwing
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Die Chancen auf einen Aufstieg in die Bezirksliga sind für den TSV Goltern deutlich gesunken. Der Kreisliga-Zweite verlor sein erstes Relegationsspiel beim TSV Hagenburg mit 1:2 - und scheiterte dabei vor allem am Verletzungspech und den eigenen Nerven.

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Der Aufstieg in die Bezirksliga wäre für den TSV Goltern die Krönung einer starken Saison in der Kreisliga 3 – doch dieser Traum ist durch die 1:2-Niederlage im ersten Relegationsspiel in Hagenburg in weite Ferne gerückt. Ein Heimsieg gegen den VfL Bückeburg II am kommenden Mittwoch (19 Uhr) ist Pflicht.

„Das ist noch mal ein härterer Brocken als Hagenburg und die werden natürlich heiß sein“, macht TSV-Coach Gustav Kuhn keinen Hehl daraus, dass die Chancen für sein Team deutlich geschrumpft sind. Eine bessere Ausgangslage verpassten die Golterner in Hagenburg, wo die Nerven vor rund 200 Zuschauern nicht mitspielten. „Die Jungs waren schon gehemmt, das hat man gemerkt. Da hatte der ein oder andere einen Knödel in der Hose“, gestand Kuhn, dass die ungewohnte Drucksituation den Gästen zu schaffen machte.

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Sturmtank Blume beeindruckt Kuhn: "Mutant auf zwei Beinen"

Die Platzherren hatten dagegen „drei, vier richtig gute Kicker dabei“ – vor allem Sturmtank Gian-Luca Blume beeindruckte Kuhn: „Der ist gefühlte 3,68 Meter groß, ein Mutant auf zwei Beinen. Wie er vorne die Bälle behauptet hat, war schon stark.“ Blume war es auch, der den Ball kurz nach der Pause nach einer Ecke zum 2:0 für die Hagenburger ins Netz wuchtete (47.) Zuvor hatte Marvin Fieberg per Elfmeter die Führung erzielt (14.).

"Wird irgendwann schwer, solche Ausfälle zu kompensieren"

Goltern gelang es hingegen nur selten zwingend zu werden. Das lag auch daran, dass Kuhn neben den langzeitverletzten Goalgettern Patrick Viehmeyer und Robin Busch auch noch kurzfristig Michael Tatje und Manuel Keil wegbrachen, sodass in vorderster Front die etatmäßigen Mittelfeldspieler Pascal Kuhn und Ole Hanff begannen. „Das soll keine Ausrede sein, aber irgendwann wird es schwer, solche Ausfälle zu kompensieren“, haderte Kuhn.

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Zwei weitere Golterner Verletzte im Spiel

Erst in der 85. Minute gelang Torben Wagner der Anschlusstreffer, nachdem Hagenburg einen weiteren Strafstoß vergeben hatte (70.). Das Verletzungspech riss auch während des Spiels nicht ab für die Gäste: Abwehrchef Chris Jansen musste nach einer halben Stunde raus, Hanff im zweiten Durchgang mit einem Muskelfaserriss.

Beide werden auch gegen Bückeburg fehlen – was die ohnehin harte Aufgabe nicht leichter macht. „Wir nehmen das Spiel jetzt noch mal mit und genießen das. Was dann kommt, werden wir sehen“, schaut Kuhn auf das Endspiel.

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