22. November 2020 / 17:26 Uhr

Hattrick in Freiburg: Mateta schießt Mainz zum ersten Sieg – und Schalke auf den letzten Platz

Hattrick in Freiburg: Mateta schießt Mainz zum ersten Sieg – und Schalke auf den letzten Platz

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Mainz-Stürmer Jean-Philippe Mateta war mit drei Toren (unten, v.l.) der Mann des Spiels in Freiburg.
Mainz-Stürmer Jean-Philippe Mateta war mit drei Toren (unten, v.l.) der Mann des Spiels in Freiburg. © Getty/imago images
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Der 1. FSV Mainz 05 kann doch noch gewinnen. Dank Lebensversicherung Jean-Philippe Mateta haben die Rheinhessen beim SC Freiburg recht souverän den ersten Sieg der Saison 2020/21 gefeiert. Neues Bundesliga-Schlusslicht ist nun der seit 24 Spielen sieglose FC Schalke 04.

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Dank Jean-Philippe Mateta hat der 1. FSV Mainz 05 den ersten Saisonsieg in der Bundesliga gefeiert und die Abstiegsränge zumindest vorübergehend verlassen. Die Rheinhessen gewannen beim SC Freiburg überraschend souverän mit 3:1 (3:0) und schoben sich unter anderem am neuen Tabellenletzten Schalke 04 vorbei auf den 15. Platz. Überragender Mann von Mainz war Mateta, dem im ersten Durchgang ein lupenreiner Hattrick gelang (2./34./40.). Der Franzose ist die personifizierte Mainzer Lebensversicherung, erzielte bisher sieben der zehn Saisontore. Nils Petersen (63.) schoss den einzigen Freiburger Treffer.

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Schon nach 61 Sekunden lag der Ball zum ersten Mal im Tor des Freiburger Torwarts Florian Müller, der vor der Saison von den Mainzern ausgeliehen worden war. Der Torschütze: Mateta, der den Angriff selbst mit einem gewonnen Zweikampf im Mittelfeld einleitete. Leandro Barreiro bediente den einstartenden Mittelstürmer mit einem starken Steilpass, der sich diese Chance nicht nehmen ließ (2.). Wegen eines vermeintlichen Handspiels von Mateta wurde der Treffer anschließend vom VAR überprüft, aber trotzdem gegeben. Nach zwölf Minuten hatte Mateta auch das mögliche 2:0 auf dem Fuß, nach mehreren Übersteigern scheiterte er jedoch am stark parierenden Müller.

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Freiburg zeigte sich bemüht, aber vollkommen glücklos im Abschluss - anders die unter Interimstrainer Jan-Moritz Lichte zuletzt fünf Mal sieglosen, diesmal aber stark eingestellten Mainzer. Insbesondere Mateta zeigte, warum vor der Saison zahlreiche Klubs aus der englischen Premier League an ihm interessiert waren. Einen Fernschuss von Robin Quaison wehrte Müller genau in die Füße des Angreifers ab, der sich die Chance auf dem Silbertablett aus kurzer Distanz nicht nehmen ließ - 2:0 (34.). Christian Günter und Vincenzo Grifo hatten zuvor Möglichkeiten für die abschlussschwachen Gastgeber versemmelt.

Schwache Abwehrarbeit das größte Problem des SC Freiburg

Das größte Problem des SC war indes die schwache Defensivarbeit: Immer wieder entwischte Mateta den Abwehrspielern der Breisgauer. So war das 3:0 die logische Folge. Nach einem Traumpass von Jean-Paul Boetius in den Lauf von Mateta vollendete dieser mit seinem dritten Treffer zum vorentscheidenden Pausenstand (40.). Für den Franzosen, der 2018 für acht Millionen Euro von Olympique Lyon kam, war es bereits der zweite Dreierpack seiner Karriere - kurios: schon den ersten gab es gegen den SC Freiburg (beim 5:0 im April 2019).

Die Gastgeber blieben auch im zweiten Durchgang zu harmlos. Großchancen konnte sich die Mannschaft von Trainer Christian Streich zunächst keine herausspielen. Stattdessen blieb der von seinen Mitspielern immer wieder steil geschickte Mateta ein ständiger Gefahrenherd. Nach einer Stunde rannte er der SC-Abwehr einmal mehr davon, umkurvte auch Keeper Müller. Statt seines vierten Treffers traf der 23-Jährige diesmal nur den Pfosten (60.). Auf der Gegenseite erzielte der bis dahin unauffällige Petersen nach einem von Mainz-Keeper Robin Zentner nur unzureichend abgewehrten Schuss von Roland Sallai das 1:3 (63.).

Der Treffer gab den Süddeutschen zunächst neuen Mut: Lucas Höler (72.) schoss aus kürzester Distanz im Liegen vorbei, nachdem er bei einem Klärungsversuch angeschossen wurde. Ein Schuss nach einem Konter von Mainz-Joker Karim Onisiwo (87.) wurde von Müller mit Mühe zur Ecke abgewehrt. Ein spätes Tor des eingewechselten Freiburgers Ermedin Demirovic (90.+3) wurde wegen eines Foulspiels an Zentner umgehend wieder aberkannt.