31. Oktober 2021 / 18:43 Uhr

Hauptsache Viertelfinale: Turbine Potsdam besiegt 1. FC Köln mit 2:0 (mit Galerie)

Hauptsache Viertelfinale: Turbine Potsdam besiegt 1. FC Köln mit 2:0 (mit Galerie)

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
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Marie Höbinger (r.) leitete den Turbine-Sieg ein. © Saskia Nafe
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DFB-Pokal der Frauen: Turbine Potsdam ist beim 2:0 im Achtelfinale gegen den 1. FC Köln der „glückliche Gewinner“. Zum fünften Mal in Serie stehen die Brandenburgerinnen im Viertelfinale.

Sofian Chahed hatte es vor dem Achtelfinale im DFB-Pokal der Fußballerinnen deutlich gemacht: Für ihn und sein Team von Turbine Potsdam zählt gegen den 1. FC Köln nur das Weiterkommen. Diesen Wunsch erfüllten die Potsdamerinnen ihrem Trainer beim 2:0 (0:0) vor 944 Zuschauern am Sonntag im Karl-Liebknecht-Stadion, hatten dabei aber mehr Mühe als ihnen lieb sein konnte.

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Das wusste auch der Coach: „Köln hat dafür gesorgt, dass wir heute einen harten Kampf abliefern mussten. Wir sind, das muss man zugeben, am Ende die etwas glücklicheren Gewinner“, bilanzierte Chahed, während sich sein Kölner Trainerkollege Sascha Glass maßlos ärgerte: „Wir betreiben hier einen Riesenaufwand, aber belohnen uns nicht.“

Die Frauen von Turbine Potsdam bezwingen den 1. FC Köln im DFB-Pokal mit 2:0.

Die Frauen von Turbine Potsdam bezwingen den 1. FC Köln im DFB-Pokal mit 2:0. Die Treffer erzielten Marie-Therese Höbinger (53.) und Selina Cerci (88.) vor 944 Zuschauern. Zur Galerie
Die Frauen von Turbine Potsdam bezwingen den 1. FC Köln im DFB-Pokal mit 2:0. Die Treffer erzielten Marie-Therese Höbinger (53.) und Selina Cerci (88.) vor 944 Zuschauern. ©

Denn bevor die favorisierten Gastgeberinnen so richtig im Spiel waren, brannte es schon ein paar Mal lichterloh vorm Turbine-Tor. Ein flacher Diagonalball rutschte nach neun Minuten durch die Abwehrkette und Amber Barrett stand plötzlich frei vor Potsdams Torfrau Anna Wellmann, die erst reaktionsschnell abtauchte und beim Nachschuss Unterstützung von Merle Barth bekam. Nur mit vereinten Kräften konnte die Situation bereinigt werden. Zehn Minuten später war bei Manjou Wildes Schuss kein Potsdamer Bein mehr dazwischen, der Ball lag im Netz, aber direkt vor Wellmann stand eine Kölnerin im Abseits. Effzeh-Trainer Glass schimpfte wie ein Rohrspatz und sah dafür Gelb. Turbines beste Chance in Hälfte eins: Eine scharfe Eingabe von Melissa Kössler, die Kölns Keeperin Manon Klett per Fuß vor der einschussbereiten Dina Orschmann klärte (43.).

„In der zweiten Halbzeit haben wir dann zielstrebiger nach vorn gespielt“, fand Chahed. Und sein Team habe in diesem nie hochklassigen, aber umkämpften, manchmal hitzigen Pokalfight eben auch die bessere Chancenverwertung an den Tag gelegt. In der 53. Minute parierte Klett zunächst im Eins-gegen-eins mit Orschmann, doch die Szene blieb heiß und Marie Höbinger hob den Ball zum 1:0 in den Winkel. Die Führung eröffnete den Potsdamerinnen mehr Räume in der von der gebürtigen Süd-Brandenburgerin und Ex-Turbine-Spielerin Peggy Kuznik organisierten Kölner Abwehr. Sophie Weidauer (77., Flachschuss) verpasste die Entscheidung noch, die in der 88. Minute Selina Cerci nach feinem Chip-Pass von Isabell Kerschowski besorgte.

Zum fünften Mal in Folge steht Turbine im Viertelfinale, das am 7. November gelost und am 1./2. März 2022 ausgespielt wird.

Turbine Potsdam: Wellmann – Sissoko, Barth, Gerhardt – Kerschowski, Höbinger, Chmielinski (81. Mesjasz), K. Holmgaard, Orschmann (79. Weidauer) – Cerci, Kössler (64. Plattner)