14. Januar 2022 / 14:58 Uhr

Havelland-Kreispokal: Ausgefallenes Viertelfinale wird neu angesetzt 

Havelland-Kreispokal: Ausgefallenes Viertelfinale wird neu angesetzt 

Axel Eifert
Märkische Allgemeine Zeitung
Im aktuellen Kreispokal-Wettbewerb schaltete der SV Falkensee-Finkenkrug II schon den Pokalverteidiger Blau-Gelb Falkensee aus. In dieser Szene gratuliert der Blau-Gelb-Coach den FF-II-Trainern. 
Im aktuellen Kreispokal-Wettbewerb schaltete der SV Falkensee-Finkenkrug II schon den Pokalverteidiger Blau-Gelb Falkensee aus. In dieser Szene gratuliert der Blau-Gelb-Coach den FF-II-Trainern.  © Axel Eifert
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Berufung des SV Falkensee-Finkenkrug vom FLB-Sportgericht abgewiesen - FF II tritt nun doch bei Viktoria Potsdam an 

Das noch offene Viertelfinalspiel im Fußball-Kreispokal zwischen Viktoria Potsdam (1. Kreisklasse) und Kreisliga-Spitzenreiter SV Falkensee-Finkenkrug II wird nun doch noch gespielt. Der Stellvertretende Vorsitzende des Landesverbands-Sportgerichts Jürgen Rost hat jetzt in einem Einzelrichterentscheid die Berufung des Falkenseer Vereins gegen das Urteil des Kreissportgerichts, die von den Potsdamern am 14. November 2021 wegen Coronafällen kurzfristig abgesagte Begegnung neu anzusetzen, als unbegründet abgewiesen.

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Potsdamer weisen Erkrankung von sechs Spielern nach

„Das Pokalspiel ist durch den Staffelleiter neu anzusetzen“, heißt es in dem Urteil. Kosten für das Verfahren werden nicht erhoben. Die vom SV Falkensee-Finkenkrug eingezahlte Berufungsgebühr in Höhe von 60 Euro wird dem Verein durch den Fußball-Landesverband erstattet, so der Richter.

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Der Verein Viktoria Potsdam machte gegenüber dem Sportgericht von der Möglichkeit Gebrauch, sich zu der Sache zu äußern. Innerhalb der gesetzten Frist hat der Verein für insgesamt sechs seiner Spieler, namentlich sind das Tobias Gehrke, Lukasz Siwak, Nico Scholz, Marten Niemeyer, Samuel Matty Heck und Tilman Gohlke, Nachweise der zuständigen Gesundheitsämter über ihre Erkrankung mit dem Coronavirus zum vorgesehen Spieltermin eingereicht. „Es ist auch von entscheidender Bedeutung in diesem Rechtsstreit, dass dem SV Viktoria Potsdam aufgrund des hohen Arbeitsanfalls bei den zuständigen Gesundheitsämtern es tatsächlich nicht möglich war, noch unmittelbar vor dem Spiel die Nachweise über die Erkrankung der Spieler zu erbringen“, heißt es in der Urteilsbegründung.


Das Sportgericht kam zur Entscheidung, dass wenn mit sechs von insgesamt 26 Spielern nahezu ein Viertel der Mannschaft nicht einsatzfähig ist, es ein Gebot der Fairness im Sport sei, wenn das Spiel wiederholt wird. Da dem SV Falkensee-Finkenkrug beim Einlegen der Berufung noch nicht die Nachweise über die Erkrankung der Spieler von Viktoria Potsdam vorlagen, erhält der Verein die Berufungsgebühr zurück.

Priorität der Falkenseer liegt auf Kreisoberliga-Aufstieg

In einer Stellungnahme bezeichnete Sven Steller, Fußball-Abteilungsleiter des Falkenseer Vereins, das Urteil „als nicht ganz verständlich für uns. Aber wir werden das so akzeptieren und einen Nachholtermin finden müssen.“ Dennis Hosang, Trainer der zweiten Falkenseer Mannschaft, sagte: „Ich bin ja auch dafür, die Sache sportlich auszutragen. Aber ich bin immer noch der Meinung, dass Viktoria Potsdam mit 20 Spielern gegen uns hätte antreten können. Auch wenn der Kreispokal für uns in dieser Saison nur das zusätzliche Bonbon ist, werden wir versuchen, das Viertelfinale zu gewinnen.“

Priorität hat für Hosang der Aufstieg in die Kreisoberliga. Schon vorige Saison hatte die FF-Reserve in der Kreisliga-Staffel B auf Platz eins gelegen, als der Saisonabbruch wegen Corona kam. Der Antrag der Falkenseer auf den Aufstieg wurde aber abgelehnt, nun will es das Hosang-Team im zweiten Anlauf schaffen. Im aktuellen Kreispokal-Wettbewerb sorgte die zweite Falkenseer Mannschaft mit Siegen über Pokalverteidiger Blau-Gelb Falkensee aus der Landesklasse und gegen das Kreisoberliga-Spitzenteam von Empor Schenkenberg für Furore. Für das Halbfinale im Kreispokal Havelland, das laut Rahmenterminkalender am Sonntag, dem 27. März, über die Bühne gehen soll, haben sich bereits die SG Michendorf aus der Landesklasse West und die beiden Kreisoberligisten Germania 90 Berge und Borussia Brandenburg qualifiziert.