19. April 2020 / 17:02 Uhr

Havelland-Umfrage: Wie vertreiben Sie sich als Schiedsrichter aktuell die Zeit?

Havelland-Umfrage: Wie vertreiben Sie sich als Schiedsrichter aktuell die Zeit?

MAZ-Redaktion
Märkische Allgemeine Zeitung
Yves Reimer, Nico Dreschkowski, Jan Seidel und Sven Lange (von o.l. nach u.r.) berichten von ihrer fußballfreien Zeit.
Yves Reimer, Nico Dreschkowski, Jan Seidel und Sven Lange (von o.l. nach u.r.) berichten von ihrer fußballfreien Zeit. © Privat, Benjamin Feller, Robert Roeske/SPORTBUZZER-Montage
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Kreis Havelland: Die derzeitige Fußballpause beschert auch den zahlreichen Unparteiischen der Region eine unfreiwillige Auszeit von ihrem Hobby – der SPORTBUZZER hat sich umgehört.

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Nico Dreschkowski (SG Michendorf): „Mir fehlt das gemeinsame Rausfahren mit den Jungs zu den Spielen sehr. Langweilig ist mir trotzdem nicht, da ich jetzt mehr Zeit mit der Familie verbringen kann, die in den letzten Jahren doch sehr zurückgesteckt hat. Zusätzliche Einheiten mache ich gerade nicht, da meine beiden Jungs mich zum Beispiel beim Fußballspielen fit halten. Als Angestellter bei der Kassenärztlichen Vereinigung wird man täglich mit dem Thema Corona konfrontiert und es wird uns leider noch sehr lange begleiten.“

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Sven Lange (Werderaner FC): „Die Schiedsrichterei fehlt mir. Ich halte mich durch regelmäßige Workouts fit und habe mein Fahrrad frühjahrsfit gemacht. Um nicht ganz aus dem Fußball rauszukommen, schaue ich mir im Internet Spiele aus der Vergangenheit an. Mehr Zeit bleibt gerade für die Familie und den Garten mit allen aufgeschobenen Schönheitsreparaturen. Außerdem erstelle ich gerade selbst entworfene Gebäudemodelle aus Karton. Als Geschäftsführer der BARMER stehen wir den Kunden telefonisch nach wie vor zur Verfügung.“

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Yves Reimer (FSV Optik Rathenow): „Es sind für alle schwere Zeiten ohne der geliebten „schönsten“ Nebensache der Welt und ich hoffe, dass bald ein gewisses Maß an Normalität zurückkehrt. Bis dahin wird an Haus und Grundstück einiges nachgeholt, wofür sonst wenig Zeit bleibt, oder werden die normalen Unterhaltungsarbeiten etwas entschleunigter vorgenommen. Auch im Ausschuss des FLB gibt es Dinge aufzuarbeiten, aber alles mit einem geringen Aufwand, da wir auf Entscheidungen anderer Gremien und Instanzen warten und angewiesen sind.“

Jan Seidel (Grün-Weiss Brieselang): „Jede schlimme Situation hat auch etwas Gutes für sich. Ich kann die aktuell fußballfreie Zeit sehr gut mit meiner Familie daheim verbringen. Wir nutzen intensive gemeinsame Stunden und erledigen viel im Garten, wozu sonst sehr wenig Zeit ist. Auch über einige Küken kann sich die Familie freuen und diese brauchen jetzt viel Zuneigung. Darüber hinaus stellt uns der DFB einen individuellen Trainingsplan zur Seite, der von daheim und im Garten durchgeführt werden kann und sehr hilft.“