04. September 2020 / 13:24 Uhr

Bundestrainer Löw über einen Havertz-Wechsel zum FC Chelsea: "Eine Riesengeschichte"

Bundestrainer Löw über einen Havertz-Wechsel zum FC Chelsea: "Eine Riesengeschichte"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Joachim Löw hält einen Transfer von Kai Havertz zum FC Chelsea für einen großen Schritt. 
Joachim Löw hält einen Transfer von Kai Havertz zum FC Chelsea für einen großen Schritt.  © imago images/Norbert Schmidt/Montage
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Kai Havertz hat das Lager der Nationalmannschaft verlassen, damit sein Transfer zum FC Chelsea perfekt gemacht werden kann. Bundestrainer Joachim Löw erklärte bereits am Freitagmittag, dass ein Wechsel nach London "eine Riesengeschichte" für den Leverkusener sei. 

Der Rekord-Transfer steht unmittelbar bevor: Nationalmannschafts-Juwel Kai Havertz ist aus dem Team-Quartier in Stuttgart abgereist und wird beim nächsten Nations League-Spiel in der Schweiz nicht im DFB-Kader stehen. Das bestätigte Joachim Löw am Freitag. "Wir wussten, dass heute und morgen noch die letzten Details geklärt werden sollen mit seinem Vertrag mit Chelsea“, sagte der Bundestrainer auf der Homepage des Verbandes.

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"Der Spieler war so ein bisschen hin- und hergerissen. Auf der einen Seite wollte er gern zur Nationalmannschaft. Auf der anderen Seite will er auch unbedingt diesen Schritt machen. Wir wissen natürlich auch um die Bedeutung und Größenordnung“, erklärte Löw und gab Havertz die Freigabe für die Reise nach England: Ein Wechsel des 21 Jahre alten Mittelfeldspielers zum FC Chelsea kann in den nächsten Stunden perfekt gemacht werden. "Das ist natürlich eine Riesengeschichte“, betonte Löw.

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Seit Wochen verhandelt Leverkusen mit dem Premier League-Klub über einen Transfer von Havertz. Im Raum steht eine Ablösesumme von 80 Millionen Euro plus zusätzliche Zahlungen von bis zu 20 Millionen Euro. "Wir sind dem Bundestrainer dankbar, dass Kai die Dinge nun mit unserer Unterstützung vor Ort in London klären kann“, sagte Bayer-Sportdirektor Rudi Völler. Die Sportliche Leitung des Nationalteams hatte in den letzten Tagen mit Ex-DFB-Teamchef Völler ständig im Kontakt gestanden.

Für den deutschen Fußball sei es „auch eine Auszeichnung und Anerkennung, wenn junge deutsche Spieler bei internationalen Top-Vereinen gefragt sind“, sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff: "Von der Erfahrung, die diese Spieler im Ausland sammeln - sowohl sportlich als auch hinsichtlich der Persönlichkeitsentwicklung -, kann auch die Nationalmannschaft profitieren.“

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Verletzungsrisiko: Löw verzichtete auf Havertz-Einsatz gegen Spanien

Löw verzichtete im ersten Spiel der neuen Nations League gegen Spanien (1:1) dann auch auf einen Einsatz von Havertz. Löw wollte „nicht noch so ein Risiko eingehen, dass da noch etwas gefährdet werden könnte in diesem Deal“. Havertz wird zum Spiel am Sonntag in Basel gegen die Schweiz nicht mehr zum Kader gehören. "Es gibt die Problematik, wenn er den Vertrag unterschrieben hat und in die Schweiz einreist, muss er dann vielleicht in Quarantäne“, erläuterte Löw die Situation, die sich aus der Corona-Pandemie ergibt.

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