10. September 2020 / 10:10 Uhr

Hamann: Darum ist der FC Chelsea trotz Havertz, Werner und Co. keine Gefahr für den FC Liverpool 

Hamann: Darum ist der FC Chelsea trotz Havertz, Werner und Co. keine Gefahr für den FC Liverpool 

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Kai Havertz (links) und Timo Werner sind neu im Team des FC Chelsea. Trotz einiger Top-Transfers sieht Dietmar Hamann (rechts) die Londoner nicht in der Favoritenrolle.
Kai Havertz (links) und Timo Werner sind neu im Team des FC Chelsea. Trotz einiger Top-Transfers sieht Dietmar Hamann (rechts) die Londoner nicht in der Favoritenrolle. © Getty Images/Montage
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Vor dem Start am Samstag blickt Dietmar Hamann auf den Titelkampf. Er erklärt, warum der FC Chelsea trotz der Transfers von Kai Havertz und Timo Werner nicht zu den Favoriten gehört. Der FC Liverpool sei erneut in der Pole Position.

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Über 220 Millionen Euro hat der FC Chelsea in diesem Sommer in seine Mannschaft gepumpt, dazu die ablösefreien Thiago Silva und Malang Sarr verpflichtet - doch nach Ansicht von Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann stellen die Londoner in der am Samstag beginnenden Premier-League-Saison trotzdem keine Gefahr für Titelverteidiger FC Liverpool und Trainer Jürgen Klopp dar. "Gerade Offensivspieler haben oft größere Schwankungen", analysiert Hamann in seiner Sky-Kolumne: "Als Titelkandidat sehe ich Chelsea eigentlich nicht." Hamann sieht aber noch weitere Problemfelder bei den "Blues".

So könne die "ungeklärte Torwartfrage", wo seit Wochen über die Verpflichtung einer Alternative für den zuletzt umstrittenen Kepa diskutiert wird, für Schwierigkeiten sorgen. Auch die Tatsache, dass einige der neuen Stars noch nie in der Premier League gespielt haben, sei "ein Problem". Tatsächlich könnten die beiden deutschen Nationalspieler Kai Havertz (kam für bis zu 100 Millionen Euro von Bayer Leverkusen) und Timo Werner (kam für 53 Millionen Euro von RB Leipzig) sowie Hakim Ziyech (kam für 40 Millionen Euro von Ajax Amsterdam) und selbst der von Paris St. Germain verpflichtete Routinier Silva zu Saisonbeginn Probleme mit der Eingewöhnung haben.

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Liverpool hingegen setzt weiter fast ausschließlich auf das Personal der vergangenen Spielzeit. Einzig Verteidiger Konstantinos Tsimikas stieß für 13 Millionen Euro von Olympique Piräus neu zum Team. Hamann: "Klopp hätte sich wohl auch gewünscht, noch zwei, drei Neue zu bekommen, aber ich denke, dass Liverpool wieder das zu schlagende Team ist.“ Der frühere Mittelfeldspieler über seinen Ex-Klub weiter: "Normalerweise reichen hohe 80 bis niedrige 90 Punkte zum Titelgewinn. Die werden die Reds holen." Und: Möglicherweise gelingt mit dem seit Wochen an der Merseyside gehandelten Bayern-Profi Thiago ja doch noch eine namhafte Neuverpflichtung.

Dem Vizemeister der vergangenen Saison traut Hamann hingegen keinen echten Titelangriff zu. Der Sky-Experte sagt über Manchester City: "Vom Kader her gehen sie als zweiter Favorit ins Rennen, aber die Gefahr bei Guardiola ist, dass er sich mit der Zeit abnutzt." Zudem sei Stürmerstar Sergio Agüero "auch schon 32. Ich glaube, dass die Mannschaft ihren Zenit überschritten hat."