26. April 2019 / 21:39 Uhr

HC Elbflorenz feiert Heimsieg gegen EHV Aue

HC Elbflorenz feiert Heimsieg gegen EHV Aue

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Für die Handballer des HC Elbflorenz kam nach dem Jubel-Jahr 2017, als die Mannschaft den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte, im letzten Jahr die große Herausforderung, die Klasse zu halten. Unvergessen die tollen Derbys gegen Eisenach, Dessau und Aue in eigener Halle vor ausverkauften Rängen. Am Ende konnten die Männer um die beiden Kapitäne Mario Huhnstock und Arseniy Buschmann vier Spieltage vor Saisonschluss den Klassenerhalt feiern.
Der Jubel der Dresdner Handballer war riesengroß... © Archiv
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Der HC Elbflorenz darf feiern: Die Handballer konnten den EHV Aue bezwingen und zwei wichtige Zähler im Abstiegskampf der 2. Bundesliga erringen.

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Dresden. Jetzt ist wieder Licht am Ende des Tunnels. Die Handballer des HC Elbflorenz haben dem Druck standgehalten und das Sachsenderby gegen den EHV Aue mit 29:25 (14:14) gewonnen. Mit den beiden hochwichtigen Punkten hat sich der abstiegsbedrohte Zweitligist auf den 16. Platz vorgearbeitet und den Rückstand auf das rettende Ufer wieder auf zwei Punkte verringert. Nun müssen die Dresdner am Sonntag bei Schlusslicht HC Rhein-Vikings nachlegen.

„Uns bleibt keine Zeit, den Sieg zu genießen. Denn wir sind noch lange nicht da unten raus, in Düsseldorf sollten wir noch etwas draufpacken“, trat auch Sebastian Greß trotz aller Freudentänze und Jubelgesänge auf die Euphoriebremse. Trainer Rico Göde, der als Chefcoach seinen ersten Sieg mit dem HCE feierte, sah das genauso: „Wir werden jetzt alles dafür tun, dass es auch in der kommenden Spielzeit solche Zweitliga-Derbys gibt. Am Sonntag wird das eine Mentalitätsfrage, da müssen wir alle Tugenden genauso wieder reinbringen.“

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Der Rahmen für das Derby hätte nicht besser sein können. Die Ballsport Arena platzte fast aus allen Nähten – mit offiziellen 2585 Zuschauern, darunter 250 aus Aue, war die Halle ausverkauft. Die Gäste erwischten den besseren Start. Mit 2:0 (3.) führte der EHV, bevor dann aber Kapitän Mario Huhn-stock mit drei starken Paraden seiner Mannschaft den nötigen Rückhalt gab. Und als Roman Becvar mit dem 5:5 (10.) erstmals der Ausgleich gelang, waren die Hausherren auf Augenhöhe.

Kammlodt spielt sich Frust von der Seele

Nun entwickelte sich ein enger Schlagabtausch, bei dem mal die eine, dann die andere Mannschaft mit je zwei Toren führte. In die Pause ging es aber ohne Vorteil für eines der beiden Teams. Nach dem Seitenwechsel drückte neben dem schon in der ersten Halbzeit großartig aufgelegten Mario Huhnstock im Tor auch ein Mann dem Spiel seinen Stempel auf, der in der kommenden Saison von Dresden nach Aue wechselt: Adrian Kammlodt, der unter Christian Pöhler keine Berücksichtigung mehr fand und auf der Bank schmoren musste, spielte sich den Frust der letzten Monate von der Seele. Der 23-Jährige setzte sich gerade in der entscheidenden Phase immer wieder durch, warf vier Tore in Folge und trug damit maßgeblich dazu bei, den Vorsprung in der entscheidenden Phase von 24:23 (50.) auf 28:25 (56.) auszubauen. „Es gab schon ein, zwei Personen, denen ich es zeigen wollte“, gab Kammlodt zu. Er fügte an: „Es war natürlich zusätzliche Motivation, da ich solange nicht zum Einsatz gekommen war und jetzt das Vertrauen des Trainers bekam. Zudem waren auch meine Eltern auf der Tribüne“, sagte er.

Kapitän Huhnstock, mit sagenhaften 19 Paraden der andere Mann des Abends, befand: „Wir haben diesmal die Nerven behalten. Das war ein ganz wichtiger Schritt, doch das darf jetzt keinesfalls zu einem Abfall führen“. Greß schätzte ein, dass den Ausschlag für den Sieg neben Herz, Leidenschaft und Willen die größere Konstanz über 60 Minuten gab. „Wir haben versucht, das Tempo immer hochzuhalten, konnten die Vorgaben diesmal besser umsetzen, und wir hatten am Ende auch die breitere Bank.“

*Elbflorenz-Tore: *Kammlodt 7, Dierberg 5/2, Gugisch, Flödl, Greß je 3, Kretschmer 3/1, Becvar 2, Hoffmann, Quade, Pechstein je 1.