10. Februar 2019 / 18:48 Uhr

HC Elbflorenz verlässt die Abstiegsränge

HC Elbflorenz verlässt die Abstiegsränge

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
HCE-Neuzugang Michal Kasal freute sich mit Norman Flödl, Roman Becvar, Sebastian Greß und Gabor Pulay (v. l. n. r.) über den Erfolg in Hagen.
HCE-Neuzugang Michal Kasal freute sich mit Norman Flödl, Roman Becvar, Sebastian Greß und Gabor Pulay (v. l. n. r.) über den Erfolg in Hagen. © imago/Noah Wedel
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Dresdner Zweitliga-Handballer gewinnen verdient mit 30:28 bei Eintracht Hagen

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Dresden. Als Tim-Philip Jurgeleit zehn Sekunden vor Schluss den Ball im gegnerischen Kasten versenkt, hält es seine Teamgefährten nicht mehr auf der Bank. Sie springen auf, ballen die Fäuste und hüpfen jubelnd umher. Mit diesem Tor macht der Linksaußen des HC Elbflorenz bei Eintracht Hagen den 30:28-Sieg (16:14) nach kleiner Zitterphase endgültig perfekt und verhindert ein Déjà-vu. Denn im Hinspiel hatten die Dresdner einen Drei-Tore-Vorsprung in den allerletzten Minuten noch aus der Hand gegeben. Diesmal aber erweisen sich die Schützlinge von Trainer Christian Pöhler als deutlich cleverer und lassen sich den verdienten Sieg nicht mehr nehmen.

Das Gefühl, wenn du feststellst, wofür du dich wochenlang durch die Rückrundenvorbereitung gekämpft hast. 🔥...

Gepostet von HC Elbflorenz Dresden am Sonntag, 10. Februar 2019

Mit ihren dritten Auswärtserfolg knüpfen die Zweitliga-Männer aus Sachsen nach der WM-Pause nahtlos an den furiosen Rückrundenstart, den sie noch im alten Jahr gegen Coburg hingelegt hatten, an. Die Freude potenziert sich beim Blick auf die Tabelle. Denn endlich lassen die Dresdner die Abstiegsränge hinter sich. Ihnen gelingt der Sprung von Platz 18 auf Rang 15 und damit sind sie nun über dem Strich. „Es war eine ordentliche Leistung, nur in den letzten sieben Minuten haben wir uns das gute Ergebnis ein bisschen kaputtgemacht“, meinte Trainer Christian Pöhler. Schlüssel zum Erfolg sei diesmal eine starke Angriffsquote gewesen, natürlich basierend auf einer soliden Abwehrleistung. „Die Defensive war über weite Strecken griffig und vorn haben fast alle super getroffen“, freute sich der HCE-Coach, der trotz der beiden wichtigen Punkte auf dem Teppich bleibt: „Dass wir es jetzt über den strich geschafft haben, ist eine schöne Momentaufnahme. Doch jetzt müssen wir nachlegen. Und da kommen mit Essen und Balingen-Weilstetten ziemlich große Kaliber auf uns zu.“

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Vor nur 342 Zuschauern starteten die Gäste beim Tabellen-13. Sehr konzentriert. Als Spielmacher Roman Becvar, der einst in der Hagener Jugend spielte, in der 7. Minute das 5:3 erzielte, lag sein Team erstmals mit zwei Toren vorn. Diesen Vorsprung bauten die Elbestädter zwischenzeitlich auf drei Tore aus, unter anderem in der 24. Minute mit dem 13:10. Es war der erste Treffer des tschechischen Neuzugangs Michael Kasal, der ansonsten in dieser Partie hauptsächlich Abwehraufgaben übernehmen musste. „In der ersten Halbzeit haben wir nur ganz wenig Fehler produziert, das war schon sehr gut“, lobte Christian Pöhler sein Team.

2019 startet so wie 2018 aufgehört hat! 💥 30:28 gewinnen unsere Männer beim VfL Eintracht Hagen und bringen 2 wertvolle Auswärtspunkte mit nach Dresden! 👏🏼 Danke für die Unterstützung auf den Rängen, kommt gut Heim. 👋🏼 Wir freuen uns gleich noch viel mehr auf das Heimspiel kommenden Freitag 15.02. 19:30 Uhr in der BallsportARENA Dresden 🔥🔥🔥 . . . #wirbleiben #jetzterstrecht #elbflorenzationell #verrücktnachhandball #eslebedersport #dresden #elbflorenz #handball #sport

Gepostet von HC Elbflorenz Dresden am Samstag, 9. Februar 2019

Nach dem Seitenwechsel verkürzte der Gastgeber auf 15:16, doch die Dresdner ließen sich nicht von ihrer Linie abbringen, erwiesen sich als bestimmende Mannschaft auf der Platte. Besonders Gabor Pulay sorgte in wichtigen Momenten für entscheidende Treffer. Und als Hendrik Halfmann per Fernwurf ins leere Eintracht-Gehäuse in der 50. Minute das 27:21 erzielte, waren alle Messen eigentlich gelesen. Aber plötzlich leisteten sich die Pöhler-Schützlinge einige dumme Fehler, luden Hagen noch einmal zum Torewerfen ein. Mit einem 3:0-Lauf kam der Hausherr auf 24:27 (57.) heran, der HCE-Trainer nahm seine letzte Auszeit. Dennoch wurde es kribbelig, als seine Jungs zweimal am gegnerischen Keeper scheiterten und Eintracht eine halbe Minute vor dem Ende den 28:29-Anschluss erzielte. Aber Tim-Philip Jurgeleit erlöste seine Mannschaft am Sonnabendabend. „Wir haben in dieser Schlussphase trotz aller Hektik den Kopf oben behalten. Das war wichtig. Insgesamt war es eine geschlossene Mannschaftsleistung“, so Christian Pöhler.

Elbflorenz-Tore: Pulay 8, Dierberg 5/3, Kretschmer 4, Gress, Quade je 3, Becvar 2, Jurgeleit, Gugisch, Flödl, Kasal je 1.

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