07. Februar 2022 / 09:42 Uhr

HC Elbflorenz verpasst Revanche: 31 Gegentore gegen VfL Lübeck-Schwartau 

HC Elbflorenz verpasst Revanche: 31 Gegentore gegen VfL Lübeck-Schwartau 

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Dresdens Arseniy Buschmann (links) wird vom Lübecker Matej Klima unsanft gebremst.
Dresdens Arseniy Buschmann (links) wird vom Lübecker Matej Klima unsanft gebremst. © Matthias Rietschel
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Der HC Elbflorenz verpatzt den Neustart nach der kurzen EM-Pause und unterliegt dem VfL Lübeck-Schwartau mit 29:31. So rangieren die Dresdner Handballer in der 2. Bundesliga weiterhin im Mittelfeld der Tabelle.

Dresden. Nils Kretschmer hatte so gehofft, seine Bilanz im internen Familienduell mit seinem Bruder Finn aufzubessern. Doch daraus wurde nichts. Denn der Rückraumspieler musste sich mit seinen Jungs vom HC Elbflorenz dem mit dem VfL Lübeck-Schwartau angereisten Finn erneut geschlagen geben. Die Dresdner Zweitliga-Handballer unterlagen beim Neustart nach der langen EM-Pause vor 717 Zuschauern in der heimischen Halle den Nordlichtern am Ende mit 29:31 (14:17).

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„Wir dürfen nicht 31 Gegentore bekommen“

Damit verpassten die Dresdner Handballer die Revanche für die knappe Hinspiel-Niederlage und rangieren in der Zweitliga-Tabelle mit 19:19 Punkten derzeit auf dem zehnten Rang. Trainer Rico Göde gab anschließend zu: „Wir können damit nicht zufrieden sein, wie es gelaufen ist. Dabei war das Tempospiel und der Angriff insgesamt trotz mancher Fehler in Ordnung. Das Problem war vielmehr unsere eigene Abwehr im Verbund mit dem Torhüter. Wir dürfen einfach nicht 31 Gegentore bekommen, vor allem nicht auf diese Art und Weise. Das war alles ein bisschen zu einfach und deshalb stehen wir jetzt ohne Punkt da.“

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Dieses Fazit bestätigte auch Julius Dierberg: „Wir sind in der Abwehr überhaupt in keinen Kontakt gekommen und können dann dem Torhüter nicht die Bälle geben, wie wir das sonst gemacht haben. Am meisten ärgert es mich, dass die Abwehr nicht so stand, wie wir uns das vorgenommen hatten. Da müssen wir in den nächsten Spielen zwei, drei Kohlen zulegen“, mahnte er mit Nachdruck.

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Zunächst starteten die Hausherren gar nicht so schlecht, lagen nach sieben Minuten mit 3:1 in Führung. Doch die Lübecker kämpften sich ebenso schnell auch heran. Vor allem VfL-Rückraumspieler Mex Raguse überwand immer wieder die Dresdner Defensive und auch Torhüter Max Mohs. „Ihn haben wir wiederholt gar nicht in den Griff bekommen“, räumte Rico Göde später ein. So brachte es der 22-Jährige als bester Werfer am Ende auf zehn Tore.

Zu viele Fehler bis zum Schluss

Bis fünf Minuten vor der Pause blieb das Geschehen dennoch ausgeglichen. Dann aber leisteten sich die Dresdner zu viele Fehler, die der Gegner eiskalt ausnutzte und mit einem Drei-Tore-Vorsprung in die Pause ging.

Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Göde-Männer aber zunächst wieder heran. Der für Mohs neu ins Spiel gekommene Mario Huhnstock trug mit ein, zwei guten Paraden und einem gehaltenen Siebenmeter dazu bei. Aber die Gäste von der Ostsee fanden stets eine Antwort, hatten mit Dennis Klockmann (zehn Paraden) sicher auch den nötigen Rückhalt. Beim Stande von 29:29 (57.) war noch alles offen. Doch in der heißen Schlussphase erlaubten sich die Elbestädter erneut unnötige Fehler, die Lübeck gern für sich nutzte und am Ende verdient beide Punkte mit nach Hause nahm.

HC-Elbflorenz-Tore: Greß 7, Dierberg 7/4, Zobel, Buschmann je 3, Emanuel, Schulz, Jungemann je 2, Dumcius, Kretschmer, Klepp je 1

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