22. September 2021 / 16:15 Uhr

HC Leipzig peilt Rückkehr in erste Liga für 2024/25 an

HC Leipzig peilt Rückkehr in erste Liga für 2024/25 an

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
HCL-Trainer Fabian Kunze
Cheftrainer Fabian Kunze und seine Mädels bilden beim HCL das sportliche Grundgerüst, welches den Aufstieg in der Saison 2023/24 und damit die Rückkehr in die erste Liga ermöglichen soll. © Christian Modla
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2017 wagte der HC Leipzig einen Neuanfang in der dritten Liga und schaffte 2019 den Aufstieg. Die Leipzigerinnen peilen für die Saison 2024/25 an, wieder in der ersten Liga mitzumischen. Bis dahin gilt es aber auch organisatorisch und wirtschaftlich gefestigt genug zu sein.

Leipzig. Handball hat Tradition an der Pleiße. Der HC Leipzig galt jahrelang als das Flaggschiff im deutschen Frauenhandball und Titelgarant in verschiedenen Wettbewerben. Das Ende der HCL-Ära ging in die Annalen ein. Dem Beben von 2017 – Verschuldung von über einer Million Euro, Lizenzverweigerung und Insolvenz – folgte der Zwangsabstieg in Liga drei. Der ist längst in den Hintergrund gerückt.

Vor vier Jahren wagte der Club einen Neuanfang, getreu dem Motto „We come to stay“. 2019 gelang der Aufstieg in Liga zwei. Das Team erkämpfte sich in der vergangenen Spielzeit Rang sieben, erreichte damit das gesteckte Saisonziel. Damit soll noch lange nicht Schluss sein. Der Verein will mehr. „Wir arbeiten an professionellen Strukturen“, erklärt Präsident Torsten Brunnquell. In der Mache ist ein Drei-Jahres-Plan mit einem klaren Ziel: 2024/25 will der Club wieder in der ersten Liga mitmischen.

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Das sportliche Grundgerüst dafür stimmt. Das junge Trainerteam um Chef Fabian Kunze hat sich bewährt. Die Mädels auf dem Parkett sind hungrig, sollen in der gerade begonnen Saison den einstelligen Tabellenplatz bestätigen, im Jahr darauf im oberen Drittel mitspielen und schließlich 2023/24 den Aufstieg klar machen. Die sportliche Perspektive in Leipzig soll die Akteurinnen vor Ort halten, Wechseln zur Konkurrenz vorbeugen.

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Stringente Ausgabenpolitik

Doch sportliche Fragen sind nur ein Teil der Planung. Der Club muss organisatorisch und wirtschaftlich gefestigt sowie ligatauglich gemacht werden. So muss der Zweitligist künftig eine Handballhalle nach HBF-Kriterien nachweisen. Die muss mindestens 1.500 Sitzplätze und ein Parkett mitbringen, das ausschließlich Handballmarkierungen ausweist.

Perspektivisch soll ein hauptamtlicher Geschäftsführer eingestellt, das für 2021 eingeplante Budget von über 400.000 Euro verdoppelt werden. „Der Verein fährt eine stringente Ausgabenpolitik“, so Brunnquell. Man steuere trotz der finanziellen Einbußen durch Corona ohne Schulden und Verbindlichkeiten durch die Pandemie.