10. Januar 2021 / 20:30 Uhr

HC Rödertal verliert das Sachsenderby beim BSV Zwickau

HC Rödertal verliert das Sachsenderby beim BSV Zwickau

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
Anna Frankova vom HCR wird von Zwickaus Petra Nagy (l.) und Alisa Pester attackiert.
Anna Frankova vom HCR wird von Zwickaus Petra Nagy (l.) und Alisa Pester attackiert. © Frank Kruczynski
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Durch das 29:31 beim Derby in Zwickau bleiben die „Bienen“ Letzter in der 2. Bundesliga.

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Zwickau/Dresden. Nach vier Wochen Spielpause haben die Zweitliga-Handballerinnen des HC Rödertal beim Start ins neue Jahr die erhoffte Überraschung verpasst. Trotz Leistungssteigerung mussten sie im Sachsenderby beim BSV Sachsen Zwickau mit 29:31 (12:18) geschlagen geben. Damit kassierten die Schützlinge von Trainer Karsten Schneider die zehnte Saison-Niederlage und behalten weiter die Rote Laterne.

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Bienen verlieren Anschluss

Dennoch machten die Gäste dem Tabellenzweiten und haushohen Favoriten phasenweise das Leben sehr schwer. Besonders die Abwehrreihe stand stabil. Nur in der Rückzugsbewegung war der HCR noch zu anfällig. Auch im Angriff zeigten sich die Bienen verbessert mit einigen guten Kombinationen. So lässt diese Vorstellung trotz der Niederlage für die kommenden Spiele hoffen.

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Schneider musste noch immer auf die verletzten Tammy Kreibich, Rabea Pollakowski und Isabel Wolff verzichten. Dafür stand Torfrau Ronja Nühse nach ihrer Handverletzung wieder zur Verfügung. In den ersten zehn Minuten schenkten sich beide nichts, doch nach dem 5:5 (10.) erhöhten die Gastgeberinnen den Druck und bestraften jeden technischen Fehler der Bienen eiskalt. So setzten sich die Schützlinge von Trainer Norman Rentsch auf 13:7 (20.) ab. Zwar mühten sich die Rödertalbienen, konnten den Rückstand aber bis zur Pause nicht verkürzen.

„Es fehlt uns an einfachen Toren aus dem Rückraum“

Nach dem Seitenwechsel kämpften sich die Rödertalbienen Tor um Tor auf 22:23 (48.) heran. Damit war die Partie plötzlich wieder völlig offen. Doch die Schneider-Schützlinge konnten die Partie nicht kippen. Die Zwickauerinnen reagierten abgeklärt, nutzten zudem eine doppelte Überzahl und stellten mit dem 28:22 (52.) die Weichen endgültig auf Sieg. Dennoch bewiesen die Bienen absolute Moral und verkürzten noch einmal auf 24:28 und zwangen Norman Rentsch zu einer Auszeit. Aber die Bienen ließen nicht locker, kämpften sich auf zwei Tore (28:30/57.) heran. Aber die Zwickauerinnen spielten die Zeit clever herunter und holten sich die beiden Punkte.

„Wir wollten uns nicht verstecken und zeigten wieder eine tolle kämpferische Leistung. Allerdings hatten wir wieder zwei Phasen im Spiel, in denen uns zu viele technische Fehler unterliefen und wir dadurch einem großen Rückstand hinterherlaufen mussten. Die Tore spielen die Mädels teilweise durch tolle Kombinationen heraus, aber es fehlt uns an einfachen Toren aus dem Rückraum. Dass wir gegen so einen Gegner die zweite Halbzeit für uns entscheiden, stimmt mich optimistisch für die kommenden Spiele. Es zeigt auch, dass wir konditionell auf der Höhe sind“, zeigte sich Karsten Schneider am Ende nicht unzufrieden.

Rödertal-Tore: Ronge 9/3, Frankova 7, S. Nühse 5, Eckart, Loehnig, Förster je 2, Böttcher, Tauchmann je 1.